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Das Stadtgespräch November 2020 für Mein Rheda-Wiedenbrück

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Telefon: 964545 Treffen Sie eine gesunde Entscheidung! Reformhaus Schmerling Reformwaren & Naturkosmetik Klingelbrink 25a • Wiedenbrück Tel.: 0 52 42 / 55 974 Mein Tipp als Gesundheitsexperte: Leben Sie so, wie Sie wollen. Selbst bei Pflegebedürftigkeit. Wie Sie leben, soll Ihre Sache bleiben. Auch wenn Sie später Hilfe brauchen. Oder vorbeikommen: DKV Deutsche Krankenversicherung AG Wolfgang Opitz Hauptstr. 2-4 33378 Rheda-Wiedenbrück Ich vertrau der DKV Einfach anrufen: 05242 / 35095 R Regeln oder Eigenverantwortung? Gerade in Corona-Zeiten ist die Frage hoch brisant, was die Behörden regeln sollen und was in die Eigenverantwortung des Einzelnen gestellt wird. Für beides gibt es gute Argumente und auch gute Gegenargumente, wie zwei Beispiele aus Vor-Pandemie-Zeiten zeigen. Das eine stammt aus Sitges, etwa 60 Kilometer südlich von Barcelona gelegen. Der wunderschöne Ort direkt am Meer überzeugt nicht nur mit Strand, gepflegter langer Promenade, dem Fehlen von Bettenburgen und wunderbar mildem Klima, sondern auch mit nahezu ganzjähriger Öffnung. Das haben nicht nur die Bewohner Barcelonas gemerkt, sondern auch viele ausländische Touristen. Doch trotz des eigentlich wunderbaren Klimas, kann es im Frühjahr und im Herbst, gelegentlich selbst im Sommer und Winter, zu heftigen Regenschauern kommen. Wenn dem so ist, kommt es aufgrund der Hanglage der Stadt und wohl auch der Abholzung der umliegenden Wälder speziell in einer Straße zu regelrechten Sturzfluten. Die Behörden haben reagiert und die Strandpromenade über eine Brücke mit drei Röhren geführt, damit das Wasser im Notfall auf den Strand abfließen kann. So weit, so gut. Allerdings nimmt das Wasser die in dieser Straße geparkten Autos mit und donnert sie gegen die Brücke, was natürlich Totalschaden bedeutet. Jahrelang wurde wohl argumentiert, dass die Einwohner schließlich Bescheid wüssten. Dann wurde aber doch ein Schild aufgestellt, dass in genau je zwei Worten in Katalanisch, Spanisch und Englisch »warning floods« verkündet. Das könnte man sich ausführlicher vorstellen und vielleicht mit einem Bildchen. Keine Fragen offen bleiben jedoch, wenn man vor der Basilika San Marino steht. Die ist dem Heiligen Marinus geweiht und steht im Stadtstaat San Marino. Gleichzeitig ist sie die Konkathedrale des Bistums San Marino-Montefeltro, also die höchste Kirche des Zwergstaates. Die dreischiffe Basilika ist seit 2008 ebenso wie die gesamte Altstadt von San Marino UNESCO-Welterbe. Die Basilika San Marino ist sogar auf der San-Marinesischen 10-Cent-Münze abgebildet, wie Sammler längst wissen. Vor dem Eingang der Kirche weist eine Tafel auf Deutsch darauf hin, dass man sich doch bitte anständig benehmen möge, die italienische Version spricht von dignitá, also Würde. Wie denn ein anständiges, würdevolles Benehmen dann aussieht, wird in nicht weniger als neun Piktogrammen verkündet. Dabei ist genau aufgelistet, was man alles nicht soll. Männer sollen keine kurzen Hosen und T-Shirts ohne Arm tragen, Frauen 1 Keine Fragen offen keine Mini-Kleider, man soll sich nicht umärmeln, keine Fotos machen, nicht filmen und Waldi draußen lassen. Und da das Schild zu Ende war, hat man noch eine weiteres darunter geschraubt, das besagt, dass das Eis, der Burger und offene Flaschen leider draußen bleiben sollen. Einerseits scheint das Ganze lächerlich zu sein. Dann aber fragt man sich, warum ein solches Schild überhaupt aufgestellt wird. Ganz offenbar deshalb, weil die Leute sich genau so benommen haben, wie es auf den Piktogrammen dargestellt ist. Ebenso offenbar ist, dass den Besuchern eben nicht klar ist, was »anständiges« Benehmen ist, das die Gefühle der Gläubigen nicht verletzt. Da haben wir es momentan einfacher. In Corona-Zeiten ist anständig, wenn man seine Mitmenschen nicht gefährdet. Die Regeln sind recht klar definiert und einfach einhaltbar: Abstand, Hygiene, Alltagsmaske und dazu noch lüften. Wer trotzdem dagegen verstößt, weil er seine Freiheit eingeschränkt sieht, weil er unbedingt sofort wieder wie früher feiern will, weil er den Scharlatanen glaubt, die die ganze Pandemie leugnen, der verhält sich unanständig, nicht weil er die Gefühle anderer verletzt, sondern weil er die Gesundheit anderer gefährdet. Mit Anstand durch die Krise zu kommen – das wäre doch mal ein guter Vorsatz! 48 Das Stadtgespräch

