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Das Stadtgespräch September 2019

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Das Stadtgespräch Rheda-Wiedenbrück. Mein Rheda-Wiedenbrück.

38 seniorenzeitung

38 seniorenzeitung Das Stadtgespräch Auf der Parkbank SIE Gestern sah ich im Schwimmbad einen Mann, der an Oberkörper und Armen über und über mit Tattoos bedeckt war. Ich fand das ganz übertrieben, ganz schrecklich. ER Das ist mir auch schon aufgefallen. Besonders jetzt an warmen Tagen sieht man Frauen und Männer mit ihren verzierten Gliedmaßen und Tattoos am ganzen Körper, und wie diese stolz präsentiert werden. SIE Auffallend ist auch, dass alle Altersklassen dabei vertreten sind, Junge wie Alte, und dass gerade der Hals eine bevorzugte Stelle für Tattoos geworden ist, damit man sie jetzt auch während der kühlen Jahreszeiten vorzeigen kann. ER Tattoos sind eigentlich nichts Neues. Ganze Bevölkerungsgruppen in Afrika, auf den Südseeinseln und in Südamerika ließen sich schon immer aus unterschiedlichen Gründen tätowieren, um ihre Zugehörigkeit zu einem Stamm oder einer Religion zu dokumentieren. In unseren Breiten waren früher Ganzkörper-Tattoos ziemlich unbekannt, zumal der Kontakt zu Menschen aus den ehemaligen Kolonien mit ihren Ganzkörper-Tattoos eher eine Ausnahme war. SIE Ich erinnere mich, dass zu Zeiten meiner Jugend Tattoos meistens nur bei Seeleuten zu sehen waren, die sich Herzen, Anker und andere Zeichen auf ihren Armen stechen ließen, seltener jedoch im Gesicht und im Halsbereich, ...mitgehört und aufgeschrieben was heute gar nicht mehr ungewöhnlich ist. ER Was würdest du sagen, wenn ich mir auch mal ein Tattoo stechen ließe, verdeckt und weniger auffallend auf Brust und Rücken. Vielleicht lässt sich damit mein Ego ein wenig aufbessern, wenn ich meine Runden im Hallenoder Freibad drehe. SIE Alter schützt vor Torheit nicht, heißt es. Und um sich lächerlich © farbkombinat – Fotolia.com zu machen, bedarf es nicht viel. Beim Tattoo-Stechen ist zwar noch niemand gestorben, aber so ganz ohne Schmerzen geht das nicht. Erinnere dich an das Drama in der letzten Woche, als du dir beim Kartoffelschälen in den Finger geschnitten hast. Am liebsten hättest du dich zur Behandlung und zum Verbinden in die Klinik bringen lassen. Darum vergiss das Tätowieren! Renovierte Bushaltestelle am Krankenhaus Eine positive Meldung: Die Haltestelle der Linie 78 – Citybus – am Vinzenz-Krankenhaus wurde umfassend renoviert. Kein Morast mehr, stattdessen saubere Platten, eine Sitzbank und ein Mülleimer. Das erfreut nicht nur die Patienten und deren Besucher, sondern auch alle Mitarbeiter des Hauses, die umweltfreundlich mit dem öffentlichen Nahverkehr zur Arbeit kommen wollen. SENIORENBEIRAT AKTIV »Älter werden in Rheda-Wiedenbrück« Das Projekt »Älter werden in Rheda- Wiedenbrück« beschäftigt zurzeit den Seniorenbeirat und die Stadtverwaltung. Rheda-Wiedenbrück erlebt einen stetigen demographischen Wandel: Um mehr über die Wünsche und Bedürfnisse der älteren Bevölkerung zu erfahren, wurde das Projekt samt Fragebogen vom Seniorenbeirat und der Stadtverwaltung entwickelt. Im Fokus stehen die Lebensumstände aller Bewohner über 60 Jahren. Über 12.200 Fragebögen wurden im Zuge der Befragung versandt. »Wir erfreuen uns einer guten Rücklaufquote«, bestätigt Karl- Josef Büscher, stellvertretender Vorsitzender des Seniorenbeira- tes, die positive Resonanz aus der Befragung. Von Interesse war die allgemeine Situation der Befragten, Angaben zur Wohnsituation, die Mobilität, die genutzten Freizeitangebote, das eventuell ausgeführte Ehrenamt, bestehende Beratungsangebote sowie Unterstützungsmöglichkeiten. Mithilfe der Befragung sollen Handlungsalternativen für die älteren Generationen der Doppelstadt entstehen. In enger Abstimmung mit dem Seniorenbeirat, der Abteilung Soziales, Integration und Wohnen der Stadt, dem Sachgebiet Pflege beim Kreis Gütersloh, der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände im Kreis Gütersloh und Bürgermeister Theo Mettenborg ist das Projekt entstanden. Die Auswertung erfolgte durch die Forschungsgesellschaft für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund. Ein Expertenforum mit allen wesentlichen Akteuren ist für den 4. September geplant, an dem u.a. die sozialen Beratungsdienste, externe Dienstleister und Ärzte teilnehmen. Ferner sind Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern geplant. Anschließend werden der Politik die Handlungsalternativen und Maßnahmenvorschläge vorgestellt. Impressum Seniorenzeitung: Verantwortlich für den Inhalt ist der Seniorenbeirat der Stadt Rheda- Wiedenbrück. Ständige Mitarbeit: Karl-Josef Büscher, Margret Kohler, Vroni Korsmeier, Carola Linnemann, Hans Dieter Wonnemann, Koordination: Arnold Bergmann Übrigens: Leserzuschriften erwünscht! Rathausplatz 13, 33378 Rheda-Wiedenbrück, E-Mail: seniorenbeirat@rh-wd.de, Schreiben Sie uns, wir antworten bestimmt

