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Das Stadtgespräch Rheda-Wiedenbrück Ausgabe Februar 2020

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Viel Spaß beim digitalen Lesen der Februar-Ausgabe vom Stadtgespräch.

B Bürgerantrag auf

B Bürgerantrag auf Ausrufung des Klimanotstandes wird erneut gestellt Lokale Agenda 21 1 Die Karikatur thematisiert das Vorgaukeln einer vermeintlichen Sicherheit. Karikatur: Gerhard Mester (Kem) Die Lokale Agenda 21 (LA 21) wird nach Ablauf der Wartefrist entsprechend der § 25, Absatz 5, der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen einen gleichlautenden Bürgerantrag auf Ausrufung des Klimanotstandes erneut stellen. Dann werden der Menschheit noch 7 Jahre und etwas weniger als 1 Monat für die Senkung der CO2 Emissionen auf Nettonull bleiben«, schreibt die LA 21 zum Beschluss des Stadtrats und der vorhergehenden Empfehlung des BSUV-Ausschusses. Rat und BSUV hatten den Antrag der LA 21 auf Ausrufung des Klimanotstandes mit der Stimmenmehrheit der CDU abgelehnt. Die Sprecher der SPD und Bündnisgrünen hatten sich nachdrücklich für die Ausrufung ausgesprochen. Kritik Nach Einschätzung der Antragsteller der LA 21, haben die Rats- und BSUV-Mehrheit den Antrag unzureichend behandelt: »Es wurden zwei Maßnahmen vermischt. Natürlich wünschen wir uns auch ein gutes Klimaschutzkonzept und die Umsetzung konkreter Maßnahmen vor Ort – wie beispielsweise von der CDU gefordert. Daran arbeitet die LA 21 schon seit dem Jahr 2000 in dieser Stadt. Aber die Benennung der Sachlage ist davon unabhängig! Wir haben beantragt den Klimanotstand auszurufen, um den Bürgern die Situation vor Augen zu führen. Es ging nicht um einen symbolischen Begriff, eine Symbolpolitik oder Panikmache. Es ging um eine Informierung der Öffentlichkeit. Dass der Begriff selbst »Bauchschmerzen bereiten kann«, streiten wir nicht ab. Aber ist es nicht auch die Pflicht der Politiker, Gefährdungslagen zu 1 Die Menschen haben es in der Hand Illustration: Gerd Altmann – Pixabay benennen? Man könnte hier die Frage in den Raum stellen, ob es nicht verantwortungslos ist, die Bürger nicht auf die bestehenden Umstände hinzuweisen«, so die Sprecherin. In einer Stellungnahme der LA 21 heißt es: »Das Argument der CDU, der Notstandsbegriff wecke ungute Assoziationen, ist für uns angesichts der größten Bedrohung der Menschheit nicht nachvollziehbar.« Ignoranz Das Thema »Klimaschutz« ist seit den 1960er/70er Jahren bekannt. 1980 wurde US-Präsident Jimmy Carter der über 1400 Seiten starke »Global 2000 – Der Bericht an den Präsidenten« vorgelegt. Erschreckend und überraschend zugleich ist der Inhalt der von Carter Mitte 1977 in Auftrag gegebenen Untersuchung: »Es könnte eine entscheidende Veränderung in der Struktur der Niederschläge auf der ganzen Erde und einen Temperaturanstieg um zwei bis drei Grad in den mittleren Breiten der Erde eintreten.« Bis zum Jahr 2050, so die Schätzung, werde sich das Klima entscheidend ändern – als Folge des Kohlendioxidanstiegs und ozonabbauender Chemikalien in der Atmosphäre. »Ein Anstieg der Polartemperaturen um fünf bis zehn Grad Celsius könnte am Ende zum Abschmelzen der grönländischen und antarktischen Eiskappen und damit zu einem schrittweisen Anstieg des Meeresspiegels führen. Zählreiche Küstenstädte müssten dann aufgegeben werden.« 1981 erschien der Zusatzband »Zeit zum Handeln«. Jimmy Carters Nachfolger (Ausnahme Obama) ignorieren die Berichte. Ebenfalls in Europa und in Deutschland unternahm die Politik keine entscheidenden Weichenstellungen für den Klimaschutz. • Provisionsfreier Verkauf Ihrer Immobilie • Verkauf • Vermietung • Verwaltung Pohlmann & Partner Immobilien • Gütersloher Str. 78 • 33378 Rheda-Wiedenbrück Tel.: 05242-9318680 • www.pohlmann-partner.de • info@pohlmann-partner.de 20 Das Stadtgespräch

