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Das Stadtgespräch September 2018

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24 Das Stadtgespräch Inh. Björn Noethen Mama und Papa sagen, der Björn macht das schon. Steildach Flachdach Bauklempnerei Fassadenbau Balkonsanierung Innenausbau Dachfenster Holzbau Altbausanierungen Energieberatung Sturmschadenreparatur Siechenstraße 39b 33378 Rheda-Wiedenbrück Fon 05242 9860665 Mobil 0170 1674397 kontakt@noethen-dachdecker.de www.noethen-dachdecker.de MIETBAR LINTEL IHRE PARTY-LOCATION JETZT ANFRAGEN UND BUCHEN! Kupferstraße 15a Tel: 05242.550000 www.anmietbar.com info@anmietbar.com legt. Reiner Neuhoff dankt ihnen für das gezeigte Interesse und der personenweise sichtbar gewordenen Bereitschaft zum Engagement in dieser Angelegenheit. Das Interesse war letztlich der Grund, dass die Initiativgruppe eine vertiefte Einsicht durch den Bürgermeister in die Hintergründe der Mängel erhielt, so der Architekt. Er bittet um Verständnis, dass daraufhin die Initiativgruppe die Option der Bürgerbewegung fallen gelassen hat. Warum kein Bürgerbegehren? Die Initiativgruppe ist sich einig darüber, dass dem Bürgermeister Respekt zu zollen ist für die Übernahme der Verantwortung für die geplanten Änderungen an der Gesamtschule und der Dreifachsporthalle. Er stellt sich vor seine Mannschaft. In beiden Projekten seien Entwürfe wohl nicht so umgesetzt worden, wie politisch beschlossen. Man könnte den Eindruck gewinnen, einige Dinge wurden zum Ziele der Budgeteinhaltung weggespart. Es haperte wohl an der notwendigen Kommunikation. Diesen Eindruck schilderte Reiner Neuhoff nach der Bürgermeisterrunde. Sicherlich gibt es nicht viele Chefs, die vergleichbar zu ihren Mitarbeitern stehen. »Wir gehen aber davon aus, dass solche Fehler nicht wieder passieren, alle daraus gelernt haben«, so der Architekt. Olaf Krone weiter: »Ein wenig muss man sich die Frage erlauben, warum die externen Kollegen und Büros (meist kommen diese bei solchen Projekten von außerhalb) nicht ihrer Pflicht und Berufsehre nachgekommen sind und hier gemäß ihrem Auftrag einschritten. Da wünscht man sich, dass man öfter die ortsansässigen Büros mit einbeziehen würde, da diese einen engeren Bezug zu ihrer Stadt und den Mitmenschen haben«. Es wird kein Geheimnis verraten, dass der Bürgermeister mit ganz viel Herzblut für die Nachbesserungen und das Zurückkommen an die Ausgangsbeschlüsse kämpft und aus ehrlicher Überzeugung zu den Korrekturen steht. »Wir wertschätzen wie der Bürgermeister sich persönlich und menschlich in die Angelegenheit einbringt und wollen sie damit auf sich beruhen lassen«, so die Initiativgruppe. Große Skepsis Sehr skeptisch äußerten sich Margret Reker und Olaf Krone über die Erfolgsaussichten eines Bürgerbegehrens: »Alleine schon weil die Funktionsänderungen eine breite Zustimmung in der Bevölkerung finden und es fraglich wäre, ob – in dem Wissen um alle Details – die Diskussion über die kritisierte Ästhetik der Fassade, die mit den gewonnenen Erkenntnissen, nur noch ein Drittel ausmacht, reichen würde, um genügend Menschen für ein Bürgerbegehren zu begeistern. Um ein Bürgerbegehren herbeizuführen, müssten rund 2700 Unterschriften gesammelt werden. Das könnte ja vielleicht noch klappen. Aber noch schwieriger würde es, bei dem anschließenden Bürgerentscheid die rund 7000 Wählerstimmen zu erhalten. Eine Krux ist, dass dieser aktuell nicht mit einer Land- oder Bundestags- und Kommunalwahl kombiniert werden könnte. Die Wähler müssten den Weg zur Wahlkabine alleine wegen der ästhetischen Frage antreten. Ob das klappen würde, bezweifeln wir«. Bürgermeisterwort In dem Gespräch mit der Initiativgruppe versprach der Bürgermeister, dass er bereit sei, allen Interessierten persönlich über die Hintergründe Auskunft zu geben. Die Initiative hofft darauf, dass der Bürgermeister eine Stellungnahme abgibt, die der Öffentlichkeit in diesem Thema mehr Transparenz verschafft. Raimund Kemper