seniorenzeitung 39 Der selbstbewusste Patient Rechte beim Arzt, im Krankenhaus, bei Heilpraktikern oder Psychotherapeuten, diese gelten in jedem Behandlungsverhältnis. Ob bei der Arztwahl, Einsichtnahme in die Patientenunterlagen. Jeder hat einen Anspruch auf eine angemessene Aufklärung und Beratung sowie eine sorgfältige und qualifizierte Behandlung. Sobald Sie sich behandeln lassen kommt automatisch ein Behandlungsvertrag zustande. Der Arzt verpflichtet sich, den Patienten fachgerecht zu untersuchen, zu informieren und zu behandeln. Alle gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen müssen erfüllt werden. Sie haben das Recht Art und Umfang der medizinischen Behandlung selbst zu bestimmen und natürlich entscheiden Sie, ob sie sich behandeln lassen wollen oder nicht. Aufklärungsgespräch Der Arzt muss vor der Behandlung ein Aufklärungsgespräch führen über Kosten, Risiken und Nebenwirkungen und dabei über folgende Punkte informieren: · Diagnose u. geplante Behandlung · Dringlichkeit der Behandlung · Erfolgsaussichten und mögliche Folgen der Behandlung · Einschätzung des Heilungsverlaufes · Darstellung möglicher Zusatzkosten · mögliche Alternativen mit Vorund Nachteilen Das Aufklärungsgespräch muss durch den Arzt selbst erfolgen und sollte Ihnen eine Abwägung ermöglichen, die Therapie für ei- nen Laien ermöglichen so dargestellt zu bekommen, dass Sie sich genügend Zeit nehmen können über ein Für- oder Wider in Ruhe zu entscheiden. Es sollte soviel Zeit bleiben, sich eine Zweitmeinung ein zu holen – dieses ist natürlich nur möglich, falls es kein Notfall ist. Fragen Sie eventuell einen zweiten Arzt, die Krankenkasse oder die unabhängige Patientenberatung. Bei Online-Informationen sollte man vorsichtig sein, da man nicht weiß, wie alt die Information ist und welche Interessen dahinterstehen. Wird fortgesetzt IM OKTOBER 2019 10. Seniorenmesse in Höxter Unter dem Motto »Sie liegen uns am Herzen« findet unter der Schirmherrschaft von Franz Müntefering am 6. Okt. mit ca. 50 Ausstellern in der Residenz- Stadthalle Höxter die Seniorenmesse statt. Der Seniorensprecher der Stadt, Manfred Jouliet, wird in Zusammenarbeit mit der Seniorengemeinschaft Höxter e.V., diese präsentieren. Spannende Vorträge, Unterhaltungseinlagen auf der Bühne sowie Vorführungen auf dem Vorplatz der Stadthalle werden mit Mitmachaktionen für ein abwechslungsreiches Programm sorgen. Um 10 Uhr wird der Schirmherr Franz Müntefering die Veranstaltung miteröffnen. Ab 9 Uhr kann man bereits an einem Messefrühstück im Foyer der Stadthalle teilnehmen. Ende der Seniorenmesse wir um 18 Uhr sein. Der Eintritt ist frei. Gelesen in »Nun reden Wir«, Ausgabe 106 – 01/19 – Herausgeber: Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen e.V., Münster Erna und Berta »Beim Bügeln hab ich vorgestern ’ne ganz alte Folge von ›Ein Herz und eine Seele‹ gesehen. In der erklärt Alfred Tetzlaff, der Möchte-Gern-Tyrann, seinem Schwiegersohn, »dass Ulbricht ein westdeutscher Spion war, weil er aus Leipzig stammt und dort eine Tischlerlehre gemacht hat und Turner war. Und gleichzeitig hat ein Neffe Gebet von Theresia von Avila O Herr, du weißt besser, dass ich von Tag zu Tag älter – und eines Tages alt sein werde. Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit etwas sagen zu müssen! Erlöse mich von der großen Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen! Lehre mich, nachdenklich – aber nicht grüblerisch – und hilfreich von Herrn Gehlen dort auch eine Tischlerlehre gemacht«. »Na, das ist vielleicht ’ne Beweisführung.« »Sagt der Schwiegersohn auch. Aber Alfred: »Das ist ja nicht alles. Der Neffe war auch außerdem Turner, verstehste? Tischler und Turner! Und denn ist Ulbricht in die KP eingetreten und hat während der Hitlerzeit keine Schwierigkeiten gehabt. Das ist doch ungewöhnlich für ein KP-Mitglied. Ja, und nach – aber nicht diktatorisch zu sein! Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten und verleihe mir Schwingen, zur Pointe zu kommen. Lehre mich zu schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden! Sie nehmen zu. Und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr. Lehre mich die wunderbare Weis- dem Krieg haben sie ihn nach Moskau geholt und geschult. Und denn ist er Regierungschef in der »Zone« geworden bis Willy Brandt ihn enttarnt hat«. »So macht man Fake News oder?« »Ja, ich bin nur völlig erstaunt über die Aktualität in dieser Uralt Serie mit Ekel Alfred«. »Na, was heißt hier Aktualität? So hat man vermutlich immer schon Gerüchte gebastelt: Ein Teil Wahrheit, zwei Teile Vermutung und noch reichlich Fantasie«. heit, dass ich mich irren kann! Erhalte mich so liebenswert wie möglich. Ich möchte kein Heiliger sein – mit ihnen lebt es sich so schwer. Aber ein alter Griesgram ist das Krönungswerk des Teufels. Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken! Und verleihe mir die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen! Alte Schildkröten können mehr vom Weg erzählen als junge Hasen. Kalli

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