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Das Stadtgespräch September 2017

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8 Das Stadtgespräch KONZEPTLOSE SCHULPOLITIK Die Wähler stimmen am Tag der Bundes tagswahl ab Es ist unglaublich, dass die Stadtverwaltung und die Mehrheit des Rates die Wenneberschule nur deshalb schließen will, weil im Gebäude der Ernst-Barlach-Realschule nach ihrer Schließung ein Raumüberschuss besteht. Ohne diesen Raumüberschuss wäre die Stadtverwaltung nicht auf den Einfall gekommen, dem Stadtrat diesen von einem faktischen Zufall geprägten »Schuss aus der Hüfte« zu empfehlen. Bestände die Realschule in Rheda weiter, hätten die Stadtverwaltung und die Ratsmehrheit den Eltern, Kindern und Beschäftigten an der Wenneberschule die Angst um die Existenz ihrer anerkannt bewährten pädagogischen Heimat erspart. Jeder Pädagoge mit einem Herz für Kinder weiß, dass gerade kleine Grundschulen, wie eben die Wenneberschule, den Grundschülerinnen und Grundschülern eine bessere Lern- und Lebensheimat bieten als große Schulen. Die von dem Fachverwalter Dr. Georg Robra ausgesprochene Diffamierung der Klassenräume als zu klein, ungenügend und nicht ausreichend stimmt mit dem erlebten täglichen Unterricht einfach nicht überein. Die Räumlichkeiten sind absolut prädestiniert für einen kinderfreundlichen, modernen, inklusiven und differenzierten Unterricht. Das weiß jeder, der dort arbeitet und seine Kinder an diese Schule schickt. Offensichtlich ist der ausgewiesene Verwaltungsfachmann Dr. Georg Robra vor dem Hintergrund seiner früheren Sonderschullehrertätigkeit nicht mal selber so wirklich überzeugt von der pädagogischen, emotionalen und sozialen Wirkung großer Schulen auf die jungen Primarstufenschülerinnen und -schüler, denn er will im Gebäude der Realschule »kleine vertraute Einheiten« bilden. Aber wozu soll die Stadt Rheda-Wiedenbrück erst neue Einheiten schaffen, wenn durch die Wenneberschule diese von ihm vorgeschlagenen »kleinen vertrauten Einheiten« schon in täglich bewährter pädagogischer Qualität vorhanden sind. Am 24. September, dem Tag der Bundestagswahl, haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, beim Bürgerentscheid für den Weiterbestand der Wenneberschule und gegen diese von Zufälligkeit und Widersprüchlichkeit geprägte Schulpolitik in Rheda-Wiedenbrück zu stimmen. Zudem gewinnt die Entscheidung pro Wenneberschule an Bedeutung durch die Niederlassung des Online-Riesen Amazon vor den Toren von Rheda-Wiedenbrück. Schließlich brauchen die jüngeren Töchter und Söhne der erwarteten über 1000 Beschäftigten ja auch einen Grundschulplatz. Zensur? Bemerkenswert ist, dass das unter Leitung von Dr. Georg Robra stehende Schulamt die Elterninitiative um eine Präzisierung/ Korrigierung ihrer Stellungnahme zu dem Abstimmungsheft bittet, das alle stimmberechtigten Bürger u. a. mit der Wahlkarte bekommen. Statt längerem Schulweg für 85 % der Kinder hält es den Vermerk »für den überwiegenden Teil« vertretbar, weil »bezogen auf den gesamten Ortsteil Rheda (unter Einbeziehung von Andreasund Parkschule) sich der Weg für durchschnittlich 60 % aller Kinder verlängert. Betrachtet man nur Andreas- und Parkschule verkürzt sich der Weg für 54 % der Schüler.« Diese Anregung ist aber kein Präzisierungs- bzw. Korrekturvorschlag sondern de facto der Versuch einer Zensierung. Es ist das biregio-Gutachten selber, das für mehr als 85 % der potentiellen »Wennebären« eine Schulwegverlängerung bei einer Schließung ihres Schulstandortes feststellt. Selbstverständlich lange straße 30 | rheda-wiedenbrück | fon 0 52 42 - 71 76

