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Das Stadtgespräch Oktober 2018

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TIPPS 53 WIEDERENTDECKT: HENRY JAMES »Die Kostbarkeiten von Poynton« Es gibt Autoren, die kann und soll man in jungen Jahren lesen. Hermann Hesse, vielleicht Max Frisch, den übelmeinende Kritiker als den ewig Pubertierenden ansahen. Daneben gibt es aber auch Schriftsteller, die sollte man nicht als Teenager lesen. Zumindest nicht als typischer Teenager, wie ich wohl einer war. Wer nämlich als junger Mensch zum Beispiel Henry James liest, der wird sich vermutlich langweilen, weil auf 300 Seiten nicht das Meiste passiert. Doch um Action geht es dem 1843 in New York geborenen Autoren auch nicht. Und um die Sprache des Meisters der psychologischen Erzählkunst wirklich schätzen zu können, muss man wohl etwas Lebenserfahrung gesammelt haben. Dass diese Kunst auch in der deutschen Übersetzung wirkt, ist das Verdienst von Nikolaus Stingl, der den 1896 zuerst erschienen Roman feinsinnig übertragen hat. Erschienen ist »Die Kostbarkeiten von Poynton« bei Manesse, schon die Aufmachung lässt das Herz des Buchliebhabers höher schlagen, 285 Seiten, 24,95 Euro. In diesem späten Werk des Amerikaners, der sich später in Großbritannien einbürgern ließ, geht es nicht wie in mehreren seiner Romane um das sogenannte Internationale Thema. In »Der Amerikaner« (1875) oder auch »Daisy Miller« oder »Die Europäer« ging es darum, dass die Gutmütigkeit und Naivität Amerikas auf die Raffinesse und auch Verschlagenheit Europas trifft. »Die Kostbarkeiten von Poynton« spielt in England, der Wahlheimat des Autors. Es geht um Mrs. Gereth, deren Sohn und dessen zukünftige Gattin. Mr. Gereth ist tragischer Weise verstorben, der Sohn möchte eine eigene Familie gründen und hat ein Auge auf die Tochter der Brigstocks geworfen. Davon ist Mutter Gereth keineswegs entzückt, nein sie graust es schon, als sie im Hause der Familie zu Gast ist. »Das Haus war absonderlicher Weise voller Souvenirs von Orten, die sogar noch hässlicher waren als das Haus selbst, und von Dingen, die zu vergessen eine Frage der Pietät gewesen wäre«, denkt sie. Wie viel besser wäre es da, wenn sich der Filius mit Fleda Vetch vermählen würde, die ganz auf Mutters Wellenlänge liegt. Natürlich kocht auch Fleda ihr eigenes Süppchen, denn selbst mittellos könnte ihr der Spross der Gereths schon gefallen, auch wenn der eher von der schlichteren Sorte zu sein scheint. Mrs. Gereths Interesse ist dabei noch wesentlich vitaler, denn für sie greift »die grausame englische Sitte der Enteignung der einsamen Mutter«. Sie wird Poynton, das Haus, das sie über zwanzig Jahre lang mit erlesenem Geschmack ausgestattet hat, verlassen müssen, denn der Sohn hat das ganze Anwesen mitsamt Mobiliar und der gesamten Ausstattung geerbt. Sie müsste um jedes Stück, das sie auf ihren kleinen Witwensitz mitnehmen möchte, betteln. Doch so einfach gibt sie nicht auf, auch wenn alle anderen Beteiligten ebenfalls eine ganz eigene Agenda haben. Treffend bemerkt Alexander Cammann in seinem Nachtwort: »Der eiskalt beobachtende James entlarvt fortwährend mit spitzen, ironischen Bemerkungen die charakterlichen und intellektuellen Schwächen, Grenzen und Egoismen seiner Figuren«. Ein wahres Lesevergnügen für Nicht-Teenager! Ihr Fachbetrieb für Fenster und Haustüren Fenster & Haustüren für Neu- / Altbauten Sicherheit Nach- und Umrüstung Rollläden Wartung & Reparatur Insektenschutz aus eigener Herstellung Mo bis Do von 09:00 bis 12:00 | 15:00 bis 18:00 Uhr Fr und Sa von 09:00 bis 12:00 Uhr sowie nach Terminvereinbarung ZERTIFIZIERT Wir sind Mitglied im Netzwerk »Zuhause sicher«. Am Woestekamp 6 · Rheda-Wiedenbrück · 0 52 42 / 4 66 12 · www.fechtelkord-fenstertechnik.de HOLZ – WOHNEN – GARTEN Breslauer Str. 36 Rheda-Wiedenbrück Tel.: (05242) 4 98 42 Mobil: 0171 / 735 55 76 www.joergplugge.de

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