Aufrufe
vor 4 Jahren

Das Stadtgespräch Oktober 2016

  • Text
  • Oktober
  • Stadt
  • Rheda
  • Kinder
  • Menschen
  • Haus
  • Herbstkirmes
  • Zeit
  • Eltern
  • Beiden

72 GESCHÄFTLICHES

72 GESCHÄFTLICHES Das Stadtgespräch anzeigen SPAREN GEHT HEUTE ANDERS Den niedrigen Zinsen ein Schnippchen schlagen Die Deutschen sparen gern, möchten Sicherheit und für Notfälle gewappnet sein. Für Anleger ist es aber in Zeiten dauerhaft niedriger Zinsen kaum möglich, mit den klassischen Sparformen ein Vermögen aufzubauen, zu erhalten und zu vermehren. Konnte man in den vergangenen Jahren noch sein angelegtes Geld innerhalb von 18 Jahren durch Zins und Zinseszins verdoppeln, würde man heute dafür rund 100 Jahre benötigen. Dazu kommt, dass ein Ende der Niedrigzinsphase nicht in Sicht ist. Das bewegt viele Sparer zum Umdenken, auch andere Anlageformen statt Tages- und Festgelder in Betracht zu ziehen. Bernd Schulte, Geschäftsstellenleiter der Volksbank Bielefeld-Gütersloh in Rheda, kennt die Sorgen seiner Kunden genau. Wir haben ihn gefragt, welche Lösungen es gibt. Herr Schulte, lohnt sich Sparen überhaupt noch? Schulte: Hierzu ein ganz klares Ja von mir. Beim Sparen geht es ja darum, meine persönlichen Wünsche und Ziele zu erfüllen. Solange ich mich von denen nicht verabschieden kann und will, muss ich sparen. Wie erreiche ich meine Ziele, wenn ich kaum noch Zinsen bekomme? Schulte: Früher war der Zinseszinseffekt ein wichtiger Helfer, wenn es darum ging, Vermögen anzusparen oder anzulegen. Heute muss ich, um ein Anlageziel zu erreichen, entweder mehr, länger oder aber anders sparen. Das »Mehr-Sparen« ist meistens durch unser Einkommen begrenzt und das »Länger-Sparen« ist bei manchen Wünschen keine geeignete Lösung. Bleibt also das »Anders-Sparen«. Das müssen Sie uns näher erklären. Wie spart man anders? Schulte: Eine zeitgemäße Sparvariante sind Fondssparpläne. Wie der Name schon sagt, sparen Sie mit einem Fondssparplan in einen Fonds. Sie legen regelmäßig Geld in einen Topf, aus dem Wertpapiere gekauft werden, und erwerben damit selbst Anteile. Und zwar viele verschiedene. Die Verteilung der Gelder auf verschiedene Wertpapiere hat einen riesigen Vorteil gegenüber dem Kauf einzelner Papiere: Etwaige Kursrisiken werden gestreut. Das heißt: Verliert ein Papier an Wert, dann wird dieser Verlust dadurch kompensiert, dass andere Papiere im Fonds stabil bleiben oder an Wert zulegen. Unterm Strich kann also trotz einer Schwäche einzelner Anlagen immer noch eine deutliche Wertsteigerung zu verzeichnen sein. Die breite Risikostreuung ist das Grundprinzip und die große Stärke von Investmentfonds. Sie erwähnen Kursrisiken, die sind