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Das Stadtgespräch Oktober 2016

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30 TIPPS

30 TIPPS Das Stadtgespräch HÖRBUCH: MIROSLAV NEMEC »Die Toten von der Falkneralm« Das Setting, dass Krimiautoren plötzlich in einen echten Kriminalfall verwickelt werden, ist so neu nicht. Und auch, dass Kommissare in ihrer Freizeit auf einmal mit Fällen konfrontiert werden, ist längst schon ein Klassiker. Aber dass ein Schauspieler, der seit langen Jahren einen Kommissar in Deutschlands erfolgreichster Krimiserie darstellt, einen Krimi schreibt mit sich selbst in der Hauptrolle, das ist neu. Miroslav Nemec, bekannt vor allem als Ivo Batic aus dem Münchner Tatort, soll bei einem sogenannten Mörderischen Wochenende aus einem Krimi lesen und anschließend über Mord in Fiktion und Wirklichkeit diskutieren. Und so fährt er an einem Freitag im August in das Berghotel »Falkneralm«, zu dem nur eine einsame Seilbahn führt. Doch das Wochenende wird alles andere als erfreulich: Es kommt ein gewaltiger Gewittersturm auf, der verhindert, dass alle Gäste rechtzeitig zu dem Event gelangen können. Telefon und Internet versagen ebenso, man ist also auch medientechnisch abgeschnitten. Doch damit nicht genug: Plötzlich kommen nacheinander auch drei Gäste zu Tode. Unfall oder doch Mord? Eine Verkettung unglücklicher Umstände, wie die Berchtesgadener Polizei meint. Doch Nemec, durch zahlreiche Tatort-Folgen irgendwie selbst zum Kriminalisten mutiert, und ein tatsächlicher Profi, die Polizeimeisterin Bergending aus Augsburg, beginnen zu zweifeln, ob wirklich alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Und so muss der Kommissardarsteller Nemec selbst zum Ermittler werden und der Gefahr ins Auge blicken. Was natürlich alles kein Problem ist, denn schließlich sind die Grenzen zwischen Schauspieler, TV-Kommissar und tatsächlich Betroffenen in einem Fall doch fließend. Oder etwa doch nicht? Nemec macht jedenfalls aus seiner Not, dass für die Öffentlichkeit diese Grenzen keine Rolle spielen, eine Tugend, denn er spielt geschickt mit den jeweiligen Klischees. Verstärkt wird dieser Eindruck noch in der Hörbuchfassung, die Miroslav Nemec selbst liest, also quasi Ivo Batic. Erschienen ist der gelungene Krimi als Hörbuch im hörverlag. Die gekürzte Lesung bietet immer noch knapp fünf Stunden Hörvergnügen und kostet 18,99 Euro. DVD Männerhort Eigentlich muss man Komödien, die sehr deutlich auf die Männerund Frauenklischees zielen, besser meiden. Zu groß die Gefahr, dass der Streifen ins reine Slapstick abgleitet, zu nah am Herrenwitz die Komik, zu eindimensional das zugrunde liegende Weltbild – zumal es das Wesen der Komödie ist, durch Übertreibung für Unterhaltung zu sorgen. Mit entsprechend geringen Erwartungen habe ich mir »Männerhort« besorgt. Immerhin ist dieser Film zumindest hochkarätig besetzt. Doch auch das Cover ist übrigens keine Werbung für eine kluge Komödie. Aber ab und zu wird man eben doch positiv überrascht. Und die Grundidee ist schon witzig: Die Frauen haben nur Shopping, Schwätzen, Sex und Kinder im Kopf, was den Software-Entwickler Eroll (Elyas M’Barek), den Dixi-Klo-Vertreter Lars (Christoph Maria Herbst) und den Berufspilot Helmut (Detlev Buck) zunehmend nervt. Die drei ungleichen Freunde e brauchen einen Rückzugsort, wo ein Mann noch Mann sein kann. Im zentralen Heizungskeller ihrer r Neubausiedlung haben sie also den Männerhort eingerichtet, eine frauenfreie Zone, in der die gestressten (Ehe-)Männer heimlich Fußball schauen, Pizza essen, Bier trinken, nach Herzenslust rülpsen und über Frauen lästern können. Doch als der Facility Manager, wie heute die Hausmeister genannt werden, Aykut (Serkan Çetinkaya) die letzte Bastion der Männlichkeit entdeckt und sie räumen lassen will, droht Eroll, Lars und Helmut die Vertreibung aus dem Paradies... Doch wie jede gute Komödie bietet auch »Männerhort« eine ganze Reihe von Überraschungen und unerwarteten Wendungen. Auch wird der Zuschauer gewahr, was mit den einzelnen Jungs so los ist. Wundervoll herausgearbeitet hat Regisseurin Franziska Meyer Price den Hintergrund der Protagonisten. Hinreißend dargestellt ist die shopping- und sexsüchtige Freundin Erolls von Cosma Shiva Hagen, die sich für diese Rolle nicht zu schade ist. Der Film basiert auf dem sehr erfolgreichen Theaterstück des deutsch-isländischen Autors Kristof Magnusson, das 2003 in Bonn uraufgeführt wurde. Im November 2005 wurde das Stück mit Michael Kessler, Bastian Pastewka, Jürgen Tonkel und Christoph Maria Herbst in den Hauptrollen erstmals am Kurfürstendamm in Berlin gespielt und nach einer bundesweiten Tour des Ensembles (mit über 200 Auftritten) wurde der »Männerhort« an über 80 Bühnen im In- und Ausland heimisch. Die Kinoadaption wurde von Franziska Meyer Price inszeniert, vermutlich damit nicht alles im Testosteron-Sumpf versinkt, was auch gelungen ist!

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Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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