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Das Stadtgespräch Oktober 2017

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62 Das Stadtgespräch Im Herbst ist es mit der langen Ruh’ von Pott-Hartwig vorbei. Der Eigentümer vom Haus an der Widumstr. 3 plant eine Nutzung, die sich in das Konzept für die gegenüberliegende Brennerei einfügt. SANIERUNG VON ALTSTADTHÄUSERN IN DER WARTESCHLEIFE Entwicklungen und Sachstände Beim Gang durch die Altstädte von Rheda und Wiedenbrück fällt auf, dass die dringend erforderliche Sanierung einiger denkmalgeschützter Häuser seit Jahren nicht vorankommt. In manchen Fällen lassen die strengen Auflagen des Denkmalschutzes die Investoren und Bauherren vor der Aufnahme der Renovierungsarbeiten zurückschrecken. Bei drei von uns näher in Augenschein genommenen Baudenkmälern kommt jetzt Bewegung in die Erstellung von Konzepten und den Verkauf der Immobilien. Widumstraße 3 und Lange Straße 42 Zu dem Fachwerkhaus an der Widumstraße 3 schreibt uns der Eigentümer, dass es ihm nach den Problemen und Hindernissen der zurückliegenden Jahre heute wichtig ist, eine angepasste Nutzung an die städtischen Planungen zur benachbarten Pott’schen Brennerei zu finden. Sein letztes Gespräch dazu hat er Ende Juli im Rathaus geführt. »Es war sehr konstruktiv und wir sind hier meines Erachtens gemeinsam auf einem guten Weg«, berichtet der Investor. Der Eigentümer des neben der »Glocke« gelegenen Fachwerkhauses an der Langen Straße 46 steht derzeit mit einem potentiellen Käufer für das Gebäude im Gespräch. Der Interessent strebt eine Sanierung des Gebäudes an. Dieser will das Baudenkmal wie bislang als Wohn- und Geschäftshaus nutzen. Der Eigentümer hofft, dass die Gespräche positiv verlaufen. Ein früherer Verkauf wäre schon mehrfach möglich gewesen, wenn die Denkmalbehörde der Stadt die Kaufinteressenten nicht jedes Mal durch eine Übertreibung der Denkmalschutzsanierung abgeschreckt hätte, erfuhren wir. Markt 13 Nach jahrelangem Hinhalten und Verzögern durch die Stadtverwaltung ist nunmehr auf Antrag des Eigentümers gerichtlich festgestellt, dass das Innere des Gebäudes Markt 13 nicht unter Denkmalschutz steht. Das Gerichtsurteil schafft endlich Planungssicherheit und ermöglicht weitere Nutzungskonzepte, so der Eigentümer auf Anfrage. Seit 2009 scheiterten mehrere Sanierungsanläufe, zuletzt ein Hotelkonzept. Im Privatbesitz stehende Denkmalgebäude dienen jedoch nicht dem Selbstzweck, sondern erfordern für ihre Erhaltung eine wirtschaftlich nachhaltige Nutzung. So gilt es jetzt vor der Konkretisierung weitergehender Planungen abzuwarten, was Stadtverwaltung und Rat mit der Innenstadt vorhaben. Wird der Rat das bereits vom Bauausschuss abgesegnete Einzelhandelskonzept durchwinken? Herbstthema Als ein Herbstthema sieht die Kämmerin und Beigeordnete Christine Zeller die öffentliche Vorlage von detaillierten Konzepten zur Folgenutzung der Pott- Hartwig-Immobilie. Bürgermeister Theo Mettenborg macht dazu deutlich, dass zwei der drei vorliegenden Investorenvorschläge eine realistische Aussicht auf eine Ver- Beim Haus Markt 13 wartet der Eigentümer ab, was die Stadtverwaltung und der Rat mit der Innenstadt vorhaben. Für die Lange Straße 42 gibt es einen potentiellen Käufer.