sicher nicht jedermanns Sache? Schulte: Bei Einzahlungen in einen Fondssparplan profitieren Sie vom Durchschnittspreiseffekt (siehe Grafik). Wer regelmäßig immer den gleichen Betrag spart, kauft im Zeitverlauf bei niedrigen Kursen mehr Fondsanteile beziehungsweise bei höheren Kursen weniger Anteile. Das kann sich langfristig für Sie auszahlen. Muss ich mich beim Fondssparen denn langfristig binden? Schulte: Nein, Fondssparen ist eine Siefert Sebastian sehr flexible Anlageform! Starten kann man bereits mit einer monatlichen Rate ab 25 Euro. Bei Bedarf können Sie Ihre Sparrate grundsätzlich jederzeit anpassen oder aussetzen! Wenn Sie kurzfristig Geld benötigen, können Sie Ihre Fondsanteile in der Regel auch teilweise oder komplett verkaufen. Je nach Fonds muss man auch marktbedingte Kursschwankungen in Kauf nehmen. Und woher weiß ich, welcher Fonds der richtige für mich ist? Schulte: Über den richtigen Fonds für Sie entscheidet die Frage, welcher Typ Sie sind und welche Ziele und Bedürfnisse Sie haben. Es gibt viele Arten von Fonds, zum Beispiel Aktienfonds, Rentenfonds, Immobilienfonds oder Mischfonds – wie der Name schon sagt: Mischungen mehrerer Wertpapierarten. Weiter unterscheiden sich Fonds darin, dass sie sich auf bestimmte regionale oder branchenspezifische Anlageschwerpunkte konzentrieren können. Gerne nenne ich als ein Beispiel unseren Volksbank Bielefeld-Gütersloh NachhaltigkeitsInvest, der 2015 von ECOreporter.de als bester nachhaltiger Mischfonds ausgezeichnet wurde. In unseren Beratungsgesprächen klären wir sehr genau, welche Prioritäten unsere Kunden bei der Geldanlage setzen. Erst wenn exakt analysiert wurde, was unseren Kunden wichtig ist, kann eine konkrete persönliche Empfehlung erfolgen. Hierbei werden natürlich auch vorhandene Vermögenswerte einbezogen, denn was hilft es, wenn ich an der einen Seite Vermögen aufbaue, an anderer Stelle aber Geld verschenke oder gar verliere! Bringt Fondssparen auch etwas, wenn man schon Vermögen hat? Schulte: Ja, sofern man noch keine optimale Vermögensstruktur hat, kann man mit Fondssparplänen schrittweise die vorhandenen Werte in chancenreichere Anlageformen umschichten. Gibt es noch einen abschließenden Tipp, den Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben möchten? Schulte: Gerne. In Zeiten niedriger oder fehlender Zinsen sind geförderte Sparformen, z.B. für die Altersvorsorge, wichtiger denn je. Nutzen Sie ein ausführliches Beratungsgespräch und lassen Sie überprüfen, ob Sie hier bereits gut aufgestellt sind! Frau Liebig hat bei gleichem Geldeinsatz mehr Benzin im Tank. Genauso profitieren Anleger beim Fondssparen von diesem Durchschnittsprinzip.

