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Das Stadtgespräch Oktober 2016

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38 Das Stadtgespräch NEUE BÜRGERHALLE NEUE BÜRGERHALLE Die Bürger sind zur Mithilfe eingeladen Nur mit aktiver Beteiligung durch Firmen und aus der Bürgerschaft kann die geplante Bürger- und Vereinehalle (Stadthalle) im Herzen der Hauptstraße schuldenfrei bzw. ohne weitere Steuererhöhungen entstehen. Bis zum geplanten Baubeginn im Jahr 2019 haben Stadt und Rat im Städtischen Haushalt für das Projekt 8,7 Mio. € auf die »hohe Kante« gelegt. Somit fehlen für die Errichtung der geplanten Stadthalle 4,3 Mio. €. Exakt auf 14 Mio. € haben Stadt und Rat die Investitionskosten für die Halle gedeckelt. Aktuell führt die Stadt Überlegungen, in welcher Weise die Spenden von den Firmen und Bürgern gesammelt werden sollen. Denkbar sind z. B. Fondsscheine oder so genannte »Bausteine«, die von den Spendern erworben werden können. Ein noch zu gründender Förderverein soll die Beteiligung der Bürger und Firmen bei der Finanzierung des Fehlbetrages organisieren. Als Alternative bzw. Ergänzung zur Sammlung von Spenden können Stadt und Rat den Fehlbetrag in Höhe von 4,3 Mio. € durch die Aufnahme eines entsprechend hohen Darlehens decken. Da die Stadt nicht weiß, in welcher Höhe Spenden eingehen werden, geht sie in ihrer Wirtschaftlichkeitsberechnung aus Vorsichtsgründen zunächst von einer Darlehensaufnahme aus, um alle möglichen Aufwandspositionen tatsächlich auch zu greifen, erfuhren wir in einem von uns erbetenem Interview mit der neuen Stadtkämmerin Christine Zeller (Beigeordnete) und dem Geschäftsführer der Flora Westfalica, Ralf Hammacher. Sie sind federführend bei der Realisierung des Projekts »Neue Bürgerhalle«. Herzensangelegenheit Wir wollten in dem Gespräch ausloten, inwieweit das Projekt »Neue Bürgerhalle« über das erforderliche Potential verfügt, dass Firmen und Privatpersonen die geplante Veranstaltungshalle zu ihrer Herzensangelegenheit machen und die Baukosten gern mittragen. Wir hatten dafür Prüfsteine erarbeitet. Bürgerbeteiligung Die Bürgerschaft konnte ihre Ideen für das Projekt schon bei dem ersten Anlauf zum Neubau einer Veranstaltungshalle vor 8 Jahren im Rahmen eines Workshops im Reethus vortragen. Darüber hinaus gab es für sie bis heute sehr viele Möglichkeiten, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, u. a. bei der Vorstellung der Machbarkeitsstudie und speziellen Informationsveranstaltungen. Breite Ratsmehrheit Der Weg von Rat und Stadt bis zur Entscheidung über den Abbruch der alten (Reethus) und den Bau einer neuen Stadthalle war lang und sehr beschwerlich. Der Rat ist stolz, dass sich bis auf die FDP und UWG alle Fraktionen mit einem klaren Votum für eine neue Stadthalle aussprachen und die Akzeptanz der Bürger für den Neubau kontinuierlich wächst. Wird die Nutzung der neuen Halle zu teuer? Die Vereine haben ein Interesse an einer kostengünstigen Nutzung. Die Stadtkämmerin wies darauf hin, dass es dazu eine eindeutige politische Aussage gebe, dass die bisherigen Nutzungsbedingungen im Reethus ebenfalls für die neue Bürgerhalle gelten. Die Vereine werden hier auch weiterhin aus einem Pool Caterer auswählen können. Auch die von der Bürgerschaft gewünschte multifunktionale Nutzung der neuen Halle findet Berücksichtigung. Der geplante Saal mit Foyer soll für Veranstaltungen unterschiedlicher Größenordnung durch Licht- und modulare Raumgestaltung beste Voraussetzungen

39 bieten. Darüber hinaus soll die Bürgerhalle für Veranstaltungen unterschiedlicher Art konzipiert und ausgestattet werden. Das können Theatervorführungen, Rock-Konzerte, Karnevalsveranstaltungen, Oktoberfeste, Winterbälle und Musical-Vorführungen ebenso sein wie private Feste, Tagungen und Seminare. Insgesamt stehen für Veranstaltungen auf einer Bruttogeschossfläche (= Grundfläche) von 3300 qm mit Konzertbestuhlung wie im Reethus 900 Sitzplätze zur Verfügung. Bei einer Bestuhlung an Tischen werden es rund 700 Plätze sein. Parkplätze sollen in ausreichender Anzahl vorhanden sein. Für die Theatervorführungen und Konzerte hat der Aufsichtsrat der Flora Westfalica wichtige technische Details sowie die Einrichtung von mobilen aufsteigenden Zuschauerrängen festgeschrieben. Standort Der gewählte Standort im Herzen der Hauptstraße, nördlich der früheren Gaststätte Klein, überzeugt durch die hervorragenden Möglichkeiten der städtebaulichen Einfügung sowie die Nähe zum Flora Westfalica-Park. Die Realisierung des Projekts ist eine definitiv reizvolle Aufgabe für eines der letzten großen Filetstücke an der Hauptstraße. Zwischen den beiden Stadtteilen Rheda und Wiedenbrück gelegen wird es der gesamten Stadt Impulse geben. Es ist das wichtigste Bauvorhaben in Rheda-Wiedenbrück seit der Landesgartenschau 1988. Das Bauwerk soll ein Aushängeschild der Stadt werden und die Hauptstraße aufwerten, so die Kämmerin. Projektsteuerung Auf Initiative der Politik / des Aufsichtsrats der Flora Westfalica soll ein externer Projektsteuerer Stadtkämmerin Christine Zeller und der Geschäftsführer der Flora Westfalica, Ralf Hammacher den Bau der Halle überwachen. Das Ziel: Die Kosten sollen nicht aus dem Ruder laufen (Deckelung 14 Mio. €). Rat, Stadt und Flora Westfalica wollen die neue Veranstaltungshalle in Zusammenarbeit mit der »agn Niederberghaus & Partner GmbH« in Ibbenbüren planen und das Konzept umsetzen. Die »agn« ist Spezialist für Generalplanung sowie Projektsteuerungs- und Projektmanagementleistungen. Europaweite Ausschreibung Die Projektpartner wollen die beste architektonische, städtebauliche, funktionale und wirtschaftlichste Lösung für die zu planende und zu realisierende Hochbaumaßnahme

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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