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Das Stadtgespräch September 2017

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34 seniorenzeitung

34 seniorenzeitung Das Stadtgespräch Auf der Parkbank SIE: Leben wir heute in einer Freizeitgesellschaft? ER: Wie kommst du denn darauf? SIE: Nun, wenn ich daran denke, wie lange früher in einer Woche gearbeitet wurde, von Montag bis sogar Samstag, und wenn ich das mit heute vergleiche, dann ist das ein himmelweiter Unterschied. ER: Fortschreitende Technik und nicht zuletzt unsere Gewerkschaften haben uns durch Arbeitszeitverkürzungen mehr Freizeit gebracht. SIE: Und wie nutzen wir diese freie Zeit? Brachte sie dem Einzelnen Vorteile? ER: Das kommt ganz allein darauf an, wie man mit dieser Errungenschaft umgeht. Der Eine quält sich nicht lange mit dieser Frage herum: Wenn er von der Arbeit kommt, dann zieht er seine Pantoffel an, setzt sich in der Fernsehsessel und lässt die Puppen tanzen. Mit einem Knopfdruck am Fernseher kommt sofort die ganz Welt ins Haus mit Musik und Tanz und Unterhaltung, mit Tingeltangel, Quatern und auch allerlei interessanter Sachen, was so und im allgemeinen zur Bildung gehört. Eine Flasche Bier dazu, und damit hat es sich mit dem Freizeitkonsum. Ist er damit nicht bestens versorgt? SIE: Das kann aber doch nicht alles sein. ...mitgehört und aufgeschrieben ER: Ist es auch nicht: Ein Anderer geht auf den Sportplatz, oder ins Kino oder ins Theater. Es gibt viele Möglichkeiten, die gewonnene Zeit tot zu schlagen. SIE: Aber wenn einer seine Zeit tot schlägt, dann ist sie auch tot und damit verloren. Was die Zeit wert ist, das wirst du erst richtig gewahr, wenn du alt wirst oder schon bist, denn du kannst die verlorene Zeit nicht wiederholen, sie ist einfach weg. ER: Eine ganz andere vernünftige Freizeitgestaltung ist, ein Buch zu lesen, einen Ausflug oder eine Reise zu machen oder etwas zu tun, was einem Freude macht, das bringt immer etwas für‘s Leben, und du bleibst gesund und zufrieden. SIE: Und das wünsche ich uns. © farbkombinat - Fotolia.com Erna und Berta »Ach Mensch, ich könnt so heulen, wenn ich mir meine Haare ansehe. Die Gerda, die hat immer so ‚ne schicke Frisur und ich mit meinem Fusselhaaren …? Es ist echt gemein.« »Meine Güte, wie war das noch? Ich wünsch mir die Kraft, zu ändern was ich ändern kann, mich mit dem abzufinden, was ich nicht ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. So! Es gibt so viele Mittelchen, um sich die Haare gefügiger zu machen, man braucht nur etwas mehr Zeit. Ich finde, wir haben allen Grund, zufrieden zu sein.« »Ja, ja, ich weiß ja. Wir sitzen warm und trocken und verhältnismäßig sicher hier. Aber wir sind alt und alles hat sich verändert. Ich las mal: ‚Ab 30 ist der Mensch für sein Gesicht selbst verantwortlich.‘ Und wenn ich manchmal im Vorbeigehen in den Spiegel sehe, guckt eine griesgrämige Alte raus. Das ist doch schrecklich.« »Na klar, aber auch zu ändern. Das liegt eindeutig bei dir. Außerdem, bei mir ist es doch nicht anders. Wir müssen eben versuchen, freundlicher zu sein auch zu uns selbst.