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Das Stadtgespräch September 2018

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8 Das Stadtgespräch das sicher ein großer Markt, denn die Zahl der Opfer steigt. Rheda-Wiedenbrück – die Insel der Glückseligen Noch hat es in Rheda-Wiedenbrück keine konzertierten Betrugsaktionen mit diesen Maschen gegeben. Wir warnen also, bevor es zu spät ist! Denn die Karawane zieht immer dann weiter, wenn sich herumgesprochen hat, mit welchen Lügen gutmütige Menschen über den Tisch gezogen werden können. Leider funktionieren diese Betrugsmaschen fast immer, obwohl sie ebenso bekannt wie abgeschmackt sind. Wer sich auf diese menschenverachtenden »Verdienst«-Methoden verlässt, weiß, wie man andere manipuliert und in die Enge treibt. Die Polizei rät daher: Seien Sie misstrauisch! Hilfsbereitschaft ist auch, mit der Notfallnummer 110 die Profis hinzuzuziehen. Und wer »nur« Geld will, braucht offenbar keine echten Freunde... ANALOG WAR EIGENTLICH GESTERN ANALOG WAR EIGENTLICH GESTERN Rathaus 1.0 Personalausweis beantragen, da gehe ich ins Rathaus. Ich bin Neubürger, brauche einen Reisepass oder ein Führungszeugnis, da gehe ich ins Rathaus. Ich... ach, machen wir es kurz, wir müssen immer ins Rathaus, wenn wir Bescheinigungen etc. benötigen. Der Bürger nimmt sich Zeit, er begibt sich in die Verwaltungszentrale, belebt nebenbei die Rhedaer Innenstadt und sucht das Bürgerbüro auf, das – nebenbei erwähnt – sehr bürgerfreundlich, gut besetzt und komfortabel geöffnet ist. Dort zieht er eine Nummer, holt sich schnell noch einen Kaffee um die Ecke und wartet, bis er dran ist. Man merkt deutlich, dies ist noch immer das analoge Rathaus mit Papier, Stempeln und Menschen. Zum Glück, sagen jetzt die meisten, denn selbstverständlich ist es schön, gerade in Rheda mit den ausgesucht freundlichen, zugewandten, kompetenten und hilfsbereiten StadtmitarbeiterInnen zu tun zu haben. Meist hat man viele Fragen zu den bürokratischen Abläufen, die städtischen Servicemenschen kennen sich aus. Und haben im Gegensatz zu »Alexa«, die auch freundliche Stimme der Computersprachsteuerung zu Hause, immer eine hilfreiche Antwort, denn die sagt oft genug: »Ich verstehe die Frage nicht...« »Alexa« hier – das freundliche Bürgerbüro da. Könnte man eigentlich die geballte Kompetenz der Verwaltung von zu Hause aus über das Internetz anzapfen? Zum Beispiel wenn man krank, faul, menschenscheu oder gehandicapt ist? Schließlich ist es von Lintel oder Batenhorst aus kein Spaziergang bis ins Rathaus, Verwaltungsphobien kommen hinzu beim einen oder anderen.... Ein bisschen vernetzt sind wir ja schon. Ein gutes und bürgernahes Beispiel ist das »Ratsinformationssystem«. https://ratsinfo.rhedawiedenbrueck.de/ Man kann schon jetzt vom Zuhause aus Einblicke in die Abläufe der Ausschüsse und des Rates nehmen. Auch Unterlagen wie Vorlagen und Beschlussvorschläge der Verwaltung kann man dort anschauen und studieren. So ist zum Beispiel zu sehen, dass die nächste Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 10. September um 17.30 Uhr stattfindet. Bei Redaktionsschluss lag leider noch keine Tagesordnung vor. Also, ein bisschen digital ist unsere Verwaltung schon. Nur so richtig elektronisch geht im Rathaus noch nicht. Hier die Antwort auf unsere Digitalanfrage an die Verwaltung: »Zurzeit können Bürgerinnen und Bürger zum Beispiel Anträge auf der städtischen Internetseite downloaden. Was Dienstleistun-

9 gen des Bürgerbüros angeht, ist der persönliche Kontakt bei diversen Angelegenheiten Voraussetzung (Einbürgerungen, Beglaubigungen, Änderungen von Fahrzeugpapieren, Fundsachenausgabe, Pass- und Meldewesen). Teilweise gibt das Bundes- und Landesrecht diesen Ablauf vor. Bürger wählen natürlich auch bewusst den Weg ins Bürgerbüro, wenn sie persönliche Beratung benötigen oder eben nicht mit Online-Lösungen vertraut sind.« Schauen wir mal nach vorne, in die Zukunft, die andernorts schon Gegenwart ist. Möglich wäre viel mehr, nahezu alles. Die Digitalisierung schreitet mit großen Entwicklungsschritten voran und macht nicht einmal vor den Rathäusern halt. Was jetzt noch so manche Vorschrift verhindert, wird bald Realität sein. Die »in Augenscheinnahme« des Antragstellers vor Ort und seine persönliche Unterschrift könnten längst durch Fingerabdruck- oder Augenscanner ersetzt werden. Voraussetzung ist, dass die Verwaltung sich öffnet und die Abläufe innerhalb der Rathausmauern digitalisiert und vernetzt. So könnte man dann von zu Hause abfragen, wie weit die Bearbeitung des Bauantrages gediehen ist. Auch die Frage: »Bekommt mein Kind ein Busticket für die Fahrt zur Schule?«, könnte sofort online geklärt werden. Kurz Adresse von Schule und Zuhause eingeben und »klick« ist die Antwort da. Auch Anund Ummeldungen, Adressenänderungen, Gewerbescheinanträge etc. könnten im digitalen Rathaus schnell von zu Hause oder Büro aus erledigt sein. Da ist das Finanzamt schon einen Schritt weiter. Da geht das mit der Steuererklärung zum Teil schon ganz ohne Papier. 70 Prozent der Steuerpflichtigen geben ihre Erklärung schon elektronisch ab. Inzwischen muss man nicht einmal mehr die Unterlagen zum Finanzamt schicken, siehe Internetauftritt des Finanzamtes. Dort heißt es: »Neu ist in diesem Jahr, dass Steuerpflichtige ihrer Einkommensteuererklärung 2017 erstmals keine Belege, Unterlagen, Aufstellungen oder Erläuterungen mehr beifügen müssen. Es genügt, diese Dokumente für eventuelle Rückfragen des Finanzamtes aufzubewahren.« Geht doch! Da ist Mut gefragt, und der scheint auch in unserem Rathaus da zu sein. Nach Angaben der Verwaltung ist das gesetzlich vorgegebene Ziel, bis 2021 das »digitale Rathaus« einzurichten und Dienstleistungen komplett elektronisch anzubieten. Dazu muss in unserem Rathaus noch einiges neu organisiert werden. Ziel ist, dass ein digital angestoßener Vorgang, wie zum Beispiel ein Bauantrag, digital weiter bearbeitet werden kann. Da ist noch einiges zu tun. Klicken wir es an. Bitte hier... klicken, wenn fertig...! JETZT NEU VON DER HOHENFELDER PRIVAT-BRAUEREI Heute so gut wie früher Nach 50 Jahren bringen wir das Gefühl der guten alten Zeit zurück. Genießen Sie unser neues »Typ 5«.

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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