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Das Stadtgespräch September 2017

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20 Das

20 Das Stadtgespräch AB 2019 AMAZON-LOGISTIKPARK OST-WESTFALEN IN DER AUREA Fragwürdige Standortpolitik der AUREA-GmbH Die Verärgerung über die Bevorzugung eines auswärtigen Investors durch den Aufsichtsrat der AUREA-GmbH ist groß. Dieser hat bekanntlich mehrheitlich dem Verkauf eines 15 ha großen Grundstücks aus dem zweiten Bauabschnitt des interkommunalen Gewerbegebietes der Kommunen Rheda-Wiedenbrück, Oelde und Herzebrock-Clarholz an den britisch-amerikanischen Projektentwickler IDI Gazeley zugestimmt. Damit stehen in der AUREA noch 13 ha für die Vermarktung zur Verfügung. Wie dem Westfalen-Blatt am 16. August zu entnehmen ist, befinden sich unter den Befürwortern ebenfalls Vertreter aus dem Stadtrat Rheda-Wiedenbrück. Der Projektentwickler verfügt seit sieben Jahren über eine Option auf das Areal. Er plant nun auf dem an der Oelder Straße gelegenen Gelände die Errichtung eines 50.346 Quadratmeter großen Logistikzentrums für den Online-Händler Amazon unter dem Namen »Logistikpark Ost-Westfalen«. Das Investitionsvolumen beträgt rund 200 Millionen Euro. Bis zu 2000 neue Arbeitsplätze könnten entstehen. Die Fertigstellung ist voraussichtlich in 2019. Es ist aber seit langem – auch bei der AUREA-GmbH – bekannt, dass auf eben diesem Gelände die Tönnies-Holding eine neue Rinderschlachtung errichten wollte. Die AUREA-Vertreter aus Rheda- Wiedenbrück hätten sich mit Vehemenz für die Realisierung dieses Projekts einsetzen müssen, zumal der heimische Tönnies-Konzern als größter Steuerzahler Hervorragendes für den Wirtschaftsstandort Rheda-Wiedenbrück leistet und für einen Geldsegen im städtischen Haushalt sorgt. Es ist noch lange nicht sicher, ob auch die Firma Amazon hier vor Ort für ihre neue Filiale zwischen Rheda-Wiedenbrück und Oelde Steuern zahlen wird, wie der Fraktionsvorsitzende der CDU, Uwe Henkenjohann befürchtet. Sollte aber IDI Gazeley aufgrund der gewährten Option ein absolutes Vorkaufsrecht zugestanden haben, wäre es eine eigentlich selbstverständliche Verpflichtung der AUREA-GmbH gewesen, die Firma Tönnies sofort nach Bekanntwerden ihrer Planungen darüber zu informieren. Zumindest hätten die Aufsichtsratsmitglieder aus dem Rat und der Stadtverwaltung von Rheda-Wiedenbrück für diese Transparenz sorgen müssen. Schließlich sind der Rat und Der Logistikpark Ost-Westfalen liegt oberhalb des Reiterhofes Reiling. die Stadtverwaltung dafür verantwortlich, zuverlässige Rahmenbedingungen für die Absicherung und Förderung der heimischen Unternehmen zu schaffen. An dieser Stelle wäre es an der Zeit gewesen, die dafür erforderliche vertrauensvolle Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Kommune unter Beweis zu stellen und sich nicht hinter der Verschwiegenheit der Aufsichtsratssitzungen und der Drittelparität des Aufsichtsrats zu verschanzen. Wir befragten zu dem Vorgang die Pressestelle der Firma Tönnies. Hier das Statement von Pressesprecher Markus Eicher: »Wir waren stark interessiert an dem in Frage stehenden Areal. Wir hatten schon intensive Detailplanungen gemacht für den Aufbau einer Produktion an diesem Standort. Das wussten auch alle Entscheidungsträger. Die Entscheidung bedeutet für uns nun, dass wir diese Aktivitäten an © IDI Gazeley andere Standorte außerhalb der Region verlagern müssen und werden. Das ist schade für die Region, aber damit werden wir umgehen. Wir sind nicht verärgert über die Tatsache, dass ein anderes Unternehmen den Vorzug erhalten hat. Wir befinden uns da immer in einem Wettbewerb. Wir sind aber sehr verwundert und auch enttäuscht über die Art und Weise der Vergabe und vor allem die Kommunikation mit uns. Es gab offensichtlich Absprachen, die bedeuteten, dass ein Unternehmen ein Kaufvorrecht hat. Wenn dieses Vorrecht gezogen wird, muss das Areal dorthin vergeben werden. Andere Interessenten hatten dann keine Chance mehr. Wir wussten davon lange Zeit nichts und wurden sehr spät damit konfrontiert. Ansonsten hätten wir unsere Planungen sicherlich anders gestaltet«. Raimund Kemper WINKELSCHLEIFER AG 10-125 BIS ZU 8 STUNDEN LAUFZEIT Merkmale: - Kraftvoller und kompakter 1010 Watt Winkelschleifer mit 125 mm Scheibendurchmesser - Staubgeschützter ProTector-Motor für eine lange Lebensdauer - Große Trenntiefe durch flachen kompakten Metallgetriebekopf - Spindelarretierung für einfachen Scheibenwechsel - Schutzhauben-Schnellverstellung Lieferumfang Netzkabel 4 m, Schutzhaube, Zusatzhandgriff, Spannsatz 99.- € Preis zzgl. MwST. Nur solange der Vorrat reicht! Rietberger Str. 9 Rheda-Wiedenbrück Telefon: 05242 579 19-0 Fax: 05242 579 19-20 Internet: www.niehof.de Täglich durchgehend von 7.00 - 18.00 Uhr Sa. 8.00 - 13.00 Uhr GmbH