HOLZ – WOHNEN – GARTEN 1 Verbandsvorsteher Frank Scheffer (links) übergibt den Förderbescheid an den Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer. S Stündlich von Rheda-Wiedenbrück nach Paderborn VVOWL fördert Schnellbusangebot im Kreis Gütersloh Breslauer Str. 36 Rheda-Wiedenbrück Tel.: (05242) 4 98 42 Mobil: 0171 / 735 55 76 www.joergplugge.de Ab dem 7. Januar 2021 kann man voraussichtlich mit dem Schnellbus im Stundentakt von Rheda über Wiedenbrück, Rietberg und Delbrück nach Paderborn fahren. Gefördert wird das Angebot für siebeneinhalb Jahre vom Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe (VVOWL) mit einer Gesamtsumme von rund zwei Millionen Euro. Der Verbandsvorsteher des VVOWL, Frank Scheffer, überreichte den Zuwendungsbescheid an den Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer. »Die Menschen aus dem südlichen Kreis Gütersloh gelangen mit dem Schnellbus ohne Umsteigen und schnell in das Oberzentrum Paderborn. Das ist neu und eine enorme Angebotsverbesserung für Rheda-Wiedenbrück und Rietberg«, betont Landrat Sven-Georg Adenauer. »Ein weiteres Plus für die Fahrgäste: Sie haben in Rheda und Paderborn Anschlussmöglichkeiten an den Zugverkehr«. Der VVOWL fördert den Teilabschnitt von Rheda bis zur Kreisgrenze Paderborn. Die Förderung des Schnellbusabschnitts im Kreis Paderborn erfolgt durch den dort ansässigen Zweckverband Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter (nph). Auf rund drei Millionen Euro beziffert der Kreis Gütersloh die Betriebskosten für den Schnellbusverkehr im Kreisgebiet in den nächsten siebeneinhalb Jahren. Der VVOWL trägt davon rund zwei Millionen Euro, der Kreis Gütersloh rund eine Million. Weitere Vorzüge des neuen Schnellbusangebotes: Die Fahrzeit von Rheda bis Paderborn liegt unter einer Stunde, da er vorwiegend den schnellsten Weg auf der B 64 fährt. Die Orte Rietberg und Delbrück erhalten erstmalig eine stündliche direkte Busverbindung und – beide Standorte haben keinen Bahnhof – werden deutlich besser als heute an den Schienenverkehr angebunden. Der Schnellbus fährt werktags zwischen 5 und 21 Uhr, am Wochenende zwischen 6 und 21 Uhr, sonn- und feiertags alle zwei Stunden. Das Stadtgespräch 49

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