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Das Stadtgespräch Oktober 2015

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

52 Das

52 Das Stadtgespräch Goldankauf in Wiedenbrück Foto Zeidler, Lange Straße 51 Sofort Bargeld für Zahngold, Schmuck, Ringe, Münzen. in Zusammenarbeit mit NEW ICE Deutschland GmbH 34 Jahre Goldankauf Bitte Ausweis mitbringen. Wer einen Vogel hat, kann Geld verdienen ein künftiger Banker oder Jurist monatelang in Indonesien? Angenommen man hat dann doch irgendwie die Zeit für die Reise. Da wir schon beim nächsten Thema sind: Woher kommt das Geld für die Reise? In den meisten Fällen empfiehlt es sich, dass man das Geld schon hat, sprich zu Hause verdient, und nicht unterwegs verdienen muss (obwohl auch das wertvolle Erfahrungen sein können, doch dazu später mehr). Taxifahren, Kellnern oder in einer Fabrik am Band arbeiten ist bei uns um ein Vielfaches lukrativer als in den meisten Länder, vor allen in den warmen – die arabischen Ölstaaten einmal ausgenommen, aber da sind auch die Lebenshaltungskosten entsprechend. Außerdem sind solche Jobs in anderen Ländern mit viel billigeren Arbeitskräften zu besetzen, das gilt auch für Schiffe. Will man dennoch den Job im Ausland, muss man schon etwas anbieten, was die Einheimischen nicht können – etwa die Sprache der Touristen. Mir hat man einmal einen Job in Paris angeboten, weil ich zwischen dem französischen Fahrer und Besitzer des Tour-Kleinbusses und dem spanischen Gast, der mit uns im Bulli saß, vermitteln konnte, denn der eine konnte nur Französisch, der andere nur Spanisch – und ich konnte beides (dem Ratsgymnasium und der VHS Reckenberg-Ems sei Dank). »Sprechen Sie noch andere Sprachen? Was, Englisch und Deutsch? Können Sie auch Autofahren? Dann fangen Sie bitte bei uns an, im Ernst!« Nun, ich hatte damals andere Pläne, aber gereizt hätte mich das schon zu einer anderen Zeit in meinem Leben. Auch im Tourismusgeschäft kann man versuchen, ins Ausland zu kommen und dort Geld zu verdienen. Logischer Weise muss man sich natürlich nach dem jeweiligen Anbieter richten. Und man muss sich über die Art der Arbeit im Klaren sein, denn Leute aus dem Ausland werden auch gerne ausgebeutet, wie Berichte über Australien, das viele als gelobtes Land für Jobs und Reisen ansehen, immer wieder zeigen. Selbstbestimmt, aber nicht jedermanns Sache sind die künstlerischen Jobs. Ich habe Leute getroffen, die als Pantomime unterwegs waren – was den Vorteil hat, dass sie die jeweilige Landessprache nicht können mussten. Musiker oder Kunsthandwerker schlagen sich auch oftmals ganz gut durch, wobei die natürlich immer dorthin gehen müssen, wo das Geld ist und locker sitzt. Und das sind natürlich die Touristenzentren, die man unter Umständen ja gerade vermeiden wollte. Außerdem sind Touristenzentren auch in anderer Hinsicht gefährlich. Damit Geld lange hält, muss man viel verdienen, wenig ausgeben oder am besten viel verdienen und wenig ausgeben. Viel verdienen tut man besser zu Hause, wenig ausgeben natürlich auch unterwegs. Die goldene Regel ist natürlich, dass man wenig ausgibt, wenn man wie die Einheimischen lebt. Fünf-Sterne-Komfort ist auch in Ländern, die eigentlich billig