Appell Die Botschaft der LA 21: »Ja, ein Klimawandel, der das Leben der Menschheit bedroht, darf ungute Vorstellungen wecken! Man kann nicht nachdrücklich genug darauf hinweisen! Deshalb haben die Politiker die Verantwortung jetzt zu handeln und ihre Verantwortung beginnt damit, die Sachlage beim Namen zu nennen. Unser Argument, nur die Wahrheit könne bei den Bürgern die notwendige Akzeptanz für anstehende gesellschaftliche Änderungen fördern, ist scheinbar wirkungslos verhallt. Auch den Hinweis, man sei ja für Klimaschutzmaßnahmen und belege dies mit dem eigens von der CDU beantragten Antrag zur klimagerechten Stadtentwicklung, finden wir nicht schlüssig. In diesem Antrag räumt man dem Klimaschutz zwar hohe, jedoch nicht höchste, Priorität ein. Mut zur Änderung Unsere Art zu handeln und zu wirtschaften wird sich selbstverständlich ändern müssen. Aber ein Jobkiller ist der Klimawandel nicht. Im Gegenteil: Konsequente Anpassung der Wirtschaft auf die Gegebenheiten sichert langfristig Arbeitsplätze. Ein Festhalten an überkommenen Wirtschaftsformen hat keine Zukunft. Eine Minute vor Zwölf Wissenschaftler errechneten, der Menschheit blieben noch 8 Jahre und 1 Monat (Stand 6. Dezember 2019), um unsere heutigen CO2 Emissionen auf 0 zu reduzieren, ansonsten erreichen wir bei ungeminderten CO2 Emissionen, Konzentrationen dieses Gases in der Luft, die unwiderruflich das Erdklima in einen lebensfeindlichen Zustand bringen. Und das innerhalb weniger Jahrzehnte. Und ja, das macht Angst – aber zu Recht! Es gibt Lösungsansätze; noch können wir unser Verhalten ändern. Es gibt technologische Verfahren, CO2 der Atmosphäre zu entziehen und zu binden. Man muss es nur tun. Dafür braucht es politische Beschlüsse, hinter denen die die Bevölkerung stehen muss. Diese Zustimmung erreicht man nur durch das Verständnis der Situation« so das Statement der LA 21. L LISA: Leben mit Selbstständigkeit im Alter Caritasverband startet Veranstaltungsreihe am 26. Februar Vor dem Älterwerden kann niemand davonlaufen. Wir alle wissen, dass das Leben darauf hinsteuert. Aber bereiten wir uns auch darauf vor? Genau dabei möchte das Projekt helfen. »LISA« steht für ein Kombinationstraining aus Gedächtnistraining, Bewegung und Themen zum Älter werden. Die achtteilige Reihe beginnt am Mittwoch, 26 Februar, jeweils von 9.00 – 11.30 Uhr im Bauernhaus Spexard. Für die acht Treffen sollen sich alle Menschen ab 55 Jahren aus dem gesamten Kreis Gütersloh angesprochen fühlen. Die Teilnahme am Seminar kostet kostet 60 Euro. Karin Gehle und Elisabeth Gierecker leiten die Gruppe an. Ziel ist es, etwas für die Gesundheit an Körper, Geist und Seele zu tun. Gedächtnistraining, Bewegung, aber vor allem Gespräche über Lebensfragen im Alter gehören zu den Inhalten. Nach Worten von Mechtild Reker, die das Projekt 2002 für den Caritasverband konzipiert hat und nun koordiniert, belegen Studien, dass Menschen länger fit blieben, wenn sie Bewegung und Gedächtnistraining in Kombination ausüben. Wer Lust hat mitzumachen, erreicht Mechtild Reker beim Caritasverband des Kreises Gütersloh unter Tel. 05241/9883-15 oder reker@caritas-guetersloh.de. Das Stadtgespräch 21

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