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Das Stadtgespräch September 2018

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38 TIPPS

38 TIPPS Das Stadtgespräch Hauptagentur Dirk Dieding Warendorfer Straße 2 59302 Oelde Telefon 02522 6280081 nämlich natürlich in den USA, wo es überall dutzende, wenn nicht hunderte Privatkanäle gibt, die mit Werbung dauerdurchsetzt sind, bei HBO ausgestrahlt. Das bedeutet, dass man dafür bezahlen muss, Filme ohne Werbeunterbrechung sehen zu können. Bei Motel-Zimmern übrigens ein echtes Plus. Auch in Deutschland und im restlichen Europa wurde man zunächst zur Kasse gebeten. Im sogenannten Free-TV lief die Serie dann bei RTL2 und zwar als kastrierte Version zur besten Sendezeit und spät nachts im Original, jeweils mit mehreren Folgen am Stück und, natürlich, von reichlich Werbung unterbrochen. Die beschnittenen Versionen waren nötig, da die Serie in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben ist, da sie durchaus Gewalt und auch Sexszenen enthält. Worum geht es also? Naja, das ist nicht ganz leicht in wenigen Worten zu fassen. Das Ganze spielt in einer fiktiven Welt, die dem europäischen Mittelalter allerdings verblüffend ähnlich ist. Geschichtspuristen wird es gruseln, dass Frühmittelalterliches ebenso auftaucht wie der Wandteppich von Bajeux aus dem 11. Jahrhundert und Waffen, die erst fünfhundert Jahre später in die Schlachten der Renaissance gehören. Doch Tolkien haben solche Kleinigkeiten (was sind schon 1.000 Jahre?) auch nie gestört. Und Tolkiensche Ausmaße hat das Epos um Macht und Intrigen, Treue und Verrat, Liebe und Hass, Zärtlichkeit und Gewalt, düstere Eiswüsten und blühende Gärten auf alle Fälle. Sogar eine eigene Sprache erfanden die Macher dieses Fantasy-Spektakels, in dem zwar auch Untote und Drachen vorkommen, das aber eher an Macbeth als Fantasy-oder Horror-Filme erinnert. Und von epischer Breite ist auch schon das Personenregister, warum es sich tatsächlich empfiehlt, die einzelnen Folgen und Staffeln zügig hintereinander weg zu schauen. Dabei ereilt auch Hauptfiguren, selbst relativ sympathische, oftmals ein grausames Schicksal, sprich sie segnen das Zeitliche und kommen fürderhin nicht mehr vor. Ich sage absichtlich relativ sympathisch, denn die Figuren sind durchaus gut und böse zugleich und wissen zu überraschen. Wie im richtigen Leben halt. Bisher sind sieben Staffeln gelaufen und als DVD zu kaufen. Logischer Weise sind die älteren günstiger – aber ich werde wohl nicht der einzige sein, der nur einmal hereinschnuppern wollte (schließlich habe ich Ritterfilme am Sonntagnachmittag immer geliebt!), und anschließend hängengeblieben ist. Auf Staffel 8 müssen alle bis nächstes Jahr warten, denn die Produzenten kommen buchstäblich nicht nach mit der Produktion. Niemand hatte etwa damit gerechnet, dass die Kulissen der ersten Staffel von 2011 länger als ein paar Monate halten mussten. Inzwischen sind es mehrere Jahre, denn die Handlung kommt immer mal wieder auf bekannte Orte zurück. Auch ist erstaunlich, wie viel in dieser so aufwändigen TV-Produktion nicht digital ist, angefangen bei der Kulisse für den Hauptort Königsmund, dafür wurde Dubrovnik gewählt. Die Katakomben unter dem Ort liegen allerdings in der wirklichen Welt in den antiken Werften von Sevilla, wohin die riesigen Drachenknochen aus Kunststoff per Schiff transportiert wurden. Pro Staffel braucht man allerdings rund zehn Stunden Zeit zum Schauen, wenn man die Extras nicht mit anschaut. Vielleicht ist das dann doch nichts für den Sommer, aber wie heißt es so oft in »Game of Thrones«: Der Winter naht! TSG beim Engadin- Radmarathon Von der Radsport-Abteilung TSG Rheda nahmen zum zweiten Mal Klaus Kreienbaum, Matthias Teckentrup und Klaus Brickenkamp am Radmarathon im Engadin teil. Die Strecke führte über 214 km und 3.889 Höhenmeter über den Ofenpass, ein flaches Stück am Lago di Livigno vorbei, den Forcola di Livigno, den Berninapass, den Flüelapass und den Albulapass. (V.l.) Matthias Teckentrup, Klaus Kreienbaum, Klaus Brickenkamp

39 Direkt nach dem Start bei kühlen drei Grad in Zernez ging es den Ofenpass hoch bis zum 3,4 Kilometer langen Tunnel Munt La Schera. Bis zum Tunnelausgang waren die Straßen gesperrt. Dann ging es in Italien entlang des Lago di Livigno an Livigno vorbei hoch zum Forcola di Livigno. Nach einer kurzen Abfahrt stand noch der Berninapass an, bevor es zurück zum Ende der ersten 96 Kilometer langen Runde in Zernez durch das Inntal ging. Für einige Radsportler war hier schon Schluss. Für die TSG-Radler folgte die zweite, wesentlich anspruchsvollere Runde über den 2.383 Meter hohen Flüelapass (2.280 Meter über Meeresspiegel) nach Davos und schließlich von 950 Metern in Tiefencastel über den 25 km langen Anstieg über den letzten Pass Albula auf 2315 Meter und dann durchs Inntal zurück nach Zernez ins Ziel. ZWISCHEN GESTERN UND MORGEN Abu Dhabi und die Wüste »Von der Küste des Oman zieht Ibn Battuta dann weiter entlang des Arabischen Meeres, in die Region der heutigen Vereinigten Emirate. Doch da findet er keine Städte vor, nicht einmal Dörfer. Die Gegend kommt ihm ungeeignet für menschliche Behausung vor«, beschreibt Spiegelredakteur und Kenner Arabiens Erich Follath die Eindrücke des arabischen Marco Polo. Und was für den großen arabischen Reisenden im frühen 14. Jahrhundert galt, ist auch 700 Jahre später nicht ganz von der Hand zu weisen. Doch wie hätte der Mann aus Tanger wissen können, dass heute nicht ein paar Perlentaucher und eine Handvoll Fischer ihr ärmliches Dasein auf diesem Stück trockensten Landes fristen, sondern mehr als neun Millionen Menschen mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf- Einkommen von mehr als 70.000 Dollar? Deutschland liegt übrigens bei knapp 50.000 Dollar, nur mal so als Info. Geld kauft Kultur Dabei ist schon beeindruckend, wie das noch junge Land, das erst 1971 die Unabhängigkeit von Großbritannien erhielt, den Sprung vom Gestern ins Übermorgen geschafft hat. In der Hauptstadt Abu Dhabi, deren Stadtautobahn sechsspurig in jede Richtung ist, kann man sich an den Hochhausbauten kaum satt sehen. Die Wirtschaft blüht. Und auch die Kultur soll nicht zu kurz kommen, wenn es nach dem Willen der herrschenden Sultansfamilie geht – und nach diesem Willen geht es immer. Abu Dhabi möchte sich offenbar vom Disneyland Tourismus des Nachbaremirats Dubai absetzen und fördert daher einen distinguierteren Tourismus. Zu diesem Zwecke

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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