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Das Stadtgespräch Oktober 2016

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18 Das Stadtgespräch EHRENAMTLICHE HILFE FÜR FLÜCHTLINGE BEI UNS EHRENAMTLICHE HILFE FÜR FLÜCHTLINGE BEI UNS »Wer hilft, bekommt viel zurück« In den vergangenen Jahren sind einige hundert Flüchtlinge neu nach Rheda-Wiedenbrück gekommen. Die Stadt sucht nach geeigneten Standorten für Flüchtlingsunterkünfte – und viele Bürgerinnen und Bürger packen freiwillig mit an, um den Flüchtlingen ihren Aufenthalt in unserer Stadt zu erleichtern und ihnen bei der Integration zu helfen. Willkommen in Rheda- Wiedenbrück In Rheda-Wiedenbrück hatte sich vor einem Jahr die Bürgerinitiative »Willkommen in Rheda-Wiedenbrück« gebildet. Erste Aktionen waren u. a. ein Willkommensfest, ständige Präsenz und Besuche in den städtischen Unterkünften, Patenschaften, Kleider- und Sachspenden. Im vergangenen Juli gründete die Initiative das »Sprachcafé Heike und Imam«. »In netter Atmosphäre wollen wir deutsch sprechen und üben«, laden die beiden sowohl Flüchtlinge und Asylsuchende aus allen Ländern als auch die Bürgerinnen und Bürger aus Rheda-Wiedenbrück ein, um gemeinsam eine schöne Zeit zu haben und neue Leute kennenzulernen. Das Treffen ist jeden Mittwoch, 17 – 20 Uhr, am Reinkenweg 6, gegenüber dem Freibad Rheda. Flüchtlingshilfe in St. Vit Durch den Bezug der ersten in Holzbauweise erstellten Flüchtlingsunterkunft Am Lattenbusch rückte die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe von St. Vit in den Fokus. Für Alexander Löhner aus der städtischen Integrationsabteilung ist das, was in St. Vit geschieht sehr gut vorbereitet. Seit mehr als einem Jahr kümmert sich ein Kreis freiwilliger Helfer um die männlichen Bewohner der Flüchtlingsunterkunft am Haxthäuser Weg. Die Helfer besprechen mit den Bewohnern beispielsweise aktuell anstehende Dinge, organisieren Spiele-Nachmittage oder gemeinsame Kochtreffen und, und, und. Der St. Viter Verein »Dorf aktiv« freut sich, dass das von ihm für die Umgestaltung zum Dorfgemeinschaftszentrum übernommene Küsterhaus seit November 2015 als Flüchtlingsherberge auf Zeit eine sinnvolle Zwischennutzung gefunden hat. Wohnpavillon Am Lattenbusch Rund 60 Schutzsuchende werden in dem Wohnpavillon für Flüchtlinge Am Lattenbusch eine Heimstatt finden. Seit dem 7. Juli 2016 werden hier vorrangig Familien einquartiert. Eine Wohnung für eine Großfamilie ist noch frei. Aktuell bewohnen 47 Menschen Das Team der Paten den Flüchtlingspavillon, erfuhren wir in einem Interview mit Bärbel und Dieter Feldmann. Als die ersten Baumaßnahmen für die Unterkunft für Flüchtlinge Am Lattenbusch begannen riefen die Initiatoren der ehrenamtlichen Initiative »St. Vit hilft Flüchtlingen« zu den Vorbereitungen der Hilfeleistungen auf. Spontan fanden sich mehr als erwartet Helferinnen und Helfer aus allen Altersgruppen (vom Rentner bis zum Schüler) und allen Ortsteilen, von denen bis heute 28 Personen auf Dauer in der Flüchtlingshilfe engagiert sind. Die Stadt bereitete sie auf die bevorstehenden Aufgaben mit einem sehr hilfreichen Seminar der Caritas zur praktischen Flüchtlingshilfe »Nähe und Distanz« vor. Die Unterstützung dieser Gruppe aus St. Vit war so groß, dass die Stadtverwaltung als Eigentümerin und Betreiberin der Einrichtung die Grundausstattung der Hilfsinitiative überlassen konnte. Die Stadt brauchte sich nur um die Anschaffung einzelner Gegenstände kümmern. Für die Zwischenlagerung des zusammen getragenen Inventars stellten St. Viter Unternehmer Lagerräume zur Verfügung. Paten helfen Die große Zahl der aktiven Helfer machte es zudem möglich, dass die Initiative für jede Flüchtlingsfamilie zwei Paten zur Betreuung bereitstellen kann. Das Spektrum der Aufgaben für die freiwilligen Helfer ist unendlich. Es reicht beispielsweise von der Hilfe bei Behördenangelegenheiten, über Stadtteilspaziergänge und die Anleitung bei der Bedienung von

