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Das Stadtgespräch Rheda-Wiedenbrück Ausgabe Februar 2020

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Viel Spaß beim digitalen Lesen der Februar-Ausgabe vom Stadtgespräch.

nimmt Kontakt zu dem

nimmt Kontakt zu dem erfolgreichen Schriftsteller Tony auf. Der war nämlich damals als Greenhorn-Reporter am Fundort, einem abgelegenen Bergsee. Bald stellt sich heraus, dass Tony als junger Lokalreporter diesen aufsehenerregenden Bericht nicht zufällig statt einer erfahrenen Kollegin zugeteilt bekam. Gemeinsam mit Tony macht sich Sib auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei stoßen sie schnell auf ein dunkles Geflecht aus Lügen, Eifersucht und Verrat, Drogen, Okkultismus und Wahnsinn – und stellen mit Entsetzen fest, dass Erika nicht das einzige Opfer war. Auch sie selbst schweben bald in Lebensgefahr. Erschienen ist »Der Wanderer« als Penguin Paperback, 375 Seiten, 15 Euro. Nicci French »Was sie nicht wusste« Und dann ist da noch der neueste Krimi des britischen Autorenduos Nicci French. Dessen Psychothriller verkauften sich weltweit nicht weniger als acht Millionen mal und wer »Was sie nicht wusste« gelesen hat, erschienen bei C.Bertelsmann, 445 Seiten, 16 Euro, der weiß warum. Nicht dass das nicht zuvor schon klar war, denn alle acht Bände um die Geschichte der Psychologin Frieda Klein wurden mit Ungeduld erwartet. Wie in den Frieda-Klein-Krimis ist auch in dem neuesten Roman der Schauplatz des Geschehens London. Allerdings ist das Leben der Neve Conolly eher durchschnittlich. Ihre Arbeit verfolgt die Mitvierzigerin auf sehr zuverlässige Art und Weise. Als Mutter kümmert sie sich um die Sorgen und Nöte ihrer drei Kinder, notfalls auch gegen deren Willen, wie das gute Mütter halt so machen. Und ihre Ehe mit Fletcher läuft zwar nicht besonders glatt, was nach 20 Jahren Beziehung dann auch nicht so erstaunlich ist. Aber immerhin ist die Luft keineswegs raus. Auch herrscht tiefe Vertrautheit zwischen den beiden. Dennoch setzt sie ihr Familienleben aufs Spiel, als sie sich mit Saul einlässt. In aller Heimlichkeit trifft sie sich mit ihm in seinem kleinen Apartment, das er, der Familienvater und erfolgreiche Unternehmer, in London angemietet hat. Für den Fall, dass er mal länger arbeiten muss und der lange Weg ins große Haus im Vorort nicht mehr lohnt. Oder wenn er sich eine kurze Eheauszeit nimmt. Doch als Neve eines Morgens zu ihm radelt, ja London ist in den letzten Jahren zur Radler-Metropole geworden, findet sie ihn erschlagen in seiner Wohnung. Und Neve entscheidet spontan, dass sie ohnehin nichts mehr für ihn tun kann. Warum dann ihre und auch Sauls Familie kaputt machen? Kurzentschlossen zieht sie Spülhandschuhe über und beseitigt alle Spuren ihrer Anwesenheit, von der Bettwäsche der Nacht zuvor, über das Geschirr und sämtliche Bad-Utensilien, die sie in Gebrauch hatte. Auch die wenigen Kleidungsstücke, die sie dort deponiert hatte, nimmt sie in dem großen Plastiksack mit, als sie wieder verschwindet. Doch noch bevor die Polizei sich einschaltet, versucht Neve herauszubekommen, wer Saul ermordet hat. Daran hat auch der erfahrene und kluge Ermittler Detective Inspector Alastair Hitching ein lebhaftes Interesse. Nach und nach ergeben sich für Neve, Hitching und die Leser jede Menge Aha-Momente. 48 Das Stadtgespräch