« »Pah, das klingt wieder so nach Kalenderspruch « Sei wie das Veilchen im Moose, sittsam bescheiden und rein. Nicht wie die stolze Rose, die immer bewundert will sein.« »Nein, nein, nein. Sei wie die stolze Rose, selbstbewusst, glücklich und frei. Nicht wie das Veilchen im Moose, so dämlich, behämmert und scheu.« Das trifft meine Idee, den Griesgram auszuschalten viel besser.« »Na ja, es nutzt ja nichts, keiner wird zu uns kommen um uns aufzuheitern, das müssen wir schon selber versuchen.« »Genau. Blauer Himmel, Sonnenschein, da können wir jammern über die Hitze und die Trockenheit oder wir können schön im Schatten sitzen und die Wärme genießen.« »Und bei grauem Himmel und Regen kann ich über das schlechte Wetter schimpfen oder ich arbeite endlich im Haus alles auf, was da ewig liegen geblieben ist. Und was ist mit einem gelungenen Essen? Wenn mans geschafft hat, aus ein paar Zutaten etwas Schönes, Leckeres hinzukriegen, das macht doch richtig zufrieden.« »Und rund!« Wie in Omas Küche Jede Brombeere, die ins Glas wandert, jede Himbeere und jede Heidelbeere habe ich in Augenschein genommen. Die mische ich ganz nach meinem Gusto: Zweifrucht-, Dreifrucht-, Vierfrucht-Marmelade – alles mögliche in meiner Privatküche; alles nach meinem Geschmack. Wenn ich mir also die Mühe und Freude mache, Selbsteingemachtes zu produzieren – und später auch das ein oder andere Glas verschenken möchte -, dann beherzige ich die Grundregeln unserer Großmütter: immer nur frische, vollreife, gewaschene und geputzte Früchte und Gemüse einwecken; nie bei oder kurz nach dem Regen ernten, sonst ist zu viel Wasser auf dem Einmachgut und die Gefahr von Schimmel sehr groß; jede kleinste faule Stelle großzügig abschneiden, alles Angegammelte wegwerfen, sonst kann alles ruck zuck verderben. Das heißt also: frisches Obst immer sofort verarbeiten, dann kommt nichts um! Die Arbeitsgeräte und Einmachgläser müssen absolut sauber sein, damit weder Bakterien, Hefen oder Schimmel einen Nährboden finden. Schließlich geht es beim Einmachen darum, den Zerfallsprozess, dem jedes Stückchen Obst unterliegt, zu verlangsamen. Es müssen die Mikroorganismen absterben, die Giftstoffe produzieren können. Dies erfolgt durch Sterilisieren oder Pasteurisieren; dabei werden die Lebensmittel auf 70 bis 90 Grad erhitzt. Achtung! Bei Marmeladen und Gelees muss der Obstbrei oder Saft samt Gelierzucker unbedingt ausreichend lang sprudelnd kochen! Wollen Sie Ihrer Marmelade eine besondere Note, einen unverwechselbaren Geschmack geben – den es sicherlich so nicht im Supermarkt gibt -, dann können Sie beim Aufkochen unterschiedliche Zutaten hinzugeben. Mit ein paar Lavendelblüten oder einem Schuss Wodka bekommt meine Marillenmarmelade einen besonderen Pfiff. Chili, Ingwer, Zitronenthymian, Vanille, Limette, Rosenblüten, Nelken, Anis, Calvados – die Liste der Zutaten und Kombinationsmöglichkeiten ist fast grenzenlos. Experimentieren Sie ein bisschen und entwickeln Ihre eigenen Sorten ganz nach Ihrem Geschmack.

