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Das Stadtgespräch Oktober 2016

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40 Das

40 Das Stadtgespräch Mobiles, aufsteigendes Gestühl für die neue Bürgerhalle finden. Aufgrund der Höhe der Investitionssumme ist eine europaweite Ausschreibung nach VGV erforderlich. Die Politik hat sich offensichtlich zum Ziel gesetzt, die neue Veranstaltungshalle bis zu den nächsten Kommunalwahlen im Herbst 2020 zu eröffnen. Die Einweihung soll auf jeden Fall 2019 erfolgen. Kein Architektenwettbewerb Offensichtlich verzichtet unter diesen Prämissen die Politik ausdrücklich auf einen Architektenwettbewerb, obwohl sie in anderen Fällen (z. B. Alte Brennerei Pott, Adenauerplatz) gern von diesem Instrument Gebrauch macht. Dieses Vorgehen stieß auf Kritik. Ein Architektenwettbewerb bringt mehrere Vorteile mit sich: Er bietet ein Maximum an Ideen, auch kleinere und mittlere Architekturbüros sowie Newcomer können sich beteiligen. Bis zu 15, 20 Teilnehmer sind nicht selten. Der Wettbewerb zieht das Interesse der Öffentlichkeit auf sich und schafft durch die Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse ein positives Image. Er macht die Planungsschritte transparent und fördert die Identifikation der Bürger mit dem Projekt. Die eingereichten Pläne sind bis ins Detail durchdacht. Das Preisgericht entscheidet in einem anonymen Verfahren objektiv und sachorientiert. In vielen Fällen ist der offene Architektenwettbewerb der bessere Weg zur Findung des geeigneten Auftragnehmers und zur Optimierung der Planungslösung. Allerdings kann der formale Ablauf des Architektenwettbewerbs bis zu einem Jahr dauern. Zudem kann es passieren, dass die Leute der Jury nach Gesichtspunkten entscheiden, die unter Umständen gar nicht den gesetzten Prioritäten entsprechen und am Ende eine Planung genommen werden muss – die architektonisch zwar sehr wertvoll sein kann, aber nicht gefällt. Diese Erfahrung wurde in Rheda-Wiedenbrück noch nicht gemacht. Sie war bislang nur positiv. Zweistufiges, offenes Verfahren Die Politik entschied sich für ein zweistufiges, offenes, europaweites Verfahren, erklärte uns die Kämmerin. Auf der ersten Stufe ermitteln die Projektpartner (Politik, Stadt, Flora, Projektbeauftragter) geeignete Bieter durch einen sog. öffentlichen Teilnahmewettbewerb. Sie müssen ausreichend Erfahrungen im Bau von Veranstaltungshallen mitbringen und entsprechende Referenzen vorweisen, um sich erfolgreich bewerben zu können. Die Projektpartner wählen aus den Teilnehmern die Architekturbüros aus, die sie in einer zweiten Stufe zur Abgabe eines Angebots inkl. eines skizzenhaften Vorentwurfs auffordern wollen. Die Auswahl erfolgt nach formalen Kriterien und nach der Bewertung der eingereichten Entwurf-Skizzen unter Berücksichtigung der Zielsetzungen des Wettbewerbs. Entsprechend den einschlägigen Vorschriften wird die von ihnen festgelegte Zahl genau die untere Grenze von drei Bewerbern einhalten, denen die Projektpartner nach eingehender Prüfung die »Vergaberichtlinien zur Abgabe von konkreten Angeboten« übermitteln. Die 3 Architekturbüros bringen sich mit ihren Ideen in den Wettbewerb ein. Sie müssen dabei den Kostenrahmen wahren. Terminplan Die Projektpartner entscheiden sich für eine der drei Varianten. Zeller ist überzeugt, dass sie eine optimale Lösung finden werden: »Schon Ende November, Anfang Dezember 2016 wissen wir, mit welchem Architekturbüro die Projektpartner zusammenarbeiten«. Die eigentliche Planungsphase folgt in 2017. Baubeginn ist voraussichtlich 2018. In der zweiten Jahreshälfte 2019 könnte die neue Veranstaltungshalle eröffnet werden. Bei einem Architektenwettbewerb wüssten die Projektpartner aber voraussichtlich frühestens im Herbst 2017, welches Architekturbüro zum Zuge kommt. Die häufig gehörte Kritik an dem zweistufigen Verfahren, dass es spezialisierte und große Büros bevorzugt (Jochen König, Vorsitzender des Ausschusses Wettbewerbs- und Vergabewesen), teilt die Kämmerin nicht. Sie sieht es als Vorteil, dass fachlich versierte Architekturbüros zum Zuge kommen, die Erfahrungen im Bau von Veranstaltungshallen haben und bereits kompetente Planungen entworfen SORTIMEN Ihre Gelegenheit richtig zu sparen! Nutzen Sie diese Chance! Wir freuen uns auf Ihren Besuch! ZU70 BIS SPAREN % 21 KÜCHEN MÜSSEN RAUS! MACHEN SIE IHR SCHNÄPPCHEN! ACHTUN WEITERE FR GESTALTE WÜNS AKTION Hauptstraße14 | 33378 Rheda-Wiedenbrück | 05242 / 578390 | Mo.-Fr.9.30-19.00Uhr |

