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Das Stadtgespräch September 2016

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34 Das

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35 die außerplanmäßige Landung entschlossen. Der Empfang auf dem Flughafen Berlin-Schönfeld fiel dann nicht sehr herzlich aus, denn Beamte der Bundespolizei nahmen die alkoholisierten Männer aus South ampton erst einmal fest. Für das juristische Nachspiel war es von großer Bedeutung, dass ein Handy-Video eines Passagiers zeigt, was sich während des Flugs genau abgespielt hat. Und das war allerhand, denn die Männer begnügten sich nicht mit Brüllen und Gesang, sondern pöbelten, schubsten sich herum und wurden gegenüber Passagieren, die zu schlichten versuchten, sogar handgreiflich. Nun müssen die Männer mit Ordnungswidrigkeitsanzeigen rechnen. Das kann bis zu 25.000 Euro kosten. Dazu können noch die zivilrechtlichen Rechnungen kommen. Und die sind noch erheblicher, denn wenn zum Beispiel ein großes Flugzeug bei einer außerplanmäßigen Landung Kerosin ablassen muss, um für die Landung nicht zu schwer zu sein, muss auch das bezahlt werden. Auch entstehen zusätzliche Landegebühren und die übrigen Passagiere können Kompensationszahlungen erwarten. Laut Angaben der internationalen Luftverkehrsvereinigung IATA kostete der Abbruch eines Transatlantikflugs im Jahre 2011 rund 200.000 Dollar, also nach heutigem Stand rund 180.000 Euro. Wer zahlt die Zeche? Wer wie ich ein naives Rechtsempfinden hat, der meint, der Verursacher müsse auf jeden Fall für die entstandenen Kosten aufkommen. Doch dem ist bei weitem nicht immer so, denn rund 40 Prozent der Flugzeuge sind heutzutage geleast. Das bedeutet, dass eine Maschine einer deutschen Airline in Irland zugelassen ist. Wenn also diese Maschine ungewollt zwischenlanden muss, dann wird nach internationalem Luftrecht dem Land Rechtshilfe gewährt, in dem das Flugzeug zugelassen ist. Ob Irland ein Interesse hat, für einen deutschen Flieger in einen Rechtsstreit zu gehen, ist dann aber doch sehr die Frage. Also bleiben die Fluggesellschaften oft auf den Kosten sitzen. USA – harte Strafen Die amerikanische Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration ist dagegen weniger zimperlich. Während europaweit eine Gelbe Karte für randalierende Passagiere eingesetzt werden soll, verhängen die Amis schon jetzt saftige Strafen. Dieses recht konsequente Verfahren bekam ein Passagier zu spüren, der offenbar angetrunken versucht hatte, eine Stewardess für sich zu gewinnen, unter anderem mit der Äußerung, er habe da eine Überraschung für sie in der Hose. Die Überraschung kam dann jedoch für ihn, als er nämlich zu eintausend Dollar (also rund 900 Euro) Bußgeld verknackt wurde. Das war dann vergleichsweise noch günstig. Das Vierfache musste ein Passagier hinlegen, der mit bloßem Oberkörper Obszönitäten schreiend viermal versuchte, sich eine Zigarette anzuzünden. Rund 20.000 Euro kostete es einen Mann, der im Landeanflug auf Seattle aufsprang, durch die erste Klasse sprintete und versuchte, ins Cockpit zu stürmen. Er wurde eingefangen, startete einen zweiten Versuch und biss sich im Co- Piloten fest, der daraufhin mit blutendem Arm in die Notaufnahme musste. Den Vogel abgeschossen hat jedoch ein Passagier, der sich von der Stewardess nichts sagen lassen wollte. Als sie auf ihre Anweisungen bestand, drückte er sie gegen die Notausgangstür, die er zu öffnen versuchte, um die Stewardess herauszuwerfen – mitten im Flug von Houston nach Chicago. Die Tür bekam er nicht auf, aber die Rechnung belief sich für den Mann, der in Handschellen abgeführt wurde, auf schlappe 35.000 Euro. Da nützt dann der günstige Charterflug wenig. PREMIERE AM 24.09.2016!¹ WIR LADEN EIN! Abb. zeigt Sonderausstattungen. UNSER BARPREISANGEBOT für den Opel Mokka X Selection, 1.6 ecoFLEX, 85 kW (115 PS) Start/Stop Manuelles 5-Gang-Schaltgetriebe schon ab 18.990,00 € Kraftstoffverbrauch in l/100 km, innerorts: 8,6-8,5; außerorts: 5,6-5,5; kombiniert: 6,7-6,6; CO 2 -Emission, kombiniert: 155-153 g/km (gemäß VO (EG) Nr. 715/2007). Effizienzklasse D

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