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Das Stadtgespräch Oktober 2017

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38 Das

38 Das Stadtgespräch Das Haus der guten Küche Angebote im Oktober Hirschkalbsgulasch Hirschkalbsgulasch mit Pfifferlingen und Steinpilzen in Sauerrahmsauce, dazu Preiselbeerbirne, Bauernspätzle und Salatteller € 14,80 Tranchierte Barbarie-Entenbrust auf gedünsteten Apfelscheiben, dazu Weinbeerrotkohl und Kräuterschupfnudeln € 15,50 Gutbürgerliche Mittags- und Abendkarte Montags und dienstags Ruhetag Rheda-Wiedenbrück | Herzebrocker Str. 162 Tel: 05242 - 42 434 Kräuterkästen mit Kapuzinerkresse und Schnittlauch an der Martinitreppe BUNT, GESELLIG UND NAHRHAFT BUNT, GESELLIG UND NAHRHAFT Rheda-Wiedenbrück als »essbare Stadt« Tomaten am Bahnhof, Pflückobst entlang der Ems-Auen, Kräuter am Schulweg – Rheda-Wiedenbrück hätte ein anderes Gesicht, wenn die Idee der Lokalen Agenda 21 in der Stadt auf buchstäblich fruchtbaren Boden stieße: Wo abgelegene Ecken ungastlich verschmuddeln, machten sich Gemüse- oder Weinranken breit. Statt Zierblümchen und stacheligen Bodendeckern warten Beeren und Bäumchen auf die Ernte. Eltern holen ihren Kindern den Snack vom Strauch am Freibad, junge Erwachsene schneiden ihre Kräuter für die nächste Cocktailparty in der Altstadt, Alleinstehende ernten an der Bushaltestelle ihre Miniportion Beeren für das Frühstücksmüsli. Unsere Stadt hätte noch mehr Begegnungsstätten für das Miteinander, demnächst ein spontanes Ausstauschen von Marmeladen- und Ketchup-Rezepten. Und jeder hätte die Chance auf eine Umwelterfahrung, die früher einmal selbstverständlich war: Nutzen und Schönheit müssen sich nicht ausschließen: »Wer schon einmal in der Duftwolke eines blühenden Strauchbasilikums gestanden hat, weiß, dass Kräuter Augen, Nase und Gaumen erfreuen können«, sagt die städtische Agenda-Beauftragte Annette Vogt. Also ein Zugewinn an Sinnlichkeit mitten in der City – auch wenn man keinen eigenen Garten oder Balkon hat. Wer durch die Altstadt-Zeilen schlendert, hätte frische Pfefferminze in der Nase oder den würzigen Duft von Küchenkräutern. Und – wer weiß – vielleicht kommt so mancher auf den Geschmack und stellt im Badezimmer oder auf der Fensterbank ein paar Töpfe auf, weil er durch Hege und Pflege von öffentlichen Beeren und Kräutern auf deren Geschmack gekommen ist... Vision, Illusion oder vernünftige Praxis? Andere Städte haben schon bewiesen, dass die Idee der essbaren Stadt sehr alltagstauglich und in jeder Hinsicht ein Gewinn ist. Jeder Ort wird ansehnlicher durch mehr Abwechslung bei der Bepflanzung, die Natur profitiert von der größeren Vielfalt, die Menschen entwickeln erfahrungsgemäß mehr Verantwortungsbewusstsein und Gemeinschaftssinn. Pflanzkästen für Kräuter wäre der erste machbare Schritt für das Konzept »essbare Stadt«: Sie sind je nach Bedarf, Beliebtheit und Nützlichkeit flexibel auf- und umzubauen, die Menge an Pflanzen bleibt überschaubar, ebenso wie die Arbeit damit, einheimisches Kräutergrün Quelle: www.essbare-stadt-minden.de überlebt notfalls auch ohne große Zuwendung. Auch eine neue Erfahrung für jeden, der seinem Topf mit Konsumzucht immer wieder beim Welken zusehen muss, egal wie viel Mühe er sich gegeben hat. Alte Sorten sind naturgemäß widerstandsfähiger als Supermarktware. Und das Wachsen und Gedeihen ist mehr als ein Gewinn für Augen, Mund und Nase – es ist eine neue Erfahrung für alle Menschen, auch und besonders für jene, die die Sehkraft verlassen hat. Zahlt der Einzelhandel die Zeche? Sogar die Kleingeldkasse profitiert beim Zupfen im Vorbeigehen. Würden Kräuter in Zukunft also »für lau« geerntet statt gekauft? »Einzelne Gemüsebeete im Stadtbild reichen sicherlich nicht aus, um den Bedarf der Bevölkerung zu decken und so für Gewinneinbußen der Gemüsehändler zu sorgen«, die Lokale Agenda 21 ist unbesorgt. Vom kostenlosen Angebot, im öffentlichen Raum am Kraut zu zupfen, würde sicherlich in Rheda-Wiedenbrück niemand arm. Vielleicht würden Appetit und Bedarf sogar steigen durch den alltäglichen Anblick und Duft. Als Sponsor von Anpflanzungen könnten Geschäftsinhaber sehr