21 VERKEHRSPROBLEME IM BAHNHOF »Gehirn einschalten« Radfahrer contra Fußgänger. Beide Gruppen kommen sich in der Stadt häufig ins Gehege. Ob auf den Wegen der Flora, an der Hauptstraße, auf der Wilhelmstraße. Fußgänger und Radfahrer müssen sich einen gemeinsamen Weg teilen. Das geht nicht immer gut und ist in Zeiten schneller werdender (Elektro-)Radler nicht mehr zeitgemäß. Auch im fertigen Bahnhof Rheda geraten Bahnreisende zu Fuß mit Radlern aneinander. Wer sich einige Minuten in den Bahnhofstunnel stellt, sieht die Zweiradfahrer durch die Bahnsteigunterführung rauschen. Türöffner machen es möglich Dank elektrischer Türöffner brauchen Radfahrer nicht einmal abzusteigen, um das Innere des Bahnhofs zu erreichen, sie fahren ungebremst durch den langen Tunnel. Andere Bahnkunden müssen für sie mit aufpassen und können sich nicht mehr ungehindert auf dem Gelände bewegen. Von hinten oder von vorne oder gleichzeitig wird der rund 50 Meter lange Gang zwischen Hauptgebäude und den Bahnsteigaufgängen von Radfahrern beansprucht. Dabei ist das Radfahren im Bahnhof verboten. Das zeigen am Haupteingang gleich drei Schilder und nochmal eines in Höhe der Fahrkartenautomaten. »Hinweise werden ignoriert« »Uns ist das Problem bekannt«, sagte ein Sprecher der Bundespolizei dem Stadtgespräch und er wurde noch deutlicher: »Die Leute sollen ihr Gehirn einschalten, die Hinweisschilder werden komplett ignoriert«. Verhindern könne die Bundespolizei das Radfahren im Bahnhof nicht, obwohl sie auf Bahnhöfen für die Sicherheit zuständig ist. Sollte jedoch ein Fußgänger gefährdet werden, seien 10 Euro Strafe fällig, sagte der Sprecher der Bundespolizei Münster. Dazu werde es einzelne Kontrollaktionen im Bahnhof Rheda geben, kündigte er an. Darüber hinaus sei auch die Gefahr im Bahnhofstunnel »DB-Sicherheit« zuständig. Die Sicherheitsmitarbeiter hätten das Hausrecht und könnten eingreifen. »Punktuelle Überwachung« Wir haben die Deutsche Bahn auf das Radraserproblem im Bahnhof angesprochen. Schriftlich teilte uns dazu die Pressestelle in Düsseldorf mit: »Gemeinsam mit dem Ordnungsamt der Stadt, der Bundespolizei und der DB Sicherheit werden punktuell Überwachungen des Tunnels vorgenommen und die Übertretung des Durchfahrtsverbot dann geahndet. Technische Barrieren sind hier nicht einsetzbar, denn sie würden die Barrierefreiheit einschränken oder verhindern. Grundsätzlich wird der Zugang von der Stadt betrieben. Wir appellieren an die Radfahrer, Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer zu nehmen und das Radfahren im Tunnel zu unterlassen«. Fehlende Verbotsschilder Alle Hoffnung liegt also auf der Einsicht der Radler. Von uns angesprochen sagte zum Beispiel einer von ihnen: »Am Hinterausgang hängt gar kein Hinweis auf das Fahrverbot für Radfahrer!« Da hat er Recht! Aber kann man schon allein deswegen durch den Tunnel fahren, komme, wer da wolle? Wir fragen nicht, ob sich die Radler in Gegenrichtung an das Verbot halten, denn da gibt es ja gleich mehrere Schilder... Radfahrer contra Fußgänger. Vielleicht würde es ja etwas bringen, wenn man den Bahnhofstunnel zum Radweg erklärt und Schilder aufhängt, mit denen man Fußgänger auf Zweiräder aufmerksam macht. Dann wüssten dann die Fußgänger zumindest was im Bahnhofstunnel auf sie zukommt.

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