41 haben. Diese Situation erhöht die Chance, dass tatsächlich die beste mögliche Idee architektonische Gestalt annehmen wird. Folgekosten Die jährlichen Folgekosten für die neue Stadthalle liegen nach Auskunft von Zeller bei 360.000 €. Sie errechnen sich u. a. aus der Abschreibung und den Unterhaltungskosten. Die Ertragserwartungen (u. a. Eintritt) werden den Kosten gegengerechnet. Kein Kostenvorteil bei der Nutzung des A2 Forums Bis zum heutigen Tag gibt es Menschen in Rheda-Wiedenbrück, die der Auffassung sind, dass die Mitnutzung des A2 Forums eine Alternative zu einer neuen Stadthalle ist. Obwohl die Fakten dagegen sprechen, gibt es selbst im Rat Politiker, die das ernsthaft behaupten. Das wirkt geradezu lächerlich. Im Rahmen der Vorüberlegungen der Flora Westfalica zur neuen Bürgerhalle teilte das A2 Forum mit, dass sie für die jährlich 50 »Kern«- Veranstaltungen (Theater, Kleinkunst, Konzerte, Vereinsveranstaltungen) eine Brutto-Miete in Höhe von 370.000 €, inkl. einer einfachen technischen Grundausstattung sowie Nebenkosten, an das A2 Forum zahlen müsste, berichtet Hammacher. Die Flora Westfalica hat pro Jahr aber zirka 80 – 100 Veranstaltungen im Terminkalender vermerkt. Ihr Geschäftsführer merkt dazu an: »Da geht deutlich mehr!«. Er hält 130 – 140 Veranstaltungen mittelfristig in der neuen Halle für realistisch. Derzeit muss er externe Anfragen oftmals abweisen, weil sie im Reethus aufgrund der mangelhaften technischen Ausstattung und sonstigen Infrastruktur nicht realisierbar sind. Einige Veranstalter weichen direkt auf Mitbewerber in der Region aus. Die Zahlen sprechen für sich! Ein Vergleich der Folgekosten für eine neue Stadthalle mit den Mietaufwendungen für die Nutzung des A2 Forums zeigt, dass von der Kostenseite her eine neue Stadthalle rentierlich ist. 2019 fallen die Vorhänge im Reethus für immer herunter. Terminüberschneidungen Fixe Veranstaltungen des A2 Forums lassen eine freie Terminwahl durch die Flora Westfalica nicht zu. Beispielsweise lädt die Baumesse regelmäßig in der zweiten Februar-Dekade ein. Dieser Termin kollidiert bei einem spät liegenden Rosenmontag mit den Doppelveranstaltungen der Karnevalsvereine. Die Möglichkeit einer flexiblen Termingestaltung aber ist Grundvoraussetzung für ein qualitativ hochwertiges und abwechslungsreiches Kulturprogramm, da z.B. Tourneetheater und Agenturen langfristig in festen Zeiträumen planen, so Hammacher. Ungünstige räumliche Voraussetzungen Das A2 Forum ist als Messe-Zentrum optimal konzipiert. Für die Nutzung in der Funktion einer Stadthalle ständen primär zwei Räume zur Verfügung: Die Halle 5 sowie im Erdgeschoss der 3,70 m hohe Veranstaltungsraum. Die (große) Messe-Halle 5 verfügt über keine Bühne und keine Grundtechnik für Licht und Ton. Veranstaltung für Veranstaltung müssen Traversensysteme für die zusätzlich erforderliche Licht- und Tontechnik kostenintensiv angemietet werden. Die Halle ist zudem nicht teilbar. Nur Vorhänge können gezogen werden, was zudem akustische und atmosphärische Probleme mit sich bringt. Im (kleineren) Veranstaltungsraum ist keine ausreichende Technik vorhanden. Aufgrund der niedrigen Deckenhöhe ist eine Positionierung eines optimalen Traversensystems für das Licht- und Ton-Equipment nicht möglich, so Hammacher. Dieser Saal eignet sich insbesondere für die Durchführung von Vorträgen und ähnlichen Veranstaltungen. Ergo: Die neue Veranstaltungshalle hat nach Abwägung aller Argumente das Potential sich zu einer Herzensangelegenheit der Bürger zu entwickeln. Raimund Kemper TSWECHSEL BEIM GRÖSSTEN KÜCHEN-STUDIO IM KREIS! G KÜCHEN-KÄUFER EI GEPLANTE INDIVIDUELL TE KÜCHEN NACH IHREN CHEN ZU ABSOLUTEN SPREISEN. NUR BEI UNS! Sa. 9.30 - 16.00 Uhr | www.kuechen-schmidt.de BITTE VEREINBAREN SIE EINEN PLANUNGS- TERMIN UNTER TEL. 0 52 42 / 57 83 90 oder info@kuechen-schmidt.de

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