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Das Stadtgespräch September 2019

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Das Stadtgespräch Rheda-Wiedenbrück. Mein Rheda-Wiedenbrück.

28 Das

28 Das Stadtgespräch Stoßen auf das Jubiläum der Pfarrgemeinde an: (v. l.) Pfarrer Witold Szmigielski, Pfarrer Josef Kemper, Pastor Antoni Klemens, Diakon Herbert Zünkler, Leitender Pfarrer Thomas Hengstebeck, Bürgermeister Theo Mettenborg, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Ingo Besselmann, Gemeindereferentin Maria Schmidt, Gemeindereferentin Jennifer Bochert (nicht a. d. Foto: Diakon Arnold Stuckstätte). offensive, öffentliche Aufklärung und eine deutliche Bestrafung der Täter. Es reiche nicht mit Absichtserklärungen für die Zukunft und einigen personellen Veränderungen diesen Widerspruch zwischen Botschaft und eigenem Handeln auflösen zu wollen. Geschichte der Pfarrgemeinde Die Gründung der Gemeinde vor 150 Jahren manifestierte das Ende der Betreuung der in Rheda lebenden Katholiken durch die Franziskaner aus Wiedenbrück. Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts wohnten in dem calvinistisch geprägten Residenzstädtchen wieder Menschen, die sich zum katholischen Glauben bekannten, heißt es in den Pfarrnachrichten für den Pastoralen Raum Rheda- Herzebrock-Clarholz. Aus den Anfängen erwuchs bis zum Ende des 18. Jahrhunderts eine ziemlich stattliche katholische Gemeinde. Die um das Jahr 1000 gegründete katholische Rhedaer Pfarrgemeinde war im Gefolge der Reformation untergegangen. Erstes Gotteshaus Die Messen der jungen Gemeinde fanden zunächst im Rhedaer Rathaus am Lindenplatz (heute Doktorplatz) statt. Sie konnte die Weihe ihres ersten Gotteshauses 1807 feiern. Das aus Fachwerk erbaute Kirchlein stand am Steinweg. Die Kapelle besaß ein Türmchen mit einer Glocke. Sie maß zehn Meter in der Länge sowie 11,25 Meter in der Breite. Der Raum reichte schon bald nicht mehr für die Aufnahme aller Gottesdienstbesucher. Starke Sturmschäden in Einheit mit dem ohnehin schlechten baulichen Zustand machten schon 1836 die Schließung des Gotteshauses erforderlich. Der Gottesdienst fand nunmehr in der katholischen Schule statt. Neues Gotteshaus Aber schon ein paar Jahre später, 1842, konnte die Gemeinde eine Steinkirche vor dem Emstor beziehen. Sie wurde zum Vorgängerbau der heutigen St. Clemens-Kirche. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die Zahl der katholischen Gemeindemitglieder stark an. Um die Wende zum 20. Jahrhundert gab es in Rheda schon genau so viele katholische wie evangelische Gläubige. Die Gemeinde sah sich gezwungen, Pläne für ein größeres Gotteshaus zu schmieden. Die St. Clemens-Pfarrkirche Die Pfarrgemeinde entschied sich für einen großen neuromanischen Bau mit zwei Fronttürmen. Um der neuen Kirche Platz zu machen, ließ sie das alte Gotteshaus 1910 sprengen. Die Grundsteinlegung für den Neubau war noch in demselben Jahr. 1911 war die Kirche schon soweit fertig gestellt, dass die Gemeinde dort ihre Messen feiern konnte. 1913 weihte sie das Gotteshaus ein. 1970 renovierte die Gemeinde die Clemenskirche. 1984 ließ sie eine neue Orgel einbauen, die Fischer & Krämer-Orgel. Hervorragende Organisten machen das Gotteshaus mit dem klanglichen Meisterwerk seitdem zu einem Zentrum der Kirchenmusik. Wie sehr dieser Kirchenbau erforderlich war, machte der Besuch der Hauptmesse sichtbar. Wie schon beim Vorgängerbau war die Hauptmesse auch in dem neuen Kirchenbau immer gefüllt mit Gläubigen. Noch bis vor wenigen Jahren hätte sich niemand vorstellen können, dass bei einer Messe die meisten Plätze unbesetzt bleiben oder gar die Schließung eines Gotteshauses nicht mehr abwegig erscheinen könnte. Der Leitende Pastor verkündete die gute Botschaft: »Das Immobilienmanagement arbeitet ganz fest daran, dass wir alle vier Kirchen behalten können«. Pfarrfest Am 29. September feiert die Pfarr- Gemeinde das 150-jährige Jubiläum mit einem großen Pfarrfest am Pfarrzentrum St. Clemens, Wilhelmstr. 19.