9 ist die Elterninitiative bei ihrer Formulierung geblieben. Am 24. September geht es um die Zukunft der Wenneberschule. Podiumsdiskussion am 7.9. Es ist richtig und wichtig, dass die Elterninitiative an einer Podiumsdiskussion der Glocke zur Zukunft der Wenneberschule am 7. September, 19 Uhr, im Reethus, teilnimmt. Denn mit dem Bürger entscheid ist der Bürger gefragt sich zu informieren – und nicht mehr die Kommunalpolitik. Die Kommunalpolitiker hatten bis zur Ablehnung des Bürgerbegehrens in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause Zeit sich ausgiebig über dieses Thema zu informieren, Gelegenheit sich zu positionieren und die Bürger über ihre Sicht zu informieren. In der Schulausschusssitzung und eben dieser Ratssitzung hatten die Kommunalpolitiker zudem Zeit genug auf die hier von Elternsprecher Christian Schmelz vorgetragenen Argumente einzugehen. Sie haben diese Chance aber nicht wahrgenommen. Sie haben nicht einmal die Recherchen des Sprechers beim Regierungspräsidenten diskutiert. Aber als die Kommunalpolitiker mehrheitlich das Bürgerbegehren abgelehnt hatten, sprachen der Verwaltungsfachmann Dr. Georg Robra und der Schulausschussvorsitzende Volker Brüggenjürgen von Halbwahrheiten der Elterninitiative, die auf der nun für den 4. September anberaumten Schulausschusssitzung ausgeräumt werden sollen. Diese Schulausschusssitzung ist aber überflüssig. Denn die Schulausschusssitzung zur Vorbereitung der Ablehnung des Bürgerbegehrens und die anschließende Ratsdiskussion vor der formalen Entscheidung gegen die Zukunft der Wenneberschule boten ja bereits dafür das offizielle Forum. Sie haben aber wie schon bei der Vorlage der ersten Unterschriftensammlung die Elterninitiative nur reden lassen, aber nicht mit ihr diskutiert. Aus Sorge, den Bürger entscheid zu verlieren, wollen die Stadtverwaltung und die Mehrheit der Kommunalpolitik das nun nachholen. Aber sie haben selber die Würfel fallen lassen, die Ablehnung des Bürgerbegehrens rechtlich abgeschlossen. Dass die Elterninitiative sich nicht auf diese Ränke der Verwaltung und Rtasmehrheit einlässt ist nachvollziehbar. »Wer zu spät kommt, den bestraft eben das Leben!« Dass aber die Elterninitiative nicht die Auseinandersetzung mit Gegenargumenten scheut, beweist ihre aktive Teilnahme an der eingangs genannten Podiumsdiskussion. Dort werden ja auch der Verwaltungsfachmann Dr. Georg Robra und Sonja von Zons als Vertreterin seines Mitstreiters Volker Brüggenjürgen mit auf dem Podium sitzen und gerne auf die Positionen der Elterninitiative eingehen wollen. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind zur Teilnahme an dieser wichtigen Veranstaltung herzlich eingeladen. Raimund Kemper 6. Sept. 2017 dritter Frauenabend ab 18.00 Uhr Wir sind jetzt wieder für Sie da und gehen gleich wieder in die Vollen, mit neuen Herbstsachen von allen Messen dieser Welt. Am Nonenplatz 11 ___ 33378 Rheda-Wiedenbrück ___ Telefon: 05242-90 96 96 ___ Web: www.ladenimgarten.de Öffnungszeiten: Donnerstag & Freitags 10.00 - 18.00 Uhr ___ Samstag 10.00 - 16.00 Uhr

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