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Das Stadtgespräch September 2019

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Das Stadtgespräch Rheda-Wiedenbrück. Mein Rheda-Wiedenbrück.

26 Das

26 Das Stadtgespräch 150 JAHRE PFARREI ST. CLEMENS 150 JAHRE PFARREI ST. CLEMENS Was für ein gelungener Fest gottesdienst Wir bieten immer Höchstleistung. Als Ostwestfalen sind wir da stur. Jetzt Gespräch vereinbaren: jetzt-vv.de Stark, persönlich, nah: Vermögensverwaltung für die Region. Als Experten in der Vermögensverwaltung entlasten wir Sie – und verschaffen Ihnen mit zuverlässiger und transparenter Rundum-Betreuung Zeit für die Dinge, die Ihnen am Herzen liegen. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören! Wir freuen uns auf Ihren Anruf: 0521 544-312 oder 05241 104-312 (Kem) Es war ein toller Festgottesdienst in dem wunderschönen Gotteshaus St. Clemens. Das machte der Applaus der über 100 Besucher nach der Messe zum 150-jährigen Bestehen der Pfarrgemeinde St. Clemens hör- und sichtbar. Dieser war die Belohnung für die großartige christliche Botschaft in Noten mit der französischen Romantik-Messe Brève von Leo Delibes. Sie hatten der Dekanatskantor Harald Gokus an der Orgel und der Kirchenchor in einer geradezu fantastischen Weise gemeinsam vermittelt. Gänsehaut bereitete die von ihnen einfühlsam präsentierte Gregorianik-Schola. Ein eindringliches Bariton-Solo wechselte mit dem Gesang der Gemeinde. Mit dem gewaltigen Klang der Orgel bezauberte der Organist bei den Jubeltönen des mitreißend interpretierten Stückes Sortie von Lefeburte-Wély zum Ausklang des festlichen Gottesdienstes. Ansprechende Liturgie Ebenso berührte die ansprechende Liturgie: Es herrschte ein toller Teamspirit. Der Leitende Pfarrer Thomas Hengstebeck führte durch die Messe. Das Pastoralteam, mehrere Ehrenamtliche und die Messdiener begleiteten ihn. Der festliche Gottesdienst war geprägt von Fröhlichkeit, Offenheit und gegenseitiger Wertschätzung der Mitwirkenden. Aktuelle Herausforderungen Thomas Hengstebeck benannte die Herausforderungen, die von der St. Clemens-Pfarrgemeinde gemeistert wurden: vom Deutsch-Französischen Krieg und Kulturkampf bis zu den Änderungen nach dem 2. Vatikanischen Konzil. Doch die größte Herausforderung betreffe aktuell den Glauben und Gott. Vielen Menschen sei Gott völlig egal. Jesus Christus werde von ihnen nicht mehr als der Erlöser gesehen. Selbst beim Tod hätten sie keinen Bedarf mehr. Thomas Hengstebeck machte deutlich, dass er nichts von diesem Lamento halte: »Wir sind hier, weil wir glauben. Jesus Christus ist unser Mann für alle Fälle. Die Freude ist unsere Stärke, nicht das Klagen. Es ist unser Anliegen, dass die Menschen unsere Freude an Jesus spüren«. Besucherrückgang Zurückblickend auf die Euphorie der St. Clemens-Pfarrgemeinde bei ihrer Erhebung zur eigenständigen Pfarrei im Jahre 1869 war es schon enttäuschend, dass 150 Jahre später beim festlichen Hochamt die meisten Plätze in der St. Clemens- Kirche leer blieben. Bürgermeister Theo Mettenborg sagte darauf eingehend in seiner Laudatio, dass es ihm schwer falle, der Gemeinde Trost zu spenden. Aber es sei oftmals nicht die Größe, sondern die Überzeugung, die zähle. Er sprach seine Einschätzung aus, dass ein fester Glauben die Kraft gebe, die aktuellen Schwierigkeiten der Zeit zu überwinden. Der Bürgermeister äußerte den Wunsch, dass die St. Clemens- Pfarrgemeinde eng mit der Stadt verbunden bleibe. Und humorvoll fügte er an, dass »Sie für 150 Jahre noch alle ganz schön fit aussehen«. Nach dem Festgottesdienst folgte ein Großteil der Besucher der Einladung zum Anstoßen auf den Geburtstag der Jubiläums-Gemeinde vor der St. Clemens-Pfarrkirche. Die große Runde bot Gelegenheit, um sich über den Gottesdienst auszutauschen. Einhellige Meinung: Ein toller Gottesdienst, ein toller Chor, ein virtuoser Organist. Ursachensuche Und natürlich drehten sich die

27 Der Dekanatskantor Harald Gokus an der Orgel und der Kirchenchor begeistern mit der Romantik-Messe Brève. Der Vorgängerbau der heutigen St. Clemenskirche. Gespräche auch um die von dem Leitenden Pfarrer Thomas Hengstebeck angestoßene Diskussion über den Rückgang der Gottesdienstbesucher. Hierzu war verschiedentlich zu hören, dass der Glaube an Gott das eine sei, das Vertrauen in die Kirche eine andere Sache. Viele Menschen, die an Gott glauben, finden die Gottesdienste eher fremd, können vielleicht gar nichts mehr damit anfangen. Wo sie diesem Gott begegnen, das kann sehr unterschiedlich sein. Manche begegnen Gott auf langen Spaziergängen oder in der Begegnung mit anderen. Wer das so sieht, so erlebt, der sagt: »Das reicht mir, diese Gottesbegegnung ist mir genug. Ich muss da nicht noch sonntags in die Kirche gehen«. Aber vielleicht sind diese Menschen für den Besuch der Kirche zurückzugewinnen, wenn sie die Möglichkeit erhalten, in den Gottesdiensten etwas zu sagen, mit den anderen Besuchern ins Gespräch zu kommen und mit ihnen zu diskutieren. Zudem sollte die Kirche sich Gedanken machen, wie die von ihr verkündete Botschaft besser und glaubwürdiger bezeugt werden könne. Sie müsse im Einklang mit dem stehen, was die Kirche vorlebe. Und da bestehe im Handling der Missbrauchsskandale durch die Kirche ein deutliches Defizit. Viele Gläubige vermissen eine

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