GESCHÄFTLICHES anzeigen 73 AUTOHAUS FORD LÜCKENOTTO Nutzfahrzeug-Marktanteil erreicht Spitzenplatz Gut lachen hat Nutzfahrzeug- Spezialist Norbert Benub aus dem Hause Ford-Lückenotto. Der Nutzfahrzeug-Marktanteil der Marke Ford in Rheda-Wiedenbrück hat sich im 1. Halbjahr 2016 auf 26,3 % erhöht und Ford- Lückenotto liegt damit erstmals auf Platz 1 vor allen anderen arrivierten Nutzfahrzeug-Anbietern. Nicht zuletzt die Ford-Gewerbewochen, die zwei Mal im Jahr für jeweils 1 Monat stattfinden, haben zu dieser enormen Steigerung geführt. In diesen Zeiträumen gibt es neben 0,00 % effektivem Jahreszins auch Sonder- Konditionen beim Leasing für alle neuen Ford Nutzfahrzeuge vom vom Ford Courier bis hin zum Ford Transit mit einer Nutzlast bis zu 2.100 kg. Bei neuen Ford PKWs gibt es beim Barkauf zusätzliche Nachlässe Norbert Benub für Gewerbetreibende und ein Technik-Leasing inkl. aller anfallenden Inspektionen, Verschleißreparaturen und voller Garantie während der Laufzeit ab 0,99 € pro Monat. ELEKTROAUTOS Ford will Marktführer werden Der US-Autohersteller Ford hat seine Pläne bekräftigt, in großem Stil in Elektromobilität zu investieren. Ford will bis 2020 insgesamt 13 neue Modelle mit E- und Hybridantrieb auf den Markt bringen (40 Prozent der Angebots palette) und so Marktführer auf dem Elektroauto- Markt werden. Momentan liegen Unternehmen wie BYD und Nissan vorn. Ford geht davon aus, dass spätestens 2030 mehr elektrisch angetriebene als konventionelle Autos auf den Straßen fahren. Die Offensive wollen sich die Amerikaner 4,5 Milliarden US- Dollar kosten lassen. Dafür werde 2017 bewusst ein Gewinnrückgang in Kauf genommen, teilte das Unternehmen mit. Im Jahr darauf solle der Gewinn dann wieder zulegen. Bis 2018 will Ford den höheren Ausgaben mit einer Senkung der jährlichen Kosten um 3 Milliarden Dollar begegnen. Auch tritt das Unternehmen bei der Entwicklung selbstfahrender Autos aufs Tempo – und zielt dabei vor allem auf den boomenden Markt der Fahrdienste. Bereits 2021 soll der erste vollautonome Roboterwagen für den gewerblichen Personentransport auf der Straße sein. Das Fahrzeug solle ohne Lenkrad, Gas- und Bremspedal auskommen und sei speziell für Taxi-Services gedacht. Ford geht davon aus, dass bis zu 20 Prozent der verkauften Neuwagen Ende des nächsten Jahrzehnts selbstfahrende Autos sein werden. Klaus Dammann Parkplatz überlassung an Arbeitnehmer Oft befinden sich in der näheren Umgebung von Betrieben nur wenige Parkplätze, auf denen die Arbeitnehmer während der Arbeitszeit parken können. Insbesondere die wiederholte Parkplatzsuche von Arbeitnehmern nach Auswärtsterminen kann zu nicht unwesentlichen Störungen des Betriebsablaufs führen. In diesen Fällen kann es sich anbieten, dass der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern Parkplätze während der Arbeitszeit unentgeltlich oder verbilligt zur Verfügung stellt. Dieser geldwerte Vorteil ist für die Mitarbeiter lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Das gilt auch, wenn der Arbeitgeber Park- oder Einstellplätze von Dritten anmietet. Demgegenüber liegt jedoch für die Arbeitnehmer immer lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn vor, wenn die Arbeitnehmer ihren Parkplatz selbst anmieten und der Arbeitgeber ihnen die Parkgebühren erstattet. Zur umsatzsteuerlichen Behandlung der unentgeltlichen oder verbilligten Parkplatzüberlassung hat der Bundesfinanzhof Anfang am 14. Januar 2016 ein klarstellendes Urteil gesprochen. Die unentgeltliche Parkplatzüberlassung während der Arbeitszeit an Arbeitnehmer erfolgt aus eigenbetrieblichem Interesse des Arbeitgebers und ist somit eine im Rahmen der Umsatzsteuer nicht steuerbare Leistung. Beteiligt der Arbeitgeber seine Arbeitnehmer jedoch an den Parkgebühren, so dass zum Beispiel nur eine verbilligte Überlassung erfolgt, beurteilt der Bundesfinanzhof dies als Leistungsaustausch. Der Arbeitgeber hat von den Zahlungen der Arbeitnehmer Umsatzsteuer einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Insgesamt stellt die unentgeltliche oder verbilligte Parkplatzüberlassung eine interessante Gestaltungsmöglichkeit im Vergütungssystem eines Unternehmens dar. Klaus Dammann Der Autor ist Steuerberater und Fachberater für Internationales Steuerrecht in der Kanzlei Wortmann & Partner & Co. KG Wirtschaftprüfungsgesellschaft · Steuerberatungsgesellschaft Rheda-Wiedenbrück

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

© 2020 lokalpioniere
Impressum / Datenschutz