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Das Stadtgespräch November 2