29 Lintel wünscht ein Dorfauto Wunderbar lässt es sich auf dem Land leben und wenn es ein Dorfauto in Lintel gäbe, noch besser. Der Arbeitskreis »Dorfauto Lintel« befragte 3 Wochen lang alle Linteler Haushalte, ob ein Dorfauto nach St. Viter Vorbild nützlich und wünschenswert sei. Nun liegen die Befragungsergebnisse vor: Von 290 Haushalten antworteten 68 (also 23,4%). 40 Haushalte (58,8%) sprachen sich positiv für ein Dorfauto aus. Zwei wichtige Gründe wurden für ein Dorfauto Lintel genannt: Perspektivisch kann der Zweitwagen der Familie abgeschafft werden und ältere Bürger können ehrenamtlich gefahren und so mitten im Dorf mobil bleiben. Der Arbeitskreis »Dorfauto Lintel« freut sich über das Ergebnis. Und spricht sich dafür aus, mit einem ersten Dorfauto ab Januar 2020 zu starten. Zur Zeit ist ein Trägerverein in Gründung. Dieser beschafft und unterhält das Dorfauto. Alle Vereinsmitglieder können es ausleihen und nutzen. Pro Stunde fällt eine Pauschale von ca. 3,50 € an, worin der verbrauchte Strom und alle anderen Kosten enthalten sind. Der dörfliche Zusammenhalt der Linteler zeigte sich in der Bürgerbefragung: 24 Bürger erklärten sich bereit, Fahrdienste für andere Linteler Bürger zu übernehmen, die nicht mehr selbst fahren können oder wollen. Nun packen die Linteler Bürger es gemeinsam an und wollen am 16.9.2019 um 20 Uhr im Gasthof Jägerheim ihren Dorfverein gründen. POTT-HARTWIG-ECK Baubeginn im Frühjahr 2020 (Kem) »In Rheda dauert alles viel länger«, sagte vor einigen Monaten der Teilnehmer einer Bürgerversammlung der Bürgerinitiative Altstadt mit Blick auf die Nutzung des Pott-Hartwig-Ecks. Bekanntlich soll hier schlussendlich ein ansprechend gestaltetes »Gesundheitshaus« mit Arztpraxen und einigen Stadtwohnungen entstehen. Der anwesende Fraktionsvorsitzende der CDU, Uwe Henkenjohann, nannte die Gründe für den langen Planungsprozess (wir berichteten). Er kündigte ebenfalls an, wenn alles planmäßig laufe, könnten die Bauarbeiten zum Ende des Jahres beginnen. Das wird nun fast klappen, erfuhren wir im Gespräch mit Bürgermeister Theo Mettenborg. Nach seiner Auskunft erwartet die Stadtverwaltung den Eingang des Bauantrags noch im November. Damit wäre ein Baustart in der ersten Jahreshälfte 2020 möglich. Das ist für den Investor bei der Größe des Projektes eine sportliche Herausforderung. Er muss nun nach dem Erwerb der Immobilie die verbindlichen Vertragsverhandlungen mit den potentiellen Nutzern, ihre Gestaltungswünsche für die neuen Räumlichkeiten und die Vorgaben des Architektenwettbewerbs unter einen Hut bringen.

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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