25 Visualisierung Mensa (mit Alucobond-Fassade) Bild: Brüchner-Hüttemann Pasch bhp STATEMENT VON BÜRGERMEISTER THEO METTENBORG Zum Austausch mit der Initiative Der Bürgermeister: »Wir haben ein ausführliches Gespräch geführt, für das ich sehr dankbar bin. Ich habe alle Details dargelegt, die mich bewogen haben, sehr umfangreich in das Projekt einzugreifen. Beide Bauvorhaben weichen in ihrer Ausführung an entscheidenden Stellen von den politisch getroffenen Baubeschlüssen aus den Jahren 2015 und 2016 ab. Auf die Ursachen gehe ich bei Nachfrage gerne ein. Dies hätte so nicht passieren dürfen und ist ohne Frage kritikwürdig. Trotz des ärgerlichen Korrekturfehlers von 300.000 Euro halten wir das vorgegebene und sehr ambitionierte Gesamtbudget in Höhe von 20,73 Mio. Euro. Die Überlegungen der letzten Monate waren darauf ausgerichtet, im Ansatz wieder zurück zu den ursprünglichen politischen Beschlüssen zu kommen. Mein vorrangiges Augenmerk lag auf dem Wiedereinbau von Fenstern und einer überzeugenden Einfassung der sichtbaren Technikeinheiten an exponierter Stelle auf den Dächern der Gebäude. Dazu wurden uns zu Beginn des Jahres zahlreiche Vorschläge gemacht. Eine angemessene Lösung zu finden ist anspruchsvoll. Dabei geht es im Kern nicht um die Fassadenplatte. Der Gestaltungsbeirat hat eine stimmige Gesamtlösung empfohlen, die wieder an die Qualität der ursprünglichen Planung herankommt. Aus meiner Sicht können wir als Stadt in unserer Vorbildfunktion hinter der Empfehlung des Beirats nicht zurückstehen. Wir können von privaten Investoren nicht mehr verlangen, als wir als Stadt selbst bereit sind, anzunehmen. Das ist für mich eine Frage des politischen Anstandes. Wir treffen diese wichtige Entscheidung für viele Kinder unserer Stadt für die nächsten 40 bis 60 Jahre. Ich lasse mich durch mein Versprechen leiten, für guten Schul-, Lern- und Lebensraum für alle Kinder in unserer gesamten Stadt einzutreten. Mein Einsatz gilt dem Bildungsstandort Rheda-Wiedenbrück und berücksichtigt im Gleichklang aller Schulen auch die gesamtgesellschaftlichen Aufgabenstellungen in unserer Stadt. Mit einem Gesamtblick auf alle unsere Schulen kann ich sagen, dass wir einen Standard rechtfertigen, der für jede einzelne unserer Schulen gilt und auch in Zukunft gelten wird. Nach Abschluss aller bereits beschlossenen und in den nächsten drei Jahren kommenden Schulbaumaßnahmen wird dies noch deutlicher zu sehen sein. Wegen der nun anstehenden Nachbesserung an der Gesamtschule wird keine einzige Maßnahme im gesamten Aufgabenkatalog unserer Stadt entfallen«.

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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