53 sind, nicht für ein paar Euro am Tag zu haben. Das lokale Mittagessen schon und die Übernachtung in der einheimischen Pension ebenso. Da sorgt dann das Gecko auf dem Badezimmerspiegel dafür, dass es nicht so viele Moskitos gibt, und der Ventilator der Marke Miefquirl ersetzt die Klimaanlage. Unterwegs in außereuropäischen Gefilden bekommt man dann auch zwangsläufig Antworten auf bestimmte Fragen, wie zum Beispiel: Was an lokalem Essen kann ich ab? Und wie lange? Habe ich selbst vielleicht die falsche Einstellung? Als ich ein paar Wochen auf Sri Lanka war, traf ich an einem sehr abgelegenen Ort ein paar Holländer, die schon seit Monaten in Indien unterwegs gewesen waren. Die habe ich dann gefragt: Findet ihr das eigentlich nicht fies, wenn immer diese Gewitterwürmchen in jeder Zuckerdose wimmeln? Die Holländer antworteten daraufhin, dass ich das ganz falsch angehe. Wenn sie sich ihren Tee süßen, dann schauen sie nicht in die Zuckerdose, sondern löffeln den Zucker einfach in den Tee. Da der so heiß ist, sterben die Würmchen, treiben nach oben und sind dann ganz leicht mit dem Löffel abzuschöpfen. Problem gelöst! Doch auch andere Erkenntnisse bekommt man zwangsläufig. Wenn man etwa ständig angesprochen wird, ist das interessant. Wenn sich allerdings Gesprächspartner auch nicht vom Ansprechen abhalten lassen, wenn man etwa liest oder auf der Toilette sitzt (so sie denn zum Sitzen ist), dann kann das schon nerven. Privatsphäre ist in anderen Ländern oft anders definiert. Das gilt auch für andere Bereiche. Wer sich selbst kennt, der weiß wohl, dass er in bestimmten Abständen Fleisch im Stück braucht, dazu vielleicht noch Ruhe, Kühle, Sauberkeit. Die Kosten dafür sollte man von vornherein einplanen. In der nächsten Ausgabe geht es darum, wie akribisch die Planung sein muss und wie spontan sie sein darf. KOLPING 2015 Sommerfest für gute Zwecke (Kem) Großes Interesse fand das Sommerfest 2015, zu dem die Kolpingfamilie Rheda rund um das Pfarrzentrum eingeladen hatte. Viele Komplimente erhielten die Ehrenamtlichen, die sich an den Verzehrständen und am Buffet um das leibliche Wohl der Gäste und mit verschiedensten Animationen um die Unterhaltung der kleinen und großen Besucher gekümmert hatten. Großen Anklang fanden auch ein Riesentrödel, eine Präsentation der Feuerwehr und Aussichtsfahrten mit dem 50 m hohen Peterburs- Kranwagen sowie am Vorabend eine Zeltdisco. Im geistigen Mittelpunkt stand eine Familienmesse. »Wir als Kolpingfamilie haben zu dem Sommerfest eingeladen«, betonte Kolping-Vorsitzender Hubert DITIB-MOSCHEE Eine Stätte der Begegnungen (Kem) Die Türen der DITIB-Moschee an der Holzstraße 10 a stehen für vielerlei Begegnungen offen. Nachdem die Moschee-Gemeinde zu ihrem Jubiläumsfest anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens die Mitbürger eingeladen und Ende des Fastenmonats Ramadan zu dem damit verbundenen Festessen die in der Nachbarschaft wohnenden Flüchtlinge zu Tisch gebeten hatte, war die Moschee am 15. September (V. l.) Christoph Witte, Johanna, Birgit Kersting, Michael Hofmann, Hubert Pohlmann, Dora Hofmann, Präses Antoni Klemens Pohlmann, »weil auf Grund des gegründeten Pastoralen Raumes Pfarrfeste im bisher bekannten Rahmen nicht mehr für St. Johannes und St. Clemens gefeiert werden können.« Es war deshalb eine tolle Idee, den beiden Gemeinden durch das Sommerfest ein gemeinsames Forum für ihre Mitglieder zu schenken, konnte man vielfach anerkennend hören. 2015 Gastgeber der Sitzung des Integrationsrates. Der Zusammenkunft voraus ging eine Besichtigung der Räumlichkeiten der Moschee. Der Öffentlichkeit zugänglich ist die Moschee abermals am 3. Oktober 2015, dem Tag der Deutschen Einheit. Das Datum wird nach Angaben des Zentralrats der Muslime in Deutschland seit 1997 bewusst gewählt, um das Ziel einer religionsübergreifenden Verständigung Zugleich diente das Sommerfest einem guten Zweck. Der Erlös kam vollständig zwei Hilfsprojekten in Mexiko zugute, für die die Kolpingfamilie Rheda in diesem Jahr eine Patenschaft übernommen hat. Die beiden Programme fördern den Ankauf von Milch zum Aufbau einer Käserei sowie den Anbau von Bohnen und Mais als Hilfe zur Selbsthilfe. bundesweit zu verdeutlichen. Zudem soll das Selbstverständnis der Muslime, Teil des 1990 wiedervereinigten deutschen Staates zu sein, und die Verbundenheit mit allen nichtmuslimischen Bewohnern Deutschlands zum Ausdruck gebracht werden. Die DITIB-Moscheegemeinde bietet an diesem Tag den nichtmuslimischen Besuchern Führungen an. Begegnungen und Gespräche sollen mögliche Vorbehalte und Ängste abbauen helfen. Tee, Gebäck und andere Dinge gehören zum Rahmenprogramm.

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