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Das Stadtgespräch September 2018

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6 Das Stadtgespräch WENN NACHBARN, POLIZISTEN UND ENKEL KEINE SIND… WENN NACHBARN, POLIZISTEN UND ENKEL KEINE SIND… Wer clever ist, behält sein Geld GmbH & Co. KG Haustüren | Fenster | Rollladen | Vordächer | Überdachungen Ihr Partner, wenn es um Ihre Renovierung geht. Lindenstraße 55a 33378 Rheda-Wiedenbrück Telefon: 0 52 42 – 40 68 45 0 Öffnungszeiten: nach telefonischer Terminvereinbarung www.korfmacher-fenster.de info@korfmacher-fenster.de Nichts kommt so regelmäßig vor wie Ostern, Weihnachten und die Warnung vor Anrufern, die es auf das Geld von alleinstehenden und vermeintlich wehrlosen Menschen abgesehen haben. Man könnte also meinen, der sogenannte »Enkeltrick« sei inzwischen bei allen Menschen so bekannt, dass niemand mehr darauf herein fällt. Leider erfahren wir von der Polizei, dass derzeit in unseren Nachbarkreisen Lippe und Paderborn ebenso wie in Bielefeld solche Betrüger aktiv sind. Rücken die Einschläge näher? »Rate mal, wer am Telefon ist?« Vor allem alte und einsame Menschen freuen sich über den Anruf von vermeintlichen Verwandten, von denen sie lange nichts gehört haben. Jetzt ist sogar ihre Hilfsbereitschaft gefragt, denn der Anrufer ist angeblich in Not und hat sich ausgerechnet auf den lange vernachlässigten Verwandten besonnen. Alle anderen Angehörigen haben nämlich kein Verständnis oder dürfen nichts von dem Problem wissen: vom finanziellen Engpass, dem Autounfall mit Folgen, der Erpressung, dem Krankenhausaufenthalt im Ausland oder der einmaligen Chance auf eine tolle Wohnung! Ganz schnell brauchen sie jetzt Geld, niemand sonst können sie ins Vertrauen ziehen. Wer wird da nicht weich? Enkeltrick und andere Dauerbrenner Jeder der bei Verstand ist, sagt die Polizei. Denn je schlechter das Gewissen beim Abschlagen der Bitte, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Mitleidstour ein Fake und der Anrufer nicht einmal persönlich bekannt geschweige denn verwandt ist. Im Telefonbuch suchen die Betrüger nach Namen, die auf ein Geburtsdatum in den 1930er Jahren oder davor schließen lassen. Auch sehr kurze Telefonnummern deuten auf alte Anschlussbesitzer hin. Fragen gehen die Anrufer geschickt aus dem Weg, notfalls mit vorgetäuschten Weinkrämpfen, Vorwürfen oder gespielter Enttäuschung, Entrüstung, Entgleisung. Das geforderte Geld brauchen sie immer ganz schnell, meist in bar, manchmal geben sie sich auch mit einer Tüte Wertsachen zufrieden, die an einem versteckten Ort zeitnah übergeben werden soll – eine zusätzliche Gefahr für den Angerufenen. Diese Übergaben sind schon so manchem Zeugen aufgefallen, so dass einzelne Täter bereits überführt werden konnten. Auch wenn Bankangestellte stutzig werden, weil ältere Kunden plötzlich große Beträge abheben wollen, kann ihre Umsicht und Fürsorge größeren Schaden abwenden. Hilfsbereitschaft kann zur Falle werden Immer wenn Fremde an der Tür klingeln, sollten besonders Kinder, alte und gebrechliche Menschen gar nicht erst aufmachen. Kein Türspalt ist so klein, dass sich Verbrecher nicht Zugang zur Wohnung verschaffen könnten. Besonders wenn der Klingelnde in Not zu sein scheint, ist Vorsicht angesagt. Denn wer es darauf angelegt hat, täuscht absichtlich Situationen vor, die unausweichlich und besonders dramatisch erscheinen. Man wählt die 112, wenn es sich um einen gesundheitlichen Notfall zu handeln scheint und verweist auf einen Schlüsseldienst, wenn jemand vorgibt, sich ausgesperrt zu haben. Wenn der Mensch an der Tür behauptet, er habe sein Handy verloren, müsse aber dringend telefonieren, kann er eine entsprechende Telefonnummer durch eine geschlossene Tür rufen. Der hilfsbereite Mensch bleibt sicher in seiner Wohnung und telefoniert allein im Auftrag

