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Das Stadtgespräch Rheda-Wiedenbrück Ausgabe Februar 2020

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Viel Spaß beim digitalen Lesen der Februar-Ausgabe vom Stadtgespräch.

M Mein Stück Stadthalle

M Mein Stück Stadthalle Portrait-Serie 1Ob Elbphilharmonie, Stadtschloss Berlin oder wie hier die Stadthalle Rheda-Wiedenbrück, Uwe Ettrich kennt sich aus, wenn es um Parkett, große Flächen und Perfektion geht. 1Er ist mit Leidenschaft Parkettlegermeister. Uwe Ettrich’s besonderes Faible sind die komplzierten Anfertigungen. Von Andreas Kirschner Rheda- Wiedenbrück bekommt eine neue Stadthalle und an dieser Stelle kommen Menschen zu Wort, die an ihrem Entstehen beteiligt sind. Jeder von ihnen präsentiert sein »Stück« Stadthalle. Der Eröffnungstermin ist schon in Sicht, als Uwe Ettrich Anfang Januar für mich seinen langen Arbeitstag unterbricht. Sein Arbeitgeber Bodentechnik Kretzschmar ist spezialisiert auf Parkettböden in öffentlichen Räumen und er erzählt mir, wie er Eichenparkett in der Stadthalle verlegt. Andreas Kirschner: Was ist Ihre Funktion beim Bau der Stadthalle? Uwe Ettrich: Ich bin als Vorarbeiter für das Parkett auf der Baustelle verantwortlich. Ich habe letztes Jahr meinen Parkettlegermeister gemacht und bin seit meiner Ausbildung mittlerweile 20 Jahren in dem Beruf tätig. Von den Vorarbeiten, dem Verlegen, Schleifen bis zum Versiegeln decken wir das komplette Programm ab. Hier verlegen wir eine Hochkantlamelle aus Eiche, die sehr strapazierfähig ist. Bei der Lebensdauer von einem solchen massiven Parkett sind wir ungefähr bei 100 Jahren. Mit 22 mm Stärke kann man das mindestens 10 mal abschleifen. Das langt. Andreas Kirschner: Was ist Ihr 1Rundungen und Dehnungsfuge aus Kork sind sauber angearbeitet. Bei genauer Betrachtung fasziniert das Zusammenspiel aus Präzision, metallischem Glanz und Wärme des Eichenholzes. persönliches Lieblingsstück beim Bau der Stadthalle? Uwe Ettrich: Mein Lieblingsstück, das sind eigentlich die Anfertigungen, die ich hier mache. Z. B. die runden Bodentanks. Also nicht nur das Legen der großen Flächen, sondern die Spielereien, wie runde Säulen anarbeiten, Nachschneiden von Dehnungsfugen und das Abfugen. Mein Faible sind die komplizierten Sachen. Das wird alles akurat mit 1 cm Fuge angearbeitet und dann wird ein Korkstreifen eingesetzt, damit das Holz arbeiten kann. Super gefällt mir auf der Baustelle auch, dass sich alle gut verstehen und man sich auf Absprachen mit anderen Handwerkern verlassen kann. Wir wurden schon am zweiten Tag eigeladen die Kaffeepausen gemeinsam zu machen. Das ist wirklich sehr selten auf Baustellen. Andreas Kirschner: Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Stadthalle? Uwe Ettrich: Da ich aus dem Raum Dresden komme, kenne ich hier niemanden. Daher hoffe ich, dass alles so gut funktioniert, wie geplant. Unserem Parkett wünsche ich, dass es viel genutzt, viel betanzt, aber auch sorfältig gepflegt wird. Das ist das A und O für eine lange Lebensdauer. Mein Appell ist es dem Fussboden ein bisschen Respekt entgegen zu bringen. Da wird aus Unachtsamkeit schnell mal ein Kaugummi festgetreten oder eine Zigarette ausgetreten. Das tut dem Boden natürlich nicht gut. Aber mit etwas Respekt und gewissenhafter Pflege kann man wirklich lange Freude an einem solchen Boden haben. Mir würde es in der Seele weh tun, wenn ich in 5 Jahren wiederkäme und der Boden ramponiert wäre. Wenn man weiß, wie viel Arbeit hier drinsteckt, wie lange wir bis abends arbeiten, damit es rechtzeitig fertig wird und schön wird, dann sieht man das Parkett vielleicht mit anderen Augen. Es steckt schießlich auch ein wenig Herzblut drin und man macht es aus Leidenschaft für den Beruf. 42 Das Stadtgespräch

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Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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