63 wirklichung haben. Die drei Grobkonzepte stimmen überein in der Nutzung dieses innerstädtischen Filetstücks für Seniorenwohnungen und ein Gesundheitshaus mit Ärzte- und Pflegezentrum. Dafür soll das alte Brennerei-Gebäude saniert und durch eine giebelständige Bebauung auf der jetzigen Parkplatzfläche ergänzt werden. Dirk Kamin (UWG) hatte das Thema auf der letzten Ratssitzung angestoßen: »Die Menschen wollen endlich wissen, wie und wann es hier nach dem jahrelangen Klärungsprozess weiter geht«, unterstrich er. Er befürwortete zu diesem Thema ebenfalls eine Bürgerversammlung. Auf die Dringlichkeit der Umsetzung des Vorhabens wies Hermann Heller- Jordan (Bündnisgrüne) mit Blick auf den Ärztemangel in Rheda- Wiedenbrück hin. Immerhin fehlen aktuell bereits 12 Hausärzte in der Emsstadt. Der Bürgermeister berichtete in diesem Zusammenhang, dass die von der Stadtverwaltung geführten Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung und anderen Akteuren aus dem Gesundheitsbereich zur Milderung dieses Problems »mehr als ernüchternd und zum Teil enttäuschend« verlaufen sind. »Wir kommen mit unseren Möglichkeiten an das Ende.« Diese komplexe Steuerungsfrage »können wir leider nicht allein lösen«, fügte er an. Der Stadtrat hatte die Stadtverwaltung vor Monaten beauftragt, mit den zuständigen Stellen Gespräche zu führen. Mit den Pfunden wuchern Bekanntlich gibt es in Rheda und Wiedenbrück jede Menge Beispiele für sehr gelungene Objektsanierungen. Sie sind ein Pfund, mit dem die Doppelstadt bei Besuchern, Kunden und Touristen punkten kann und das die Einheimischen stolz auf ihre Heimat macht. Aktuell werden die denkmalgeschützten Häuser »Neupförtner Wall 33« und »Lange Straße 73« sowie das Haus Roggenkamp am »Großen Wall« renoviert. Bei dem Haus »Berliner Straße 14« erhielten die denkmalgeschützten Fassaden einen neuen Anstrich. Raimund Kemper EMSSTÄDTER FIEBERN MIT DEM FC BAYERN Geduld beim Warten auf Tickets (Kem) Die 78 Mitglieder des »Rot Weiße Emsstädter e. V.« fiebern dem Tag entgegen, an dem sie aus München Post erhalten. Sie wird klären, ob der Fanclub des FC Bayern München Eintrittskarten erhält. Der 2001 gegründete Club hatte sich um Karten für drei Meisterschaftsspiele beworben. Die Emsstädter müssen sich aber noch gedulden. Jeweils sechs Wochen vor dem Spiel werden die Tagestickets erst verlost. Diese sind für die Rot Weißen aber genau so weit weg wie die Erde vom Mond. Rund 100.000 Interessenten für die Karten stehen beim FC auf der Warteliste. Umso mehr werden sich die Emsstädter freuen, wenn sie den Zuschlag dafür erhalten. Bislang befand sich der heimische Fanclub immer in einer vergleichsweise komfortablen Situation. Unter den rund 4000 Fanclubs von Bayern München gehörten sie seit der Gründung stets zu den Glücklichen, die sich über ein Karten- Kontingent aus dem begehrten Basisprogramm freuen konnten. Für die Spielsaison 2017/18 hat das leider nicht geklappt. Dem Tatendrang des heimischen Clubs tut das keinen Abbruch. Der Erste Vorsitzende Heiko Flöttmann steht in den Startlöchern, um nach einer positiven Nachricht aus München in wenigen Tagen eine Fanfahrt in die Allianz Arena zu organisieren, um sich den Traum zu erfüllen, den wohl jeder FC Bayern-Anhänger träumt: bei einem Meisterschaftsspiel »dahoam, live in der Allianz Arena mit dabei zu sein«. Dieses fußballerische Leckerli ist den Mitgliedern immer eine Freude. »Bayern ist eine Leidenschaft«, bekennen sie mit einem Leuchten im Auge. Dafür nehmen sie gerne die achtstündige Busreise am Samstagmorgen ab vier Uhr morgens auf sich, machen daraus ein langes Wochenende bis zum Rückfahrttag am Montag, geben dafür viel Geld aus: Alles für diese magischen 90 Minuten – wenn der Rekordmeister abermals ein großes Spiel macht, tausende Fans, in Rot und Weiß gekleidet begeistert das maßgeschneiderte Fanlied singen: »Ich gebe mein Herz für dich, für Bayern lebe ich, ich lass dich nie im Stich«. »Bayern München ist für uns einfach mehr als ein Hobby«, sagt die Schriftführerin Anna Michel. Die gemeinsame Die Rot Weißen Emsstädter geben ihr Herz für Bayern. Leidenschaft führt die Mitglieder in der Gemeinschaft zusammen. Trotzdem sind die Emsstädter nicht ein Club, der 90 Minuten für Stimmung sorgt. Vielmehr verfolgen sie gebannt das Geschehen auf dem Spielfeld, sind für absolute Fairness auch den Fanclubs anderer Bundesligisten gegenüber. Der Spaß am Spiel des FC steht im Focus. Das schließt nach dem Spielende den Besuch des Paulaner-Fan-Treffs im Stadion ebenso ein wie das Fachsimpeln in Münchens größtem Biergarten, dem Königlichen Hirschgraben, wo bis zu 6000 Menschen Platz finden. Ausflüge in die Umgebung von München und Stadttrips runden solch ein Fußballwochenende in der bayerischen Landeshauptstadt ab. Die Liebe, die die Fans ihrem Verein entgegenbringen ist beeindruckend. Neben den Fahrten zu den Heimspielen des FC Bayern München organisiert der Vorstand auch regelmäßig andere gemeinsame Aktivitäten, wie das Schauen von Bundesligaspielen via TV im FSC-Sportheim, monatliche Stammtische, Fanclubausflug, Weihnachtsfeier und Benefizaktionen. Dem Vorstand gehören weiterhin an: Maik Flöttmann (2. Vors.), Leo Tepke (Kassierer), André König (Orga) sowie die Beisitzer David Cheung, Bettina Indiesteln, Berthold Wellkemper.

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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