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Das Stadtgespräch Rheda-Wiedenbrück Ausgabe Februar 2020

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Viel Spaß beim digitalen Lesen der Februar-Ausgabe vom Stadtgespräch.

Schwedenrätsel

Schwedenrätsel einerlei; gleichartig Ärger, Wut Tierlippe Wunddesinfektionsmittel Brauch, Sitte (lateinisch) Fahrradsitz Insel der Kleinen Antillen wirklich Gespenst sprödes Metall junges Rind Lösungswort: Sudoku leicht Asiat, Kaukasier Pflanzenkrankheit Saiteninstrument Spion, Spitzel mit der Hand greifen, fassen bevor 8 5 ganz, vollständig jap. Blumensteckkunst deutsche Filmdiva (Hildegard) Sinnlichkeit russische Stadt an der Oka kleines Klappfenster ein Marder grob, ungehobelt Schreitvogel, Sichler gänzlich, unvermindert kurze Unterhose (engl.) franz. Autor (Marquis de ...) Kosmetikfarbe für die Augen Affe, Weißhandgibbon mechan. Getriebe in Zeitmessern Teilgebiet des Bauwesens Nadelbaum Ruhepause chem. Element, Seltenerdmetall Gauner, Spitzbube bestimmender Grund, Umstand Kfz- Zeichen Oldenburg Schulabschlussprüfung (Kzw.) span. Eroberer (Hernando) mittel 1 Name Gottes im Islam Monatsname 2 6 großer Behälter, Fass 7 (griech.) 3 schwed. Poplegende Blutgefäß Zufluchtsort Lastenheber vordringlich Manuskriptprüfer 1 2 3 4 5 6 7 8 4 Bruder d. Mutter oder des Vaters Raumfahrtbehörde der USA Technik: Verbindungsstück nachhallender Ton, Klang heiter, vergnügt Wachszellenbau der Bienen edle Blume griechische Göttin ugs. für nein Mensch, der etwas stiehlt auf diese Weise zarte, anmutige Märchengestalt Haushaltsplan Absonderung, Getrennthaltung Gebirgsmulde Grieche Kartenorakel Unser Lösungswort vom letzten Mal: Adventskrämchen Tragen Sie in die leeren Felder die Ziffern 1 bis 9 so ein, dass in jeder Zeile, jeder Spalte und jedem 3-x-3-Gebiet jede der Ziffern 1 bis 9 genau einmal vorkommt. 52 Das Stadtgespräch

R Redensarten auf den Grund gegangen Das hat doch Hand und Fuß! Wenn etwas Hand und Fuß hat, dann ist es so, wie es sein sollte. Aber warum werden diese Körperteile genannt? Eigentlich hat doch jeder Hand und Fuß. Wenn der ganze Ausspruch verneint wird, dann kommen wir dem Ursprung der Redensart auf die Spur: das hat doch weder Hand noch Fuß. Wie so viele Redensarten, die für sich genommen heute gar keinen Sinn mehr ergeben, stammt diese Redensart aus vergangenen Zeiten. In diesem Fall aus dem Mittelalter, um es genauer zu sagen. Die mittelalterliche Gerichtsbarkeit war nicht wirklich fein differenzierend. Mildernde Umstände, Bewährungsstrafen oder Pflichtverteidiger waren unbekannt. Die Strafen für Verbrechen waren deutlich und bestanden vor allem aus Körperstrafen, also Züchtigungen aller Art, oder Leibesstrafen, sprich den gerichtlich angeordneten Verstümmelungen oder gar dem Tod. Vor einem heutigen europäischen Hintergrund gesehen, waren diese Strafen natürlich unfassbar brutal – in Saudi Arabien und anderen Ländern wird das leider noch immer anders gesehen. Vor dem mittelalterlichen Hintergrund gesehen, waren manche Strafen jedoch ausgesprochen human, denn schließlich verlor der Verbrecher nicht gleich sein Leben, sondern »nur« einen Körperteil. Und welchen Körperteil das betraf, war damals keineswegs willkürlich, sondern mit Bedacht gewählt. Dabei war das Rechtsverständnis zwar nicht überall gleich, was aber eine deutliche Sprache sprach, war das Abschlagen einer Hand und eines Fußes. Bei Rechtshändern waren es die rechte Hand und der linke Fuß. Das war wiederum kein Zufall, denn ein so Bestrafter konnte kein Pferd auf die herkömmliche Art und Weise besteigen, nämlich mit dem linken Fuß im linken Steigbügel. Schon gar nicht konnte er mit rechts eine Waffe führen, wie es ein Mann von Ehre und Stand können musste. Er hatte also dadurch, dass er weder Hand noch Fuß hatte, seine Wehrhaftigkeit eingebüßt. Warum sich der Ausdruck über so viele Jahrhunderte bewahrt hat, mag an der Paarformel »Hand und Fuß« liegen, die sich auch bei außer Rand und Band, Hals über Kopf oder dem nicht mehr so geläufigen Acht und Bann findet. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer Wo wir schon mal bei der Hand 1Bald ohne Hand und Fuß sind: Für den lege ich meine Hand ins Feuer. Diese Redensart, die besagt, dass ich für die Redlichkeit eines anderen bürge, ist zum Glück heute nicht mehr wörtlich zu nehmen. Auch diese Redensart hat ihren Ursprung in der mittelalterlichen Rechtsprechung. In der gab es nämlich das sogenannte Gottesurteil, das wir aus den Ritterfilmen kennen. Bereits im Hohen Mittelalter so gut wie gar nicht mehr praktiziert, ging es doch darum, dass zwei Ritter ihre Ehre, und damit oftmals ihr Leben, denn schließlich ging es bei diesen Streitigkeiten ebenfalls um Verbrechen, durch den Zweikampf wiederherstellen konnten. Wer den Zweikampf überlebte, war offenbar von Gott als Sieger anerkannt und daher unschuldig. Etwas weniger dramatisch, aber immer noch unangenehm genug und äußerst schmerzhaft, war die sogenannte Feuerprobe. Dabei wurde die Hand buchstäblich ins Feuer gehalten. Wenn sie nicht verbrannte, war man unschuldig. Manchmal wurde jedoch auch geschaut, wie schnell die Wunde verheilte. Schwache Verbrennungen und schnelles Verheilen war natürlich der Beweis für göttliche Gnade, bei schweren Verbrennungen und langsamem Heilprozess war die Schuld eindeutig. Angesichts solcher Praktiken vermindert sich bei vielen vielleicht die Mittelalter-Begeisterung, obwohl ich dafür meine Hand nicht ins Feuer legen würde! Das Stadtgespräch 53

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