7 des Bittstellers. So kann er nicht ausspioniert werden. Bargeld wechselt tunlichst nie den Besitzer, auch wenn der angeblich »neue Nachbar« ganz dringend den Schlüsseldienst oder jemand anderen auszahlen muss und seine Kreditkarte verloren oder seine Pin-Nummer vergessen hat.. Der falsche Polizist Wer hätte noch vor Jahren geglaubt, dass gerade dann Vorsicht geboten ist, wenn sich jemand als »Polizist« vorstellt? Betrüger haben längst auch dieses Tabu gebrochen, der Freund und Helfer ist leider nicht immer echt. Besonders wenn er anruft mit der Botschaft, in der Nachbarschaft habe es etliche Einbrüche gegeben oder man habe einen Dieb in flagranti erwischt und Hinweise darauf bekommen, dass der Angerufene das nächste Opfer des Raubzugs sei. Verdächtig ist, dass der »Polizist«, der sich vertrauensselig mit Dienstrang und Namen vorstellt, nach Wertgegenständen und Bargeld fragt – all das müsse man unbedingt ganz schnell vor dem Zugriff von Verbrechern sichern. So etwas macht man nun einmal nicht bei der echten Polizei. Die bittet darum, sofort die 110 anzurufen, die Notrufnummer also, denn in Not befinden sich Menschen, die mit dieser Masche abgezockt werden sollen. Der falsche Handwerker Ein neuerer Trick, der in Bielefeld schon einige Wohnungsbaugesellschaften in die Bredouille getrieben hat: Ein freundlicher Herr stellt sich als Mitarbeiter der städtischen Wasserbetriebe vor, um Wasseruhren auszutauschen. Das machen turnusmäßig auch seriöse Wasseranbieter in Rheda- Wiedenbrück, damit die Messwerte immer akkurat auf dem neuesten und geeichten Stand bleiben. Umso unangenehmer, wenn man einem Betrüger aufsitzt, der gleich die ganze Wasseruhr abbaut, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verscherbeln. Glück im Unglück für den Privatkunden, wenn durch den Ausbau nicht gleich der ganze Keller geflutet wird. Was der Fremde außerdem noch im Keller getrieben hat, weiß man leider nur, wenn man dabei geblieben und es wohl erst gar nicht zum Diebstahl gekommen ist. Die Liste falscher Handwerker ist lang. Sie nutzen alle den Zugang zum Privathaushalt, um für ihre Komplizen Wissenswertes über mögliches Diebestgut und Fluchtmöglichkeiten zu erspitzeln. Von falschen Klempner-, Rohrreinigungs und Dachdeckerfirmen, die Dienstleistung nur vortäuschen und womöglich auch noch horrende Summen bar auf die Hand wollen, ganz zu schweigen. Technische Abwehr Den Versuch die Betrüger mit technischer Hilfe abzuwehren machen drei Männer aus Hövelhof. Sie haben ein Gerät entwickelt, das zwischen das Telefon und Telefonanschluss geklemmt wird. Es soll betrügeriche Anrufe erst gar nicht bis zu den potentiellen Opfern durchkommen lassen und filtern. Das Gerät mit dem vorläufigen Namen »Rufus« wird noch erprobt. Hält die Technik, was die Entwickler erhoffen, so ist Räumungsverkauf wegen Umbau! Vom 31.8. bis 22.9.2018 Bis zu 80% reduziert! Neuer Wall 11 · Rheda · Tel. 0 52 42 /4 74 51 · www.uhrmeister.de

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