DVD-Tis Game of Thrones Finale Staffel (8) Als es nur ARD und ZDF gab – und vielleicht noch RTL, da war es relativ einfach, Serien zu finden, die wirklich so gut wie jeder kannte. Abzulesen war das oftmals daran, dass alle die Erkennungsmelodie erkannten und nachsummen konnten. Sowas wird heute schnell als Kult bezeichnet und ist logischer Weise bei dem überwältigenden Angebot an Sendern, Sendungen und entsprechender Serien ziemlich selten geworden. Aber immer mal wieder gibt es Kultserien und die erfolgreichste ist wohl Game of Thrones. Allein schon auf dem amerikanischen Markt. Insgesamt erhielt sie 161 Emmy Nominierungen. Der Beginn der fünften Staffel wurde in 170 Länder ausgestrahlt, wenn auch nicht überall in der freizügigen Originalfassung, wobei die Brutalität mancher Szenen offenbar weniger gestört hat als die Sexszenen. Nach sieben Staffeln und ebenso vielen Jahren ging die Serie, die für den amerikanischen Pay-TV Sender HBO mit einem Budget gedreht wurde, das Kritiker von Verhältnissen wie im Alten Rom sprechen ließ, 2019 ins achte Jahr mit der achten Staffel. Die Macher des Fantasy Epos’, das auf den Romanen »Das Lied von Eis und Feuer« von George R. R. Martin basiert, hatten mit dem überwältigenden Erfolg nicht gerechnet. Doch offenbar hat die ans Mittelalter angelehnte Welt den Nerv der Zeit getroffen mit seinen unterschiedlichen Völkern, die neben allen möglichen Sitten und Gebräuchen sogar eigens für die Serie erfundene Kunstsprachen gebrauchten. Auch überzeugten die zum Teil überraschend vielschichtigen Figuren, die Intrigen, Kampfszenen, die Sexszenen und wohl auch die diversen Grausamkeiten sowie die übersinnlichen Elemente. Und auch wenn die achte Staffel von eingefleischten Fans als enttäuschend empfunden wurde, schließt sie doch ein beachtliches Projekt ab. Insgesamt gibt es noch sechs Folgen zu sehen, wobei eine davon so gut wie ausschließlich aus einer großen Schlacht besteht. Das muss man nicht mögen, wohl aber die Überraschungen, die auch diese Staffel wieder bereit hält. Line of Duty Keinen Kultstatus hat »Line of Duty« und wird ihn wohl auch niemals erreichen. Was aber keineswegs bedeutet, dass diese Serie nicht sehenswert wäre. Jedenfalls für Liebhaber gut gemachter Krimis. Und die wissen es zu schätzen, wenn die Trennung zwischen Gut und Böse nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist. Außerdem gibt es natürlich in der britischen Serie keine fliegenden Drachen. Dafür aber durchaus auch Intrigen, wie sie wohl in jeder Firma und jeder Behörde vorkommen. Konfliktpotential gibt es von Beginn an jede Menge, denn es geht um die Anti Corruption Unit 12, kurz AC 12, die sich, der Name sagt es bereits, gegen die Korruption wendet. Allerdings nicht gegen die Korruption im Allgemeinen, sondern gegen die innerhalb der Polizei. Ted Hastings ist der Boss der Einheit, die bei uns wohl die interne Ermittlung darstellt. Es liegt in der Natur der Sache, dass die AC 12 keineswegs beliebt ist, denn die Verbrecher hassen sie natürlich. Aber auch die Polizeikollegen beäugen sie mindestens mit Misstrauen. Und so sind nicht alle Mitarbeiter der AC 12 freiwillig im Team. Steve Arnott ist regelrecht strafversetzt, weil er sich geweigert hat, einen fehlgeschlagenen Anti-Terror-Einsatz zu vertuschen. Doch die Helden der AC 12 sind selbst nicht allein good cops, nicht selten haben auch sie keine blütenreine Weste, vor allem weil die Leute, die sie unter die Lupe nehmen, ebenfalls vom Fach sind. Als solche wissen sie, wie man sich schützt und wie man eigene Missetaten vertuscht, ohne ins Visier der Ermittler zu geraten. Einziger Kritikpunkt der einzelnen Folgen der erfolgreichsten Serie, die die BBC produziert hat, seit es Konkurrenz von den Privatsendern gibt, ist die Kürze der Folgen und die Tatsache, dass man auf die nächste Folge eine Woche warten muss. Doch das kann man ja ganz schnell umgehen, wenn man sich die DVDs besorgt, die es mittlerweile für die Staffeln 1 bis 4 in einer Box gibt. Staffel 5 ist ebenfalls auf DVD erhältlich und die BBC produzierte gerade die Staffel 6. Dem Line of Duty-Marathon steht also nichts mehr im Wege – sogar bei Bedarf im Originalton, wodurch das Ganze noch englischer wirkt, als sowieso schon. 10.1.20: Kater Trüffel in Rheda, Nähe Bahnhof, entlaufen/vermisst. 4 weiße Pfoten, weißer Latz, weißer Fleck am Bauch. Tel. 0177-4294401 od. Tasso, Tel. 06190-937300. Kenn-Nr. 6.538.421 Das Stadtgespräch 49

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