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Das Stadtgespräch Oktober 2015

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

46 Das

46 Das Stadtgespräch Die Kreuzfahrtvizeweltmeister Wir Deutschen sind ja gerne mal Weltmeister. Im Fußball sind wir es ja momentan, bei den Kreuzfahrten hat es im letzten Jahr zum Vize-Weltmeister gereicht, hinter den Amerikanern, aber vor den Briten, die über lange Jahre den zweiten Platz belegten. Europameister sind wir also schon. Das sagt jedenfalls der Deutsche Reiseverband (DRV), der sich auf Zahlen der Kreuzfahrverbände stützt. Demnach sind im vergangenen Jahr mehr als 1,77 Millionen Deutsche auf Hochseekreuzfahrt gegangen, rund 85.000 mehr als im Vorjahr. Tendenz in diesem Jahr steigend. Interessant wird der Vergleich aber erst mit den Zahlen von vor zehn Jahren, denn 2004 waren es Zweidrittel weniger Urlauber. Michael Unger vom Kreuzfahrtverbands Cruise Lines International Association (CLIA) Deutschland erklärt das wie folgt: »Kreuzfahrt verknüpft Lifestyle mit Vielfalt und Komfort und das zu einem unschlagbaren Preis- Leistungs-Verhältnis. Das macht diese Reiseform für verschiedene Generationen so attraktiv und erklärt auch ihr großes Wachstumspotenzial«. Das ist sehr schön blumig ausgedrückt, aber man könnte es auch schlichter fassen, denn Kreuzfahrten sind Teil des Massentourismus geworden. Wer das nicht glaubt, begebe sich auf ein Dreihundertmeterschiff mit dreieinhalb tausend Passagieren und mehr als tausend Leuten Besatzung, die man außer im Service oder als Offiziere in den schönen weißen Uniformen ja nicht zu sehen bekommt. Und das sind ja dann noch nicht einmal die großen Schiffe, denn die haben ja fünf- oder sechstausend Passagiere an Bord. So richtig klar wird die Tatsache, dass es sich bei den modernen Kreuzfahrtschiffen um Kleinstädte handelt, wenn beispielsweise ein Seetag ist, also man nirgendwo an Land geht, und ein paar tausend Leute wollen gleichzeitig um 9:30 Uhr frühstücken. Oder auch nur gleichzeitig an Land gehen, wenn das Schiff von 8 bis 13 Uhr Liegezeit hat. Für rund zweieinhalb tausend Ausflügler, sagen wir ein tausend Urlauber bleiben an Bord, müssen dann mindestens rund 50 Busse bereit stehen! Bei Flusskreuzfahrten ist das Ganze dann nicht so dramatisch – außer wenn Dutzende Schiffe gleichzeitig irgendwo an einem relativ kleinen Ort anlegen. Flussschiffen sind nämlich natürliche Grenzen gesetzt. Die können keine dreihundert Meter lang sein, weil sie dann nicht mehr um die Flussschleifen kämen. Auch können sie keine dreizehn Stockwerke haben, plus Mannschaftunterkünfte im unteren Teil des Schiffs, weil sie unter den Brücken von Rhein und Donau durchpassen müssen. Bei hundert Metern Länge und zwei Passagierdecks ist daher Schluss – und damit bei etwa 200 Flussreisenden. Für den Urlauber bringt der Boom natürlich auch seine Vorteile. Die Balkonkabine war früher unerschwinglich, einfach weil es so wenige davon gab. Heute baut man nur noch Schiffe, die möglichst viele Balkonkabinen haben. Dadurch sehen die Schiffe natürlich nicht viel eleganter als Containerschiffe aus, aber das eigene Reich mit ständigem Seeblick und frischer Luft (wenn nicht auf dem Nachbarbalkon gerade geraucht wird, was auf diversen Schiffen erlaubt ist und auf anderen einfach gemacht wird) ist vielen das Geld wert. Mir übrigens auch, zumal man dann vom ganzen Trubel überhaupt nichts mitbekommt, denn die modernen Kabinen sind toll isoliert. Die durchschnittliche Reisedauer einer heutigen Kreuzfahrt liegt bei 8,8 Tagen. Die Kosten pro Nase belaufen sich auf 1.530 Euro im Schnitt. Wenn ich die Fußnoten des Berichts richtig verstanden habe und ich

