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Das Stadtgespräch Oktober 2017

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57 Norderney ist nur zu Wasser oder aus der Luft erreichbar. Baden ja, aber züchtig sehen. Bequemer haben es da die Zugreisenden, die wirklich nur ein paar Meter von den Gleisen zum Anlieger haben. Naturliebhaber oder Party-Gänger? Ein weiterer Vorteil der Zugreise ist natürlich, dass man gemeinsam schon einmal das eine oder andere Getränk der alkoholischen Art zu sich nehmen kann. Norderney war und ist auch heute noch ein sehr beliebtes Reiseziel für Kegel- und andere Clubs auf Tour, natürlich auch für Junggesellenabschiede. Die Infrastruktur für Feierwillige ist gut ausgebaut (klingt doch besser als: man kriegt überall was zu saufen mit Musik!). Obwohl der berühmte, wenn nicht berüchtigte Inselkeller als Dauerpartystätte dicht gemacht hat, gibt es noch jede Menge anderer Orte, die zum Feiern animieren – mit der entsprechenden Atmosphäre. Das klingt für Erholungssuchende vielleicht furchtbar, aber Norderney ist groß genug, um sowohl für Party-Gänger als auch für Naturliebhaber mit großem Ruhebedürfnis das Richtige zu sein. Das zeigt sich schon in den Unterkünften, denn einige Pensionen und Hotels schließen ausdrücklich die Feiernden schon bei der Buchung aus, anderen sind sie herzlich willkommen. Kuren für die High Society? Doch ganz gleich wer kommt, die Gastgeber sind ganz entspannt. Das kann nicht verwundern, denn wer hat schon so viel Erfahrung mit Gästen wie sie? Immerhin rühmt sich Norderney, das erste deutsche Nordseebad zu sein. Ende des 18. Jahrhunderts setzte sich die Erkenntnis durch, dass »nach Anlegung eines Seebades die kostbaren Reisen nach ausländischen Bädern erübrigt sein können«. Man eiferte den Engländern nach, die Mitte des Jahrhunderts herausgefunden hatten, dass die nahezu schadstoff- und pollenfreie Seeluft bei Erkrankungen der Atemwege Heilung verspricht. Der preußische König Friedrich Wilhelm II genehmigte die Errichtung einer Seebadeanstalt, die 1797 eröffnet wurde. Im Mai 1800 kamen die ersten 250 Kurgäste, die zum Teil in mitgebrachten Zelten kampierten, da es noch nicht genügend Unterkünfte gab. Ein halbes Jahrhundert später gab es schon zehnmal so viele Gäste. Und der Kurbetrieb war auch professioneller organisiert, spätestens seit das Conversationshaus 1840 seine heutige Form erhielt. Auch am Strand wurde gebadet, allerdings in gesitteter Form, denn außer den Badekarren, mit denen man ganz nah ans Wasser fuhr, gab es natürlich separate Badebereiche, durch Stangen angezeigt: »Außer der Linie derselben nach Süden hin baden sich die Frauenzimmer, und der nach Norden die Mannspersonen. Diese Einrichtung ist des Abstands wegen erforderlich und wird jeder honette Badegast sich Beobachtung derselben zu bescheiden wissen«. Ja es herrschte halt noch Zucht und Ordnung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen bereits 40.000 Gäste nach Norderney, die Einwohnerzahl betrug 4.000. Um diese Zeit entstanden auch viele der prächtigen Villen, die noch heute in ihrem renovierten Glanz zu bewundern sind. Nach den Wirren der beiden Weltkriege, denen der Tourismus fast vollständig erlag, kamen 1959 erstmals mehr als 100.000 Urlauber auf die Insel. Heute sind das mehr als viermal so viele Gäste, bei etwas mehr als drei Millionen Übernachtungen. Die „Beherbergungsbetriebe“ reichen von zwei Jugendherbergen bis zu den etwa 60 Hotels. Auch in mehr als 500 Ferienwohnungen kann der Reisende sein müdes Haupt betten. Und auch verhungern muss niemand, denn es gibt rund 130 gastronomische Betriebe. Auch Supermarkt-technisch kann niemand meckern, denn 3.0 BEST OF THE 70'S AND 80'S REVIVAL-PARTY www.facebook.com/Club-Eden- 1617764145164419/ early bird ZURÜCK IN EURE JUGEND GRATIS Lady’s Prosecco 28.10.2017 Eintritt von 22.oo Uhr bis 22.3o Uhr FREI Lippstädter Str. 125 •Rheda-Wiedenbrück

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