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Das Stadtgespräch Oktober 2015

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

28 TIPPS

28 TIPPS Das Stadtgespräch HÖRBUCHTIPP: RENÉE KNIGHT Deadline Renée Knight hat eine ähnliche Schriftstellerbiographie wie Theodor Fontane. Von dem wird gesagt, dass er erst mit 60 das Schreiben angefangen hat. Das ist natürlich Blödsinn, der Mann hat sein ganzes Leben lang geschrieben, er war schließlich Journalist. Aber er war knapp 60, als er seinen ersten Roman veröffentlichte. Renée Knight ist 55 und hat unter anderem Dokumentationen für die BBC produziert, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Ihre Fernseh- und Filmdrehbücher wurden von der BBC, Channel Four und Capital Films erworben. Sie absolvierte den renommierten Schreibkurs der Faber Academy und legt mit »Deadline« ihren ersten Roman vor. »Deadline« ist übrigens der deutsche Titel, der zwar nicht deutsch ist, aber zumindest wohl besser verstanden wird als der tatsächliche Titel »Disclaimer«, was den ausgesprochen attraktiven Titel »Haftungsausschluss« ergeben hätte. Dann doch vielleicht lieber den Titel auf Denglisch. Renée Knight lebt mit ihrem Mann und ihren zwei fast erwachsenen Kindern in London. Als das Buch im Frühjahr in England erschien sagte sie in einem Interview, dass sie hocherfreut sei, dass das Buch bei der Kritik so gut angekommen sei – sie wünschte nur, es würde sich auch verkaufen. Nun, dieser Wunsch ist in Großbritannien zumindest in Erfüllung gegangen und in Deutschland ist der Roman auf dem besten Wege zum Erfolg. Zu Recht, wie ich finde. Zum Inhalt: Diesen einen Tag vor zwanzig Jahren wird Catherine nie vergessen. Was damals geschah, sollte für immer ein Geheimnis bleiben, bis zum Ende ihres Lebens. Doch dann hält sie plötzlich diesen Roman in den Händen, in dem ihre geheime Geschichte bis ins Detail erzählt wird. Bestürzt blättert sie eine Seite nach der anderen um. Wer kann so genau von den damaligen Ereignissen unter spanischer Sonne wissen, und was will der mysteriöse Verfasser des Buches von ihr? Als sie die letzte Seite aufschlägt, findet sie die grausame Antwort: Die Geschichte endet mit ihrem gewaltsamen Tod. Catherine gerät in Panik – und das ist genau das, was Stephen Brigstocke gewollt hat. Er kennt Catherine nicht, aber er weiß von ihrem Geheimnis. Und er hat sich geschworen – sie soll büßen für das, was sie getan hat, bis zu ihrem letzten Atemzug … »Deadline« ist ein Krimi, der nicht vorhersehbar ist, und das bis zur letzten Seite. Ein echter »Who dunnit« in britischer Tradition. Zudem sind die Figuren – wie im richtigen Leben eben – ambivalent. Will heißen: niemand ist richtig böse, niemand so richtig gut, jedenfalls nicht immer. In der Hörbuchversion (erschienen beim hörverlag, auf siebeneinhalb Stunden gekürzte Lesung, 14,99 Euro) sorgen schon die drei Sprecher Claudia Michelsen (zuletzt gesehen in Honig im Kopf), der gefragte Charakterdarsteller Michael Mendl und die Theaterschauspielerin Gabriele Blum für die leisen Zwischentöne.