47 Kleiner Pott Platz ist eine Preisfrage meine eigene Erfahrung einfließen lasse, dann ist das der reine durchschnittliche Ticketpreis. Die Anreise, die Ausflüge und die Extrakosten an Bord sind damit eher nicht erfasst. Billig ist eine Kreuzfahrt nämlich nach wie vor nicht. Doch dazu in einer der nächsten Ausgaben mehr, denn auch bei Thema Kosten heißt es: Wie teurer wird das? – das kommt darauf an! Flusskreuzfahrten, die im Schnitt sieben Tage dauern, schlagen mit 952 Euro zu Buche. Das sind rund 75 Euro weniger als im Vorjahr. Obwohl die Zahl der Passagiere von 2013 auf 2014 um mehr als 9.000 auf 415.000 gestiegen ist, sind die Einnahmen kräftig gesunken, um 21 Millionen Euro. Grund dafür ist der Preiskampf der Reedereien. Denn die Zeiten, in denen die A-Rosa-Schiffe die einzigen waren, die über einen französischen Balkon verfügten – das ist kein Balkon, aber man kann eine Schiebetür nach draußen öffnen und hat so tolle Sicht und frische Luft – sind mittlerweile vorbei. Die klassischen osteuropäischen Donauschiffe, die keinen Balkon hatten, sondern günstigsten Falls ein Fenster, vor dem auch noch der Gang verlief, werden längst durch moderne Schiffe abgelöst, mit französischem Balkon versteht sich. Insgesamt sind deutsche Kreuzfahrer, ob auf See oder auf dem Fluss, am liebsten auf deutschen Schiffen unterwegs. Von den 1,77 Millionen deutschen Passagieren sind nicht einmal 600.000 auf internationalen Schiffen unterwegs, 1,18 Millionen bevorzugen Aida, Tui und Co. Liegt es an der Sprache? Oder dem Essen? Oder gar am Unterhaltungsprogramm? Am günstigen Preis kann es jedenfalls eher nicht liegen. Vielleicht liegt es am Altersdurchschnitt, denn der ist auf internationalen Schiffen fast zwei Jahre höher als bei deutschen. Dort ist er erstaunlicher Weise unter fünfzig (also 49,8). Und wohin geht die Seereise meistens? Ist doch klar: ins Mittelmeer, wohin ein rundes Drittel aller Kreuzfahrten führt. Platz zwei mit 14,6 % belegt Westeuropa, Bronze geht an Norwegen (12,5%). Atlantik und Kanarische Inseln schlagen mit 11,2 % der Kreuzfahrten zu Buche. Erst dann kommt die klassische Kreuzfahrt, von der doch alle träumen, nämlich in die Karibik (10,1 %). Die Reisen in die Ostsee kommen auf 8,9 %, der arabische Golf verzeichnet immerhin noch 3,9 % aller Kreuzfahrten. Und die Fans der Meeresreisen müssen sich auch um die Zukunft nicht grämen, denn bis 2017 sind allein für den deutschen Markt 25 weitere Schiffe geplant mit insgesamt 71.000 Betten! MATRATZEN + BETTEN + BOXSPRINGBETTEN % Lieferung + Entsorgung gratis %% Sonder-Verkauf %% Kirmes-Aktion %% 4-Jahreszeitenbett passend für jede Jahreszeit, atmungsaktiv und waschbar 179,- Daunen-Winterbett kuschelig warm und trotzdem leicht, für höchsten Schlafkomfort, alle Größen vorrätig,135 x 200 cm 399,- Daunenkopfkissen, Mehrkammern, 80 x 80 cm 89,- Kaltschaum-Matratze, 7 Zonen 2 Härten, Bezug waschbar, Standardmaße 598,- Luxus-Kaltschaum+Visco-Matratze bekannt aus der Raumfahrt, Luxushöhe ca. 25cm hervorragende Druckentlastung und punktelastischer Liegekomfort, 2 Härten, Bezug waschbar, Standardmaße 1299,- SONDERÖFFNUNG in Wiedenbrück Sonntag 4.10.2015, 13.00 bis 18.00 Uhr Rheda-Wiedenbrück Gütersloh - Lindenstr. 3 / Ecke Carl- Feldhüserweg 10 (gegenüber Hit-Markt) Bertelsmann-Str. / an der Bahnunterführung Tel. 0 52 42 / 3 45 08 Tel. 0 52 41 / 1 79 83 00 Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 10.00 - 12.00 & 14.00 - 18.30 Uhr; Sa. 10.00 - 14.00 Uhr Aktionspreis 99,- € Aktionspreis 269,- € Aktionspreis 59,- € Aktionspreis 299,- € Aktionspreis 748,- € Besser schlafen! Wir kümmern uns um Ihren Rücken!

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