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Das Stadtgespräch November 2018

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50 TIPPS

50 TIPPS Das Stadtgespräch BUCHTIPPS: SARA PABORN »Beim Morden bitte langsam vorgehen« Bekanntlich sind die Schweden ja eher ein bedächtiges Volk, eines, das es lieber gemütlich hat. Temperamentsausbrüche sind da weniger zu befürchten. Und diese Einstellung scheint für viele Lebensbereiche zu gelten. So lässt uns Irene wissen, »dass die Zeit gekommen ist zu erzählen, wie ich, die ich doch immer so nett bin, zur Mörderin wurde. Aber ich werden es in meinem eigenen Tempo tun«. Irene findet nämlich, dass die Leute einfach zu lange leben. Und die wenigsten haben das verdient. Horst jedenfalls nicht. Nach 39 Ehejahren voller Sticheleien hat Irene endgültig genug von ihrem Mann. Als sie eines Tages in einer alten Schachtel Vorhang-Bleibänder findet, kommt ihr die beste Idee ihres Lebens: Aus der immer so netten Bibliothekarin wird eine gerissene Hobbychemikerin, die nach gründlicher Recherche in der Abgeschiedenheit der Bücherei ihre bisher von Braten- und Kuchenduft erfüllte Küche in ein Labor verwandelt. Dort bereitet sie Bleizucker zu. Geduldig rührt sie ihrem Mann täglich ein Löffelchen in den Kaffee. Bei den wirklich wichtigen Dingen muss man halt langsam vorgehen. Ohnehin findet die nette alte Dame, dass Menschen überbewertet werden. Auch ist sie der Meinung, dass es durchaus auch ein Verbrechen ist, wenn man seinen Partner über so lange Jahre langweilt. Der wirklich makabre und gleichzeitig lebenskluge Roman über die Ehe kann kaum auf eigener Erfahrung der Autorin basieren, denn Sara Paborn wurde erst 1972 in Sölvesborg geboren. Auch hat der wundervolle Stil des Romans nichts mit ihrer früheren Tätigkeit in der Werbebranche zu tun. Ihr Roman »Beim Morden bitte langsam vorgehen«, DVA, 265 Seiten, Hardcover, 18 Euro, ist ihr viertes Buch und wurde im Land der Mitternachtssonne zum Überraschungsbestseller. Mit dieser Ausgabe, die offenbar von Leuten gestaltet wurde, die Bücher nicht weniger lieben als die Irene im Roman, ist Sara Paborn erstmals auf Deutsch zu entdecken JOHN HART »Redemption Road – Straße der Vergeltung« Weit weniger gemütlich ist da der Thriller des Amerikaners John Hart. Aber um Gemütlichkeit geht es auch nicht in dem Krimi, der in den Südstaaten der USA spielt. Meisterhaft gelingt es Hart, die verschiedenen Handlungsstränge, die erst einmal nichts miteinander zu tun haben, miteinander zu verweben und damit Spannung pur auf 606 Seiten zu schaffen. Da ist einmal die Polizistin, die offenbar zwei üble Gestalten erschossen hat. Allerdings ist sie weiß und die Übeltäter sind schwarz. Und die Öffentlichkeit kann sich ebenso wenig wie ihre Vorgesetzten entscheiden, ob sie nun als Heldin und Befreierin eines Vergewaltigungsopfers gefeiert oder ob sie als rassistische Mörderin eingelocht werden soll. Dann ist da auch noch der Polizist, der 13 Jahre im Knast verbracht hat, wo er schwersten Misshandlungen ausgesetzt war. Dabei hat er immer seine Unschuld beteuert – gleichzeitig hat er jedoch im Prozess Informationen vorenthalten, die ihn möglicherweise hätten retten können. Doch wenn er meint, sein Martyrium ist vorbei, weil er frisch entlassen wurde, dann hat er sich getäuscht. Ein Vierzehnjähriger nimmt seinem wie immer betrunkenen Vater die geladene Pistole weg und macht sich auf den Weg, um den Tod seiner Mutter zu rächen. Und als ob das alles nicht genug wäre, gibt es auch noch eine Mordserie, die es aufzuklären gilt. Die Figuren, die John Hart beschreibt, wirken dabei ausgesprochen echt. Jeder hat seine kleinen oder größeren Geheimnisse, jeder seine eigene Agenda und viele haben Probleme mit der Loyalität angesichts persönlicher Probleme. Erschienen als Hardcover bei C. Bertelsmann, 20 Euro. SEBASTIAN FITZEK »Flugangst 7 A« Thriller gibt es auch made in Germany. Genauer gesagt Psychothriller. Der jüngste Roman von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek spielt in der Tradition von »Passagier 23« mit den menschlichen Urängsten. Diesmal geht es um das Eingeschlossen-sein und der Hilflosigkeit an Bord eines Flugzeugs. Dem muss sich Mats Krüger stellen. Er ist ein erfahrener und erfolgreicher Psychiater, was ihm nicht hilft seine panische Flugangst zu überwinden. Genau das muss er aber, als seine hochschwangere Tochter Nele nach jahrelanger Funkstille wieder Kontakt zu ihm aufnimmt. Mats, der nach dem Tod seiner Frau per Schiff nach Argentinien ausgewandert ist, hatte vor, nie wieder zurückzukehren, schon gar nicht per Flugzeug. Doch jetzt bittet Nele ihren Vater kurzfristig, ihr nach der Geburt des Babys Beistand zu leisten. Nach der Teilnahme an einem