seniorenzeitung 35 3-Generationen- Wohnen Seit 2012 besteht der Pöstenhof in Lemgo aus 32 Wohneinheiten, die nach dem Schlüssel: 10 für Senioren, 10 für das Mittelalter und 10 für junge Familien mit Kindern vermietet sind. Diese 30 Interessenten bildeten als erstes einen Verein, der entschied, wer als Mieterin in der ersten Phase in Frage kam. So wird auch zukünftig für eine frei werdende Wohnung behandelt. Zusätzlich zu den 30 Wohnungen gibt es noch eine Tagespflegeeinrichtung, wo bei Bedarf die Pöstenhof- Bewohner auch selbst betreut werden können. Eine Wohneinheit kann als »Ferienwohnung« zusätzlich angemietet werden, wenn bei Besuch die eigene Wohnung platzmäßig nicht reicht. Alle anfallenden Arbeiten für laufende Instandhaltung und Pflege sollen in Eigenregie ausgeführt und freiwillig geleistet, denn alle Mitglieder helfen sich untereinander, doch wer seine Zeit nur für sich braucht, muss sich nicht zwingend einbringen. Jung und Alt leben wie in einer großen Familie zusammen, doch Jeder kann dort nach seinen eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen leben. Mehr dazu unter www.pöstenhof.de Erkenntnisse Shakespare sagte: ich fühle mich glücklich, weißt du warum? Weil ich nichts erwarte, denn Warten und Hoffen ist immer schmerzhaft. Alle Probleme haben einen Sinn und eine Bedeutung. Wir werden immer Menschen treffen, denen wir egal sind, auch wenn sie sagen wir wären wichtig. Es ist wichtig, stark zu sein, denn nach jedem Dunkel und Fallen im Leben kommen auch wirklich gute Dinge. Es existieren keine schlechten Dinge. Sei immer glücklich und lache. Erinnere dich, lebe für dich. Denke daran, atme. Bevor du redest, höre zu. Bevor du schreibst, überlege. Bevor du antwortest, höre zu. Bevor du stirbst, lebe. Bevor du etwas tust, beobachte. Eine schöne Beziehung ist nicht die mit der perfekten Person, sondern mit der Person, mit der du lernst zu leben. Mit seinen Fehlern, achte sie. Sonst wirst du irgendwann bereuen, sie verloren zu haben. Und es wird weh tun. Wenn du glücklich sein willst, lebe glücklich. Achte auf die guten Menschen um dich, denn du bist einer von ihnen. Erinnere dich, wenn du es am wenigsten erwartest wird es jemanden geben, der dein Leben schöner macht. Zerstöre niemals deine Persönlichkeit für Menschen, die nur vorübergehend da sind. Eine starke Person versucht ihr Leben in Ordnung zu lassen. Auch mit Tränen in den Augen stellt sie sich auf und sagt mit einem Lächeln: es geht mir gut Seit 50 Jahren Farbfernsehen Am 25. August 1967 drückt der Außenminister Willy Brandt einen roten Knopf. Was folgt, ist glücklicherweise kein Raketenabschuss, sondern die Einführung des Farbfernsehens in Westdeutschland. Vor 50 Jahren konnte die Politik somit also noch wirklich etwas bewegen, in der ehemaligen DDR zieht dieses 2 Jahre später nach. Mit einem symbolischen Knopfdruck soll auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin das Farbfernsehen eingeführt werden. Tatsächlich wird der Bildschirm schon bunt, kurz bevor Willy Brandt den Knopf drückt. Doch die kleine Panne fällt kaum ins Gewicht. Schließlich gibt es damals nur etwa insgesamt 6000 Farbfernseher. Deren stolze Besitzer können nun erstmals »Der goldene Schuss« mit Vico Torriani in Farbe sehen. Das Farbfernsehen setzt sich nur langsam durch. Das liegt auch an den hohen Gerätepreisen, kostet doch ein Farb-TV halb so viel wie ein VW-Käfer. Zudem werden die meisten Sendungen weiterhin in schwarz-weiß ausgestrahlt – sogar die Mondlandung. Erst die Olympiade 1972 und die Fußball-WM 1974 bewegen die sparsamen Deutschen dann in stärkerem Umfang zum Kauf von Farbfernsehern. gelesen in der SoVD Zeitung 07/17 Leben allein ist nicht genug: Sonne, Freiheit und eine kleine Blume braucht man auch. >Hans Christian Andersen< Impressum Seniorenzeitung: Verantwortlich für den Inhalt ist der Seniorenbeirat der Stadt Rheda- Wiedenbrück. Ständige Mitarbeit: Christa-Maria Bank, Margret Kohler, Vroni Korsmeier, Carola Linnemann, Hans Dieter Wonnemann Koordination: Arnold Bergmann Rathausplatz 13 33378 Rheda-Wiedenbrück E-Mail: seniorenbeirat@rh-wd.de Schreiben Sie uns, wir antworten bestimmt

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