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Das Stadtgespräch Oktober 2017

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14 Das Stadtgespräch So kuschelig kann der Herbst sein Damen-Jacken von Gr. 36 - 50 Jacken von kuschelig warm bis angenehm leicht von Größe S - XXXXXXXL LIEBER ZWIEBELFISCH! LIEBER ZWIEBELFISCH! Warum fiel die Schulaus schusssondersitzung aus? Das Hohe Rathaus hatte am 31. August 2017 die Öffentlichkeit durch eine Presseerklärung wissen lassen, dass die Sondersitzung zur Wenneberschule nach Rücksprache von Ausschussvorsitzendem und Stadtverwaltung wegen der Absage der Elterninitiative nicht mehr stattfinden sollte. Wie hinterher durchsickerte, sollte wegen der Glocke-Podiumsdiskussion vom 7. September zudem entgegen ursprünglicher Planungen keine weitere Informationsveranstaltung mehr von der Stadtverwaltung organisiert werden. Von der Absage der Teilnahme an der Sondersitzung durch SPD und FDP kein Wort. Dabei hatten die beiden Fraktionen an demselben Tag die Absage ihrer Teilnahme an eben dieser Sitzung der Öffentlichkeit mitgeteilt. Sie verwiesen zudem darauf, dass sie den Bürgermeister über diesen Schritt bereits am 9. August schriftlich informiert hatten – unter der Voraussetzung, dass auf der Sondersitzung keine neuen Informationen besprochen werden. Die vorbereitende Sitzung zur Abstimmung auf die Sondersitzung vom 29. August bestätigte offensichtlich die gemeinsame Position von FDP und SPD, so dass die von ihnen angekündigte Konsequenz zwangsläufig umgesetzt und öffentlich gemacht wurde. Die kommunalpolitisch interessierten Leute diskutieren die Frage, warum die Stadtverwaltung den Rückzug von SPD und FDP von der Teilnahme an der Schulausschusssondersitzung nicht selber in ihrer Presseerklärung bekannt gegeben hatte? Die Adaption des bekannten Spiegel-Formats »Zwiebelfisch« von Bastian Sick passt wie die Faust aufs Auge für die Darstellung dieser grotesken Situation. Ebenso wie die Adaption des bekannten Comicstrips von Wilhelm Busch über das reizende Hundepaar Plisch & Plum und ihrem Herrchen Mr. Pief, der durch den Blick in die Ferne in einem tiefen Teich versank. Eine Vorlage für diese Adaption lieferte 1967 ebenfalls im Spiegel Felix Rexhausen über Strauß und Schiller. Er zitierte über die beiden heute noch bekannten Politiker: »Gibt Plisch Laut, nickt Plum. Gibt Plum Laut, nickt Plisch« – und das passt ja so ähnlich auch für den neuen Ersten Beigeordneten der Stadtverwaltung, Dr. Georg Robra, und Volker Brüggenjürgen, Schulausschuss- Vorsitzender des Stadtrats in Rheda-Wiedenbrück. Bei der Bekämpfung der Wenneberschule waren sie nämlich »en Kopp un en Moors«. Plisch ist mehr Fachverwalter, Plum mehr Muster-Abgeordneter, beide wortgewaltig und voller Eifer. Streng gewöhnt an das Kooperieren, standen sie treu zu ihrem Herrchen. Mister Pief sprach immer dankend lächelnd: »Wäriwäll!« Plisch und Plum wollten mit der Sondersitzung des Schulausschusses am 4. September einen tollen Coup landen, so lieb, so herzlich! Wie Plisch so ermunternd zu Plum blickte, Plum so ermunternd zu Plisch hinsah! Kräftig bereiteten sie sich auf die Sonder-Sitzung und das vorhergehende Abstimmungsgespräch vor. Doch den Ruhm ihrer restlosen Harmonie teilte die Elterninitiative schon mal gar nicht. Diese hatte zweimal exklusiv im Hohen Haus für Plisch, Plum, Mister Pief und die anderen Fachverwalter und Ratspolitiker gesprochen. Sie redeten stets für die Katz. Rückfragen von den feindlich gesonnenen Fachverwaltern und

