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Das Stadtgespräch Oktober 2015

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

10 Das

10 Das Stadtgespräch wird als einer der drei Ems-Übergänge in das Parkgelände am Emssee und als Parkplatz genutzt. Um den Emsübergang und Parkplatz weiter anbieten zu können, hätte die Stadt gerne diesen in privatem Besitz befindlichen Bereich komplett erworben. Die Eigentümerin bestand auf ihrem Baurecht. Der technische Beigeordnete, Gerhard Serges, erarbeitete daraufhin als Kompromiss einen Teilungsvorschlag. Dieser sieht die Beibehaltung des Ems-Übergangs und von sieben Stellplätzen vor. Auf der Fläche der 13 wegfallenden Stellplätze könnte die Eigentümerin das von ihr geplante Wohnhaus errichten. Zur Erhaltung des Handlungsspielraums erließ der Bauausschuss mehrheitlich eine Veränderungssperre. Bauausschussmitglied Heinrich Splietker (FDP) sah diesen Vorgang als nicht hinnehmbaren Eingriff in Eigentumsrechte. Der Gewerbeverein gab zum Ende der Sommerpause in einer von den Politikern mehrheitlich erbetenen Stellungnahme sein »o.k.« zu dem Teilungsvorschlag – mit Anregungen für weitere Flächen, als Ersatz für die wegfallenden Stellplätze, teilte uns auf Nachfrage die städtische Pressesprecherin Maximiliane Plöger mit. Bezüglich der Planung eines Neubaus sind zwischenzeitlich die Gespräche der Stadtverwaltung mit der Eigentümerin der Grundstücksimmobilie angelaufen. 25 JAHRE BLEICHHÄUSCHEN Eine Stätte der freien Kunst Das Bleichhäuschen bietet seit 25 Jahren Begegnungen der besonderen Art: Kunst trifft Bleichhäuschen – Bleichhäuschen trifft Kunst. Das Ausstellungsgebäude Über den alten Steinweg, vorbei an den alten Bleichgräben, gelangen die Besucher zu der Kunstwerkstatt Bleichhäuschen am Rande des Erlenbruchwaldes, der sich über die früheren Bleichwiesen erstreckt. Eine Holzbrücke öffnet den direkten Blick auf das schmucke Bleichhäuschen, einem Relikt aus Fachwerk, Stein und gelbem Putz aus einer Zeit, als die Hausfrauen die Wäsche nach dem Waschen noch auf den weitläufigen Bleichwiesen ausbreiteten. Die bodenständige Ausstrahlung des kleinen Hauses verbindet innen und außen, alte Kultur und Natur mit Kunst, die beim Betreten des Bleichhäuschens sichtbar wird. Die Chefin des Bleichhäuschens, Melanie Körkemeier, trug hier aktuell eine großartige Ausstellung zusammen, die einen Einblick in ein Vierteljahrhundert Kunstwerkstatt-Geschichte im Bleichhäuschen gibt. Glückwünsche Das Bleichhäuschen hatte am 5. September zur Jubiläumsfeier eingeladen. Melanie Körkemeier und ihre Mutter Barbara Körkemeier, Gründerin der Kunstwerkstatt, kredenzten herrlichen Wein und selber zubereitete Köstlichkeiten. Viele Kunstinteressierte, Wegbegleiter, Künstler sowie ältere und ganz junge Kursteilnehmer kamen, um ihnen ihre Glückwünsche auszusprechen. Der freie künstlerische Geist Das Bleichhäuschen hat ein Alleinstellungsmerkmal. Es ist eine

11 Barbara und Melanie Körkemeier haben das Bleichhäuschen zu einem ins Land leuchtenden Ort der Kunst gemacht. Mischung aus Kunstwerkstatt, Experimentierstätte, Kunstschule, Galerie und Begegnungszentrum. Auf dieses außergewöhnliche Merkmal wies in seiner Laudatio der Flora Westfalica-Geschäftsführer Ralf Hammacher hin. Die Flora Westfalica als 100-prozentiger Finanzier des Bleichhäuschens hält sich aus der Arbeit der Kunstwerkstatt komplett heraus. Diese Haltung ist Grundlage für ein weiteres, außergewöhnliches Merkmal – dem freien künstlerischen Geist, der die Arbeit im Bleichhäuschen bestimmt. Um diese Freiheit wird das Haus weithin beneidet. Die mit ihm verbundenen Menschen sind ein Gegenüber, der allen Institutionen auf Augenhöhe begegnen kann: im stetigen Austausch und oft genug auch in einem kreativen und intellektuellen Schöpfungsprozess. Melanie Körkemeier versteht es, diesen Raum vertrauensvoll zu nutzen. Sie bietet Künstlern, Gedanken und Projekten abseits des Mainstreams ein öffentliches Forum. Für sehr wichtig hält sie es auch, mit jungen Künstlern, die gerade erst anfangen, zusammen zu arbeiten. Zudem machen Kunstkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene dem Namen »Kunstwerkstatt« alle Ehren. Ohne das Bleichhäuschen wäre Rheda-Wiedenbrück um Vieles ärmer. Blick zurück Als die Ornithologen nach der Landesgartenschau aus dem Bleichhäuschen auszogen, ebnete der Gartenschaumacher Helmut Löhner den Weg für den Einzug der Kunst in das Bleichhäuschen. Er wollte dort der Kunst eine Heimat schenken. Die damals noch in Gütersloh arbeitende freischaffende Malerin Barbara Körkemeier wurde durch eine von Löhner aufgegebene Annonce auf diese Situation aufmerksam. Gemeinsam mit Bärbel Edelhof und Christine Dittmann hauchte sie dem Bleichhäuschen künstlerisches Leben ein. Nach einer kurzen Anlaufzeit blieb Barbara Körkemeier bei dieser Aufgabe alleine auf sich gestellt. Mit zahlreichen Ideen etablierte sie das Bleichhäuschen als Kunstwerkstatt. Ausstellungen, Kunstkurse, außergewöhnliche Aktionen, wie Music Painting, Nachtmalen, Workshops mit Studenten im Park, Aktzeichnen und Farbechtkurse in der Orangerie und die erste Sommerakademie in Deutschland machten das Bleichhäuschen als »die« Institution für Kunst in einem weiten Umkreis von 60, 70 km und darüber hinaus bekannt. Ihre Tochter Melanie, die in Münster und Wien ein Kunststudium absolvierte, stand ihr bei vielen Projekten zur Seite. Nach 15 Jahren legte sie die Verantwortung für das Bleichhäuschen in die Hände ihrer Tochter, um sich von nun an schwerpunktmäßig ihrer eigenen Malerei widmen zu können. Raimund Kemper KIRMES-PARTY Sa. 03.10.2015 ab 22.00 Uhr OPEN END EINTRITT FREI

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