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Das Stadtgespräch Oktober 2017

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40 Das

40 Das Stadtgespräch Physiotherapie, Gesundheitstraining, Massage & Heilpraktiker der Physiotherapie Wir laden Sie zur Info-Veranstaltung Schmerzen verstehen – Chronifizierung vermeiden am 9.10.2017 um 19:30 Uhr ein. Simon Mautes und Dr. Knut Menzel informieren Sie über: • Wie Schmerzen entstehen • Somatische Schmerzen • Psychische Schmerzen • Unser ganzheitliches Schmerzverständnis Der Vortrag ist kostenfrei, bitte melden Sie sich unter der 05242/377314 an. Aktivita - Gesundheitszentrum Hellweg 22 33378 Rheda-Wiedenbrück Tel.: (05242) 3301 Training: (05242) 377314 www.aktivita-recker.de • www.facebook.com/AktivitaWiedenbrueck/ Rund 300 Besucher freuten sich bei schönstem Spätsommerwetter über das erste Picknick-Konzert auf der Vorburg. PREMIERE FÜR BAROCK-SPEKTAKEL Herrlicher Klang & viel Ablenkung (Kem) Sommer-Temperaturen, Picknick – eine herrliche Atmosphäre für die satten Barockklänge der caterva musica – dem Barock- Orchester in Westfalen, das zum ersten Open Air »baroc’n’picnic« aufspielte. Der nachmittägliche Himmel in Blau. Das schützende Rund der Gebäude der Vorburg, über den Besuchern die dichten Kronen der Bäume, das Schloss gegenüber, milde Luft, Picknick, Wein: Ein gelungener Sonntagnachmittag. Das Freiluft-Barock-Picknick-Konzert des Barockensembles caterva musica erwies sich als ein ansprechendes Spektakel. Fast könnte man meinen, man befinde sich auf einer der begehrten Landpartien beim jährlichen Schleswig-Holstein-Festival. Rund 300 Besucher haben wir auf dem Gelände bei freiem Eintritt gezählt. Es wurde flaniert und geschmaust. Das Ensemble, das die Menschen mit einer unplugged gespielten Musik des 17. und 18. Jahrhunderts emotional berühren will, hatte ihr Programm dem lange verkannten Musikgenie und Vielschreiber Georg Philipp Telemann gewidmet, der genau vor 250 Jahren starb. Auf dem Programm standen Telemanns Konzerte in A-, E- und F- Dur sowie seine Sonate in E-Moll – davon ein Werk, die Musik in A- Dur aus der Tafelmusik, dessen Urschrift in der Musikbibliothek des Schlosses liegt. Die kurzweiligen Einführungen und Überleitungen des Moderators, dem »critischen musicus« im historischen Kostüm stimmten die Gäste auf den Genuss der Konzertstücke ein. caterva musica spielte sich auf originalen Instrumenten aus der Barockzeit wunderbar kontrastreich, mit Vorbildcharakter interpretiert und in kongenialem Miteinander in die Herzen der Zuhörer. Die höchsten spielerischen Klippen bewältigten die Solisten und Solistinnen mit einer Souveränität, die sie als wahre Meister an ihren Instrumenten auszeichnete. Durch ihre äußerst gelungene Interpretation gelang es ihnen vorbildlich die wunderbaren Werke Telemanns tiefsinnig und kraftvoll zum Leben zu erwecken. Damit erklang in der Vorburg von Schloss Rheda wieder Musik, wie sie schon vor 250 Jahren und früher hier Rhedaer Bürger hörten. Und dies eben nicht in einer strengen Konzertform, die eine Konzentration auf Melodielinien erzwingt, sondern so wie die Musik auch damals erklang: jung, lebenslustig, sinnlich und frei und mitten im Leben. Die Zugabe stellte endgültig klar, dass der Auftakt zu dieser neuen Konzertreihe im zwanglosen Rahmen gelungen war und auch viele Leute angesprochen hat, die sonst vielleicht nicht den Weg zu diesem Konzert gefunden hätten. Ganz im Telemannschen Sinne

41 Die Einstein-Schülerinnen der Achten (v. l.) Emma, Aleksandra, Cassandra, Joana, Lilly mit dem Musiklehrer Ildefons Klein (Mitte hinten) und der Projektleiterin Elke Fabri (r.) war sicherlich die Einbindung der Jugend in das Konzert, die – und das ist zweifellos in der heutigen Zeit eine Seltenheit – an der gleichen Sache allergrößtes Vergnügen fand. Sie war mit Schülerinnen und Schülern des Einstein Gymnasiums schon im Vorfeld in das Projekt eingebunden. Sie brachten unter der Begleitung ihrer Lehrer, speziell der Musikfachschaft, mit frischen Ideen und unglaublich professionellen Arbeiten eine juvenile Note in die Gestaltung des Rahmenprogramms, der Flyer und Plakate. Auch der Name des Programms »baroc’n’picnic« in Anlehnung an den Rock’n’Roll entsprang ihrer Kreativität. Die Gesamtleiterin des Projekts, Elke Fabri, Managerin von caterva musica, führte mehrere Klassen des Einstein Gymnasiums in die Barockmusik und speziell in das Schaffen von Telemann ein. Zudem erläuterte sie diesen die spezielle Bau- und Spielweise der historischen Barockinstrumente. Ihre Impulse stießen offensichtlich auf fruchtbaren Boden. Die jungen Leute machten toll mit, berichtete die Musikerin. In unserem Gespräch mit den jungen Die Gesamtleiterin von baroc’n picnic, Elke Fabri, mit dem EG-Schüler Luke, der eine historische Geige zeigt Leute aus der Achten erklärte Rafaela, dass die Barock-Musik auch die Menschen von heute anspricht. Nora wies auf die große Ausdrucksbreite dieser Musik hin. Aleksandra hob die andere Optik und die größere Saitenzahl der Barock-Geige, der barocken Viola d’amore hervor. Ihre Mitschüler verrieten, dass Aleksandra nunmehr selber das Geigenspiel erlernen möchte. Die Veranstalter des baroc’n’picnic – Marissa und Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg als Initiatoren, die Schüler und Lehrer des Einstein-Gymnasiums Rheda sowie die Kunststiftung NRW und das Orchester caterva musica hatten das Konzept für das Freiluft-Konzert mit Barockmusik auf authentischem Instrumentarium unter Einbindung der Jugend erarbeitet. »Wir sind sehr zufrieden über die großartige Resonanz«, bilanzierten die Initiatoren die Veranstaltung, die sie sich auch zukünftig als neuen festen Termin im Kulturkalender von Rheda-Wiedenbrück vorstellen können. Ihr herzlicher Dank gilt dabei allen, die zu diesem guten Gelingen beigetragen haben und insbesondere den vielen Besuchern der Premiere.

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