TIPPS 51 Flugangst-Seminar geht Mats an Bord des Langstreckenflugs von Buenos Aires nach Berlin. Schon kurz nachdem er seinen Platz eingenommen hat, muss er feststellen, dass er sich auf die falschen Ängste vorbereitet hat: Es ist keine Turbulenz, kein Druckabfall und keine Terrorwarnung, die ihn in einen entsetzlichen seelischen Ausnahmezustand treiben. Vielmehr bekommt er einen Anruf von einem Unbekannten, der ihm eröffnet, dass sich ein ehemaliger Patient an Bord befindet. Jemand, den Krüger einst von mörderischen Gewaltphantasien befreite. Und den er nun dazu bringen soll, über 600 Passagiere und sich selbst in den Tod zu reißen. Andernfalls soll Krügers Tochter sterben. Doch Fitzek wäre nicht Fitzek, wenn es da nicht noch die eine oder andere saftige Überraschung gäbe. Das ist manchmal dick aufgetragen, aber niemals wird es auf den 394 Seiten langweilig. Erschienen als Hardcover bei Droemer, 22,99 Euro. Der Titel bezieht sich übrigens auf den Sitz, der angeblich der gefährlichste im Flugzeug ist: 7 A. HÖRBUCH: LUCINDA RILEY »Der verbotene Liebesbrief« Zunächst lässt sich alles so an, wie es bei den oberen Zehntausend im Vereinigten Königreich halt so zugeht. Der berühmte Schauspieler Sir James Harrison stirbt hochbetagt in London und das ganze Land trauert. Sir James bekommt so eine Art von Staatsbegräbnis. Die junge, gestresste Journalistin Joanna Haslam soll das tun, was die älteren Kollegen alle so hassen, nämlich für ihr Blatt von dem großen Ereignis berichten – im Sinne der Hofberichtserstattung. Doch auf der Trauerfeier läuft alles schief, denn nicht nur, dass sie zu spät kommt, sie sieht sich als wohlerzogene Engländerin auch genötigt, der alten gebrechlichen Dame zu helfen, die während der Feier kollabiert. Und dann verpasst sie auch noch die Trauerfeier, weil sie die Omi noch nach Hause bringen muss. Doch wenig später erhält sie von der scheinbar so harmlosen alten Dame einen Umschlag mit alten Dokumenten – darunter auch einen Liebesbrief voller mysteriöser Andeutungen. Doch wer waren die beiden Liebenden, und in welch dramatischen Umständen waren sie miteinander verstrickt? Joanna wäre keine Journalistin, wenn ihre Neugier nicht geweckt wäre. Sie beginnt zu recherchieren. Noch kann sie nicht ahnen, dass sie sich damit auf eine Mission begibt, die nicht nur äußerst gefährlich ist, sondern sie auch emotional nicht unbeteiligt lässt. Der Grund dafür ist Marcus Harrison, der Enkel von Sir James Harrison. Von seiner Familie ebenso wie von Banken und Filmschaffenden als Loser abgestempelt, ist der Filmproduzent mit Mitte 30 doch ein sehr facettenreicher, wenn nicht mysteriöser Mann. Seine äußeren Probleme sind, dass er zu viel trinkt und dass er die 100.000 Pfund, die er von Sir James geerbt hat, gern sofort hätte, damit er sein nächstes Projekt und damit seinen heißersehnten Durchbruch finanzieren kann. Und welche Rolle spielt Marcus‘ Schwester Zoe, die von Großvater James sein Anwesen geerbt hat? Was sich anfangs liest wie eine Familien-Saga entpuppt sich mehr und mehr zum Thriller – aber mehr wollen wir nicht verraten! Autorin Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben. Der neue Roman von Lucinda Riley wird auch wieder von Simone Kabst gelesen, die auch Sprecherin für den Erfolgsroman »Das Orchideenhaus« war. Erschienen ist »Der verbotene Liebesbrief« im Hörverlag, zwei MP-3 CDs, 14 Stunden Spielzeit, 14,99 Euro. Die Print-Version ist bei Goldmann herausgekommen. NICOLAS BARREAU Die Liebesbriefe von Montmartre Eigentlich könnte Julien Azoulay der glücklichste Mann der Welt sein: er ist glücklich verheiratet, Vater eines kleinen Sohnes und als erfolgreicher Autor von Liebeskomödien verzaubert er regelmäßig sein Publikum. Doch dann stirbt seine Ehefrau Hélène und Juliens Leben verändert sich für immer. Vor ihrem Tod musste er Hélène allerdings noch ein Versprechen abnehmen: Er soll ihr 33 Briefe schreiben – für jedes ihrer Lebensjahre einen. Und mit jedem dieser Briefe wird Julien mehr und mehr klar, dass das Schreiben ihn irgendwie tröstet. Die fertigen Briefe bringt er zu dem Friedhof am Montmartre, auf dem Hélène begraben liegt. An ihrem Grabstein gibt es ein kleines Geheimfach und dort platziert er die Umschläge. Doch eines Tages stellt er entsetzt fest, dass alle Briefe verschwunden sind. Stattdes- Lösung von Dr. Hugos Kinderseite (S.46) Feiern im Abrahams Wir bieten ein außergewöhn liches Ambiente für Ihre Hochzeit, Familienfeier oder Betriebsfest für bis zu 200 Personen. Restaurant Di. – So. ab 18:00 Uhr Montags geschlossen In Rheda direkt am Bahnhof Bahnhofstrasse 4 33378 Rheda-Wiedenbrück www.lars-abraham.de E-Mail: kontakt@lars-abraham.de Tel.: 0 52 42 /96 800-80

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