39 charmant auf den eigenen Laden aufmerksam machen. Mönchmeier macht in Wiedenbrück vor, wie man als Einzelhändler von Kräutern auf der Fensterbank gleich mehrfach profitieren kann: Sie sind dekorativ und ziehen Kundschaft an, und die Freude darüber, etwas Hübsches, Nützliches und Duftendes mitnehmen zu dürfen, überträgt sich auf den, der das anbietet. Ein Hingucker, der die Augen auch für das Geschäft öffnet! Eine klare Bereicherung Kindergruppen und Schulklassen können auf einem Spaziergang gezielt lernen, z. B. dass Wildkräuter gut schmecken und nicht immer gleich als Unkraut vernichtet werden müssen. Sie üben Essbares von ungenießbaren Zierbeeren zu unterscheiden – und das alles lernen sie beim Ausflug an der frischen Luft. Seniorenheime und Tagesstätten könnten ebenso Patenschaften zur Hege von Beeten übernehmen wie Vereine und Initiativen, die sich unter anderem der Integration verschrieben haben: Auch die Natur macht unsere Stadt zu einem typisch europäischen Umfeld, das es zu erkunden gilt. Für das, was auf den Teller kommt, selbst Hand anzulegen, ist für viele Neubürger ohnehin selbstverständlicher als für viele Einheimische – da könnten wir also auch von Zugereisten und Flüchtlingen lernen, etwas gemeinsames gestalten und dabei zusammen lecker essen. Wer pflegt, hat selbst was davon Geben und nehmen im Interesse der Gemeinschaft – so verteilen sich Wissen und Erfahrung. Wer nicht Hand anlegen kann, erklärt vielleicht gern oder malt Namenschilder für unbekannte Kräuter. Wer kein Beet betreuen möchte, stiftet Blumenkasten oder Pflanzen. Wer Gesellschaft sucht, spendiert einen Kräutertee oder selbstgemachte Limonade aus der Gemeinschaftsernte für die Aktiven vor der Haustür. Ein klarer Nebeneffekt: Vandalismus und Verrohung nimmt ab in jenen Nischen-Ecken, für die sich andere verantwortlich zeigen. Wo man sich Mühe gibt, so dass etwas der Mühe wert erscheint, ist man selten Ziel von zerstörerischen Attacken. Das zeigen zum Beispiel Schülerinitiativen, die sich für gepflegtes Schulumfeld einsetzen, aber auch die Erfahrungen der Stadt Minden, die seit 2013 überwiegend positive Erfahrungen sammelt. Wann also legt Rheda-Wiedenbrück los? Eine Stadt mit »Flora« ist doch wohl längst überfällig... Berechtigte Sorgen und wie sie widerlegt werden können Wer wühlt schon gern im Hundekot: Hochbeete verhindern, dass die Pflanzen durch Hunde und Katzen verschmutzt werden können. Wenn die Kästen nicht gerade unter Bäumen stehen, von denen es Tauben, Krähen und andere Vögel »herabtropfen« lassen, ist die Gefahr weitestgehend gebannt, dass Pflanzen von Urin oder Kot verunreinigt und ungenießbar werden. Pestizide, Staub und Abgase hingegen gibt es bei jeder Ernte unter freiem Himmel. Früchte, Gemüse und Kräuter müssen also ohnehin vor dem Verzehr gründlich gewaschen werden. Und bestimmte Pflanzen wie Obstgehölze oder Holunderund Brombeersträucher können zur Schutzmauer werden. Hundeund Fuchsbandwürmer verderben den Appetit auf wilden Bärlauch, Pilze und Heidelbeeren oder andere Früchten von bodennahen Pflanzen. Aber das Risiko einer Übertragung durch den Genuss von Selbstgeerntetem ist laut Robert-Koch-Institut nicht hinreichend geklärt. Auch diese Gefahr kann durch Abwaschen, Trocknen oder Garen minimiert werden. DAS WOHL SCHNELLSTE RÜCKENTRAINING DER WELT! JETZT SCHON 1 JAHR IN RHEDA-WIEDENBRÜCK! JUBILÄUMS-ANGEBOT! Die ersten 12 NEU-Mitglieder sparen 90 € und erhalten eine 4 – Wochen Testphase! (Angebot gültig nur am 07.10.2017) JUBILÄUM Ein Grund zum Feiern Samstag von 16 – 20 Uhr 07.OKT.2017 EMS -Lounge® Wiedenbrück Wasserstr. 5 33378 Rheda-Wiedenbrück Inhaberin: Claudia Schlepphorst 05242 - 570 18 10 wiedenbrueck@ems-lounge.de www.ems-lounge.de An alle Kunden und EMS-Interessierte! Für Getränke und Imbiss ist gesorgt! Live-Training um 17 Uhr!

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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