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Das Stadtgespräch Oktober 2017

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54 Das Stadtgespräch Die Schlauen gehen um 0 Uhr 29 ins Bett. H O L Z I G L A S T Ü R E N E L E M E N T E kleestraße 11 I st. vit 33378 rheda-wiedenbrück ebelinggmbh@aol.com mobil 0172 / 946 30 76 tel 05242 / 377 171 Feiern im Abrahams Wir bieten ein außergewöhn liches Ambiente für Ihre Hochzeit, Familienfeier oder Betriebsfest für bis zu 200 Personen. Restaurant Di. – So. ab 18:00 Uhr Montags geschlossen In Rheda direkt am Bahnhof Bahnhofstrasse 4 33378 Rheda-Wiedenbrück www.lars-abraham.de E-Mail: kontakt@lars-abraham.de Tel.: 0 52 42 /96 800-80 GmbH So etwas lese ich gerne: Wer nachts länger aufbleibt und noch dazu einen unordentlichen Schreibtisch hat, der ist schlauer als die, die früh zu Bett gehen und Ordnung am Schreibtisch halten. Das klingt ja sowas von gut für mich. Die Frage ist nur: Stimmt das auch? Die Psychologie-Professorin Kathleen Vohs und ihr Team von der Universtiy of Minnesota behaupten das jedenfalls. Grundlage dafür sind ihre Forschungen aus jüngerer Zeit. Und diese Forschungen beinhalten verschiedene Experimente. Zum Beispiel fanden die Forscher heraus, dass sich die Probanden in einer ordentlichen Umgebung weitaus vernünftiger verhielten als in einer unordentlichen. Während die ordentliche Umgebung dafür sorgte, dass die Probanden einen Apfel als Snack dem Schokoriegel vorzogen, ließen sie es an Kreativität vermissen, wenn ungewöhnliche Aufgaben gelöst werden sollten. Eine dieser Aufgaben war zum Beispiel zu überlegen, was man mit Tischtennisbällen alles machen könnte, außer Pingpong spielen. Der zugegebener Maßen sehr umstrittene britisch-amerikanische Psychologe (evolutionary psychologist) Satoshi Kanazawa hat schon 2010 ausgeführt, dass Leute, die als Erwachsene spät ins Bett gehen, als Kinder den höheren Intelligenzquotienten haben. Er hat sogar ausgerechnet, um wieviel Uhr die Schlauesten im Durchschnitt ins Bett gehen und um wieviel Uhr die Dümmsten. Und natürlich hat er dabei die Arbeitswoche und das Wochenende unterschieden. Also, wenn Sie im Schnitt in der Woche um 0 Uhr 29 ins Bett gehen und am Wochenende um 1 Uhr 44, dann gehören Sie zu den Schlauesten. Gleichzeitig steht man als Bett leer, Hirn voll Schlauer im Schnitt um 7 Uhr 52 in der Woche und am Wochenende um 11 Uhr 7 auf. Auf dem anderen Ende der Kanazawa-Skala finden sich alle diejenigen, die um 23:41 Uhr in der Falle liegen und am Wochenende um 0:44 Uhr (Aufstehen 7:20 Uhr und am Wochenende 10:09 Uhr). Wie der gute Mann an seine exakten Ergebnisse gekommen ist, liegt ja auf der Hand. Er hat einfach Leute interviewt, wann sie ins Bett gehen und aufstehen. Und da in Amerika der IQ von Kindern regelmäßig ermittelt wird, hat er die Daten einfach zusammengefasst. Bleibt die Frage, wie er überhaupt auf die Fragestellung gekommen ist. Zunächst einmal ist er davon ausgegangen, dass der Mensch eigentlich kein Nachttier ist. Biologisch gesehen sind wir tagaktive Allesfresser (klingt ein bisschen uncharmant, finde ich). Das stimmt natürlich und jeder, der je in der Dunkelheit über seine Katze gestolpert ist, wird das bestätigt finden. Denn während die Katze davon ausgeht, dass Herrchen oder Frauchen, das Personal also, genauso gut sieht wie sie selbst, ist das natürlich keineswegs der Fall. Wir sind durch keines unserer Sinnesorgane besonders für den Nachtbetrieb ausgestattet. Und offenbar richten sich alle Naturvölker genau wie unsere Vorfahren in Europa nach der Helligkeit. Die Yanomamö in Südamerika ebenso wie die Massai in Afrika stehen zum Morgengrauen hin auf und begeben sich zur Ruhe, wenn die Sonne untergeht. Höchstens wenn es etwas Besonderes zu bereden oder etwas zu feiern gibt, weicht man von dieser Routine ab und bleibt länger wach. Unser eigentlicher Biorhythmus gibt das offenbar auch vor. Doch wir sind die einzigen Lebewesen, so die Ethno- Psychologen, die ihren eigenen Rhythmus ignorieren und verändern können. Wer sich also nicht an die traditionelle Lebensweise hält, soll kreativer, geistig mobiler und schon als Kind schlauer sein. Wenn das so ist, werde ich natürlich demnächst zusehen, dass ich um 0:29 Uhr im Bett bin, wenn ich schon nicht um 7:52 Uhr aufstehen kann, denn leider kennt offenbar nicht jeder Arbeitgeber diese Studie. Aber dass ein Arbeitsbeginn vor neun Uhr nichts für Schlaue ist, das habe ich ja schon immer geahnt… Naturvölker schlafen früher

