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Das Stadtgespräch Oktober 2018

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26 Das

26 Das Stadtgespräch Der Ratsherr der UWG, Dirk Kamin, hat sich die Optimierung des städtischen Erscheinungsbildes auf die Fahnen geschrieben. Dirk Kamin hält eine sinnvolle Nutzung der Graffiti-Kunst für möglich. ALS WENN DER BÜRGER BEI DER STADT MANCHMAL MIT WINDMÜHLEN SPRICHT Nicht zuständig »Nicht zuständig!« Diese Antwort erhielt Dirk Kamin von der zuständigen Stelle der Stadtverwaltung, als er sie bat, die Pflege der Emsböschung in Höhe des Rosengartens und des Emssees zu übernehmen. Sie erklärte, dass der Kreis für die Pflege verantwortlich sei. Dieser sei der Eigentümer der Flussböschungen. Der Kreis sei zum Tätigwerden aber nur verpflichtet, wenn durch den Bewuchs der Böschungen oder durch umgestürzte Bäume und heruntergefallene Äste die Fließgeschwindigkeit des Gewässers beeinträchtigt werde. Gruselige Brückenwände Kritisch sieht der UWG-Ratsherr ebenfalls das Erscheinungsbild der Bahnbrücke über die Ems: Die Wände sind verdreckt und verschmiert. Er schlägt vor, Graffiti- oder Street-Art-Künstler zur Aufhübschung der Brückenwände einzuladen. Das könnte im Rahmen eines Wettbewerbs erfolgen. Denkbar sind ebenfalls Kunstprojekte von Schulen. Diese Lösungen sind einfach und zugleich preiswert. Ihre Umsetzung sei auch für die Bahnüberführungen der Pixeler und Herzebrocker Straße denkbar, so Dirk Kamin. Anderenorts funktionieren solche Projekte. Aber wahrscheinlich nicht in Rheda-Wiedenbrück: Als vor Jahr und Tag der Ratsherr Manfred Hegel und sein Ratskollege Walter Brentrup zwei kostengünstige Konzepte zur Verschönerung der Brücken-Wände entlang der beiden Straßen im Rat vortrugen, winkte die christdemokratische Fraktion eben mit der Begründung ab, dass hierfür nicht die Stadt, sondern alleine die Bahn als Eigentümerin zuständig sei. Die Bahn aber unternimmt nichts zur Verbesserung des Anblicks. Sie überprüft aus Gründen der Verkehrssicherheit ausschließlich die Konsistenz des Betons. Die Konsequenz: Die gruseligen Ortseinfahrten bleiben. Sachdienlicher aber wäre es, wenn die Stadtverwaltung und der Rat den Anblick der kritisierten Emspartien und Bahnüberführungen schöner gestalten würden. Eine ansprechende Gestaltung der Brückenwände wäre zugleich eine gelungene Übergangslösung bis zur Umsetzung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK). Blumenmeer und Brennnesselland Aber selbst wenn die Stadt sich zuständig erklärt, ist das keine Garantie für ein zufriedenstellendes Gelingen: So ordentlich beispielsweise die Uferzone der Ems oberhalb der Böschung in Höhe des Emssees gepflegt wird, so lodderig ist die Pflege des westlichen Emsufers in Höhe des Rosengartens. Bis in den August hinein führten hier munter und mannshoch Beifuß, Brennnesseln & Co. das Regiment. Nach dem Abmähen der Wildkräuter blieb ein unregelmäßig hohes Stoppel-

27 Japanisches Springkraut verdrängt heimische Wildkräuter Zu tief hängen die Zweige der Weiden in Höhe der Gärten der Reinkenwiese herunter. feld zurück. Nicht viel besser sieht es auf dem gegenüberliegenden östlichen Ufer aus. Hier wechseln sich niedrig gehaltene und teilweise hoch stehende Wildkräuter ab. An manchen Stellen liegen vertrocknete Kräuter über dem Grün. Dieser unordentliche Anblick steht im krassen Kontrast zu dem unmittelbar angrenzenden äußerst penibel gepflegten neuen Rosengarten. Ähnlich abrupt stoßen zwischen Emssee und Mühlenwall das prächtig blühende Blumenmeer und das Brennnesselland unterhalb des Konrad-Adenauer-Platzes aufeinander. Japanisches Springkraut Wer kein Auge für diese Gegensätze hat, den mag das nicht weiter stören. Und sicher gilt, dass Wildkräuter außerhalb der gepflegten Parkanlagen ihre Berechtigung haben, ja gewünscht sind. Das gilt aber nicht für das eingewanderte und sich rapide ausbreitende Japanische Springkraut entlang der Ems. Es verdrängt die heimischen Kräuter und andere Pflanzen. Dirk Kamin vermisst eine konsequente Pflege der Uferpartien in Höhe des Rosengartens und unterhalb des Konrad Adenauer- Platzes sowie ein nachhaltiges Vorgehen der Stadt gegen die bis zu zwei Meter hohen Japanischen Springkräuter. Zudem erwarten die Bürger und Besucher auch in unmittelbarer Nachbarschaft der beiden Parkanlagen ein gepflegtes Stadtbild. Windmühlen-Sprache Verwunderlich: In Höhe der Kleingartenanlage Reinkenwiese bepflanzte die Stadt vor Jahr und Tag die dem Kreis gehörende westliche Emsböschung mit Weiden. Zudem wurde der städtische Bauhof bei der Beschneidung der Weiden im letzten Jahr auf eben diesem Kreisgrund selber aktiv. Zwischenzeitlich hängen die Zweige der Weiden wieder tief auf dem der Stadt gehörenden Spazierweg herunter. Sie müssten aber gestutzt werden. Dirk Kamin fordert die Stadt zur Erledigung dieser Arbeiten auf sowie die Widersprüche in der städtischen Haltung aufzulösen. Auch die im nördlichen Umfeld der Schlossstraße parallel zur Ems liegenden Grünanlagen bedürfen einer neuen, transparenten Struktur. Dirk Kamin regt an, dass diese von der Stadtverwaltung auch schon selber für sinnvoll erklärten Arbeiten nun zeitnah umgesetzt werden. Einen Einstieg in die Umstrukturierung hatte die Stadt schon vor geraumer Zeit in Höhe der Fußgängerbrücke über die Ems gestartet: Sie entfernte an mehreren Bäumen das untere Astwerk. Die Arbeiten schenken einen Vorgeschmack darauf, wie schön es wäre, wenn ein durchgängig freier Blick von der Schloßstraße auf den Rosengarten und das Schloss bestände. Zur Bewässerung des Rosengartens berichtete Dirk Kamin, dass er den Einbau eines automatischen Bewässerungssystems vor- steht für Kompetenz und Vielfalt! Büro Schule Basteln Lernbücher BÜRO · SCHULE BASTELN · SCHULBÜCHER Alles · Besonders · Schön 33378 RHEDA-WD BERLINER STRASSE 37

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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