15 Schulausschussvorsitzender Volker Brüggenjürgen SPD-Fraktionssprecher Dirk Kursim FDP-Fraktionssprecher Patrick Büker Erster Beigeordneter Dr. Georg Robra Bürgermeister Theo Mettenborg den Gegnern der Wenneberschule in der Kommunalpolitik gab es nicht. Warum sollte da die Eltern-Initiative ein drittes Mal Rapport leisten, zumal es überhaupt keine neuen Informationen in der Sache gab. Die Initiative winkte ihre Teilnahme an der Sondersitzung folgerichtig ab. Wenn nun die Stadtverwaltung selber die Absage von FDP und SPD in ihrer Verlautbarung nicht erwähnte, kann das ja nicht daran liegen, dass dieser Schritt viel zu unwichtig ist, um ihn offiziell zu veröffentlichen. Eine Sitzung nur mit den Wenneber-Gegnern CDU, Grüne und UWG hätte ja nun erst Recht keinen Sinn gemacht. Wie auf dem Altstadtfest durchsickerte, hatte »Mister Pief«, der freundlich lächelnde Hirte von Plisch und Plum, das Schreiben der SPD und FDP vom 4. August – aus welchem Grund auch immer – wohl nicht so richtig ernst genommen. Er muss deshalb wohl sehr überrascht gewesen sein, als die SPD und FDP darauf anlässlich der Vorbesprechung und in ihrer Presseerklärung zurückkamen. Diese ohne Not geschaffene sehr hochnotpeinliche Situation war für ihn höchst fatal. Wie man zwischenzeitlich ebenfalls hören konnte, wurden vom Bürgermeister auch die anderen Fraktionen nicht in das Schreiben von SPD und FDP eingeweiht. Höchst fatal. Wie konnte er dazu kommen, wird nun spekuliert: Die grundsätzlichen Bedenken von SPD und FDP gegen die Schulausschusssondersitzung bei fehlenden Neuigkeiten zur Wenneberschule konnten sich ja nicht sang- und klanglos in Wohlgefallen aufgelöst haben, eine Nachfrage bei den Sprechern der beiden Fraktionen zu diesem Power-Point hätte das bestimmt bestätigt. Ein plausibler Grund für die prekäre Konstellation fand sich bislang jedenfalls nicht. Ebenfalls SPD und FDP schweigen sich aus. Offensichtlich wollten sie nicht noch mehr Wasser in den tiefen Teich laufen lassen, in den Mister Pief in der Bilder-Story von Wilhelm Busch am Schluss rücklings war hineingefallen. Bei dem Literaten gab es ein Happy-End. Zwiebelfisch ist natürlich gespannt, ob sich dieser glückliche Ausgang auf die geschilderte fatale Entwicklung im Rheda-Wiedenbrücker Rathaus übertragen lässt. Mi is nu so plümerant to mot: Wat Mister Pief woll de toschannen kamen Pötte kitten deit? Raimund Kemper .JUBILÄUM 10 JAHRE IN RHEDA-WIEDENBRÜCK • 8 JAHRE IN HERZEBROCK-CLARHOLZ • 3 JAHRE IN OELDE 2110 % RABATT * AUF BRILLEN & GLÄSER * Preisvorteil bezieht sich auf den Listenpreis. Nur gültig auf vorrätige Ware beim gleichzeitigen Kauf von Brillengläsern in Ihrer Sehstärke. Nicht mit anderen Aktionen / Preisvorteilen kombinierbar. Rennefeld und Oesterschlink GmbH & Co. KG Rheda-Wiedenbrück (Firmensitz) · Wasserstraße 32 · Tel.: 0 52 42 - 4 05 49 65 Herzebrock-Clarholz · Clarholzer Straße 49 · Tel.: 0 52 45 - 9 21 35 41 Oelde · Geiststr. 7-11 · Tel.: 0 25 22 / 8 32 05 62 www.diezwei-hoerenundsehen.de

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