55 Klaus Kreienbaum, Dieter Lechtreck, Dirk Rothland. Es fehlt Adel Khella. TSG Radsport Klaus Kreienbaum, Adel Khella, Dieter Lechtreck, und Mitstarter Dirk Rothland haben dieses Jahr wieder am Ötztaler Radmarathon teilgenommen, einer der schwersten Alpen-Marathons mit 238 Kilometern und insgesamt 5500 Höhenmetern. Ziel war es, innerhalb des Zeitlimits zu bleiben oder besser noch die eigene Vorjahreszeit zu unterbieten. Alle vier haben ihr Ziel erreicht, mit Zeiten zwischen 9:44 und 12:56 Stunden. Noch dazu war für zwei Starter der Ötztaler 2017 ein besonderes Erlebnis, sie haben ihre persönliche Bestzeit erreicht. Bei schönsten Startwetter und 12 °C fiel um 6:45 Uhr der Startschuss. Die erste Herausforderung war die 18,5 km lange Auffahrt zum Kühtai mit einem Höhenunterschied von 1.200 Höhenmetern. Auf dem Kühtai begrüßten die Sonnenstrahlen die Fahrer und belohnten sie mit einem herrlichen Ausblick. Im Anschluss an die rasante Abfahrt Richtung Innsbruck, warte- te der 39 km entfernte Brenner mit 777 Höhenmetern auf die Rennradler mit einer Verpflegungsstation. Danach ging es wieder bergab nach Sterzing, von dort aus wurde der Jaufenpass (15,5 km mit 1130 Höhenmetern) erklommen. Wer es bis hierher schafft, der kann eine tolle Aussicht auf die Bergwelt genießen. Kurz unterhalb des Passes wartete wieder eine Verpflegungsstation, die man jetzt nach 160 km gut gebrauchen konnte. Nach der anspruchsvollsten Abfahrt in Richtung St Leonhard, wartete der nächste Anstieg auf das Timmelsjoch, es ging über 21 km mit 1759 Höhenmetern bergauf. Jetzt merkten alle ihre Beine und alle Körperteile spürten die Strapazen. Auf der Hälfte des Anstiegs gab es zum Glück nochmal eine Verpflegungsstelle. Wenn der Tunnel kurz vor dem Gipfel des Timmelsjochs erreicht ist, weiß man, dass es gleich geschafft ist, es sind nur noch 100 Höhenmeter zu überwinden. Auf dem Timmelsjoch erwartete die Radsportler eine grandiose Aussicht. Im Jahr 2014 gab es hier leider nur Regen und Nebel. Zum Schluss war der abschließende Gegenanstieg zur Mautstation gar kein Problem mehr. Beim Zieleinlauf waren alle Strapazen fast schon vergessen.

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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