19 Zahlreiche Flüchtlinge aus St. Vit (schwarze Kluft) starteten bei »Laufen und Gutes tun«. Haushaltsgeräten bis zur Bekanntmachung mit den Regeln bei der Mülltrennung und Einführung in das gleichberechtigte Zusammenleben von Männern und Frauen in Deutschland, zur Organisation von Spiel-, Sport- und Kreativangeboten und bis zum Verhalten im Straßenverkehr. Während der dreimal wöchentlich durchgeführten Sprachkurse in den Räumen der Feuerwehr beschäftigen sich ehrenamtliche Betreuer, unterstützt durch das DRK, mit den Kindern, so dass auch den Müttern das Erlernen von Deutsch möglich ist. Für die Betreuung der Kinder stellt die Kirchengemeinde das Vitus-Haus bereit. Zur Förderung der Mobilität reparierten die Ehrenamtlichen mit Flüchtlingen Fahrräder. Diese wurden gespendet. Asylbewerber, die ein repariertes Zweirad haben wollten, mussten dafür eine Art Schutzgebühr bezahlen. Die allgemeine Lebenserfahrung »was nichts kostet, kann nicht viel sein«, findet damit auch hier Berücksichtigung. Es zeigt sich eben, dass Menschen allgemein pfleglicher mit etwas umgehen, wenn sie dafür etwas zahlen müssen. Es wäre schön, wenn wir noch mehr Räder in einem einigermaßen guten Zustand hätten, auch für Kinder, sagten die Feldmanns. Gern nehmen die Neu-St.-Viter das wichtige Angebot von Rot-Weiss St. Vit an, beim Sport mitzumachen. Die Fußballabteilung konnte schon mehrere Flüchtlinge zum Mitspielen in ihren Mannschaften gewinnen. Und ebenso gern ließen sich Flüchtlinge von den Paten davon überzeugen bei der Veranstaltung »Laufen und Gutes tun« in größerer Zahl mitzumachen. Weitere Themen stehen jetzt an: Die Integration in die Schul- und Berufswelt, der Umgang mit langen Winterabenden. Die Verständigung klappt manchmal auf Englisch, manchmal mit Händen und Füßen, häufig mit Unterstützung der Bewohner der Flüchtlingsunterkunft vom Haxthäuser Weg, die schon ein bisschen Deutsch sprechen können. Vertrauen Durch die Hilfe und die vielen Gespräche baut sich nach und nach Vertrauen auf. Die Dankbarkeit der Familien ist unglaublich groß. Sie erzählen von ihrer Flucht und von ihrer Verwunderung, dass sie in einem Land mit fremder Sprache, einer anderen Kultur und Religion Hilfe bekommen. Die Asylsuchenden sind sehr dankbar dafür, dass sie in Rheda-Wiedenbrück sein dürfen, dass sie gut aufgenommen und versorgt werden. Die Helfer finden es schön zu sehen, wie die Flüchtlingsfamilien immer mehr aufblühen. Die ehrenamtliche Arbeit macht dadurch unglaublich viel Spaß. Als sehr positiv wird auch die Zusammenarbeit mit der Stadt – insbesondere dem Städtischen Integrationsamt erfahren. Es steht immer zur Stelle, wenn es gebraucht wird – von den Hausmeistern bis zum Bereichsleiter. Sie möchten helfen? Auch die Wohneinheiten am Südring, Lümernweg und anderswo sind, bzw. werden bezugsfertig. Wenn dieser Beitrag der letzte Ruck ist, der Mitbürger dazu bringt, sich jetzt ein Herz zu fassen und anzupacken, wäre ein wichtiger Schritt erreicht. Helfen ist nicht schwer, Die einzig erforderliche Qualifikation: Ein gutes Herz. Wir dürfen die Flüchtlinge, die in eine für sie sehr fremde Welt verschlagen werden, nicht alleine lassen. So wie wir uns auch wünschen, dass man sich auch um unsere Familien kümmern würde, wenn sie einmal wegen ... eines Supergaus nach ... Libyen flüchten müssten – so die Ansicht der St.Viter. Wenn es Ihnen ein Anliegen ist, dabei zu sein, zu helfen, und von Erfahrungen anderer zu erfahren kontaktieren Sie die ehrenamtlichen Flüchtlingsinitiativen bzw. das Städtische Integrationsamt. Die Stellen finden gemeinsam mit Ihnen dann eine Möglichkeit, wie Sie sich in die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe einbringen können. Kontakt-Daten: St. Vit · Fluechtlinge@Sankt-Vit.de · www.sankt-vit.de/hilfe.html Rheda-Wiedenbrück · www.willkommen-in-rheda-wiedenbrueck · info@willkommen-in-rheda-wiedenbrueck.de Städtisches Integrationsamt · Ruf 963562 · ernstjuergen.michaelis@ rh-wd.de Ev. Versöhnungskirchengemeinde · Flüchtlingsbeauftragte Heike Zurmühlen · per WhatsApp 01722811518 Raimund Kemper Mein Figur-Projekt: fitter, schlanker und in Form – hoher Umpfangverlust und ein verbessertes Hautbild – intensive Betreuung in Kleingruppen Weitere Infos unter Winnys Gym 05242/47368, Ansprechpartner Bianca Monert. Bosfelder Weg 94a | www.winnysgym.de

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