TIPPS 29 ALTE LITERATUR (WIEDER) ENTDECKT: HARPER LEE Gehe hin, stelle einen Wächter Mit literarischen Sensationen sind wir wahrlich nicht reich gesegnet. Für dieses Jahr jedoch wurde eine solche angekündigt, denn 55 Jahre nach ihrem ersten und einzigen Roman Wer die Nachtigall stört erschien ein weiterer Roman der Autorin, die seit Beginn der Sechziger Jahre nicht nur nichts veröffentlicht hat, sondern sich auch komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat, für Interviews nicht zur Verfügung stand und nunmehr seit einigen Jahren schwerhörig und fast blind im Altersheim lebt. Harper Lee, die eigentlich Nelle Lee heißt – Nelle ist der Name ihrer Großmutter Ellen rückwärts – wurde 1926 in Alabama geboren. Alabama war und ist für seine Rückständigkeit verschrien, selbst Leute aus dem Nachbarstaat Georgia – auch keine liberale Hochburg außerhalb von Atlanta – machen sich über die Einwohner Alabamas lustig. Neil Young hat sogar ein Lied darüber geschrieben. Doch Harper Lee hatte Glück, denn sie wurde in eine fortschrittliche Familie geboren. Der Vater war Anwalt und Verleger der Lokalzeitung. Schon als Kind lernte sie den anderthalb Jahre älteren Truman Capote kennen, der schon Ende der Fünfziger Jahre weltberühmt war und mit dem sie in engem Kontakt stand. 1960 veröffentlichte Harper Lee Wer die Nachtigall stört, das sich weltweit 40 Millionen Mal verkaufte. Durch die Verfilmung mit Gregory Peck wurde der Roman endgültig zum Klassiker. Die Hauptfigur, Atticus Finch, den die Autorin nach dem Vorbild ihres Vaters schuf, steht seitdem als Ikone der Redlichkeit und Vorbild für die Überwindung der Rassenschranken. Atticus verteidigt im Amerika, besser in den Südstaaten zur Zeit der Großen Depression, einen Schwarzen, der offenbar zu Unrecht einer Vergewaltigung beschuldigt wird. Nicht nur für seine Tochter Jean Louise, genannt Scout, aus dessen Perspektive die Handlung erzählt wird, wird Atticus so zum Helden, der sich gegen alle Widerstände und Vorurteile durchsetzt, weil er die Meinung lebt, dass vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind. Der »neue« Roman, den die Autorin vor Veröffentlichung von Wer die Nachtigall stört geschrieben hatte, wird dagegen bestimmt nicht in die moralischen Fußstapfen treten. Denn während Atticus in dem bekannten Roman tatsächlich strahlender Held ist ohne jeden Fehl und Tadel, Vorbild für Generationen von Bürgerrechtlern, ist dieselbe Figur in dem soeben erschienen Roman ganz anders gestaltet. In Gehe hin, stelle einen Wächter treffen wir auf die gleichen Personen, allerdings zwanzig Jahre später. Scout ist mittlerweile eine junge Frau geworden, die in der großen Stadt New York studiert. In ihre Heimatstadt in Alabama kehrt sie nur für diesen Sommer in den langen Semesterferien zurück. Alles ist ihr vertraut und gleichzeitig ist doch alles anders. Im Süden der USA brodeln die Rassenunruhen, die ein Jahrzehnt später gewaltsam ausbrechen. Auch ihre Heimatstadt, in der die Welt als Kind und Teenager in Ordnung schien, ist in Aufruhr. Doch nicht nur die politische und gesellschaftliche Lage ist im Wortmann & Partner Wirtschaftsprüfer . Steuerberater Wortmann & Partner bestätigt Focus Money-Auszeichnung Am Wortmann & Partner. Fachmagazin prämiert Rheda-Wiedenbrücker Steuerkanzlei zum wiederholten Mal Wie in den Jahren zuvor hat die Kanzlei Wortmann & Partner für ihre umfangreiche fachliche Qualität das Gütesiegel der Top-Steuerberater Deutschlands in der Kategorie „Großkanzleien“ erhalten. Das Fachmagazin Focus Money bewertete das steuerliche Fachwissen der Teilnehmenden anhand eines anspruchsvollen Fragenkatalogs. Ebenso waren die Begutachtung der Qualitätssicherung, die fachliche Spezialisierung und Fortbildungsmaßnahmen innerhalb der Kanzlei ausschlaggebende Kriterien für die Bewertung, die bundesweit an rund 10.000 Kanzleien versandt wurden. Deutschlandweit zu den 50 besten Großkanzleien zu zählen, ist eine außerordentliche Bewertung des fachlichen Know-hows der Kanzlei, die aktuell über 50 Mitarbeiter beschäftigt. Es unterstreicht das uneingeschränkte Engagement des Hauses, welches sich getreu dem hauseigenen Credo „Vom Umgang mit Werten“ im Kontakt mit den Mandanten und deren Vermögenswerten immer wieder eindrucksvoll widerspiegelt. Die gelebte Nähe zum Mandanten, die von den hochqualifizierten Steuer- und Handelsrechtlern durch regelmäßige, zeitnahe und enge Zusammenarbeit praktiziert wird, ist die Basis der vertrauens- und „wert“-vollen Beratungsleistung. Die wiederholte Auszeichnung ist für Wortmann & Partner eine besondere Motivation, auch zukünftig den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und den eigenen Anspruch an die hohen fachlichen Qualitäten stets zu bestätigen. Wortmann & Partner & Co. KG Rheda-Wiedenbrück www.wortmannpartner.de FOCUS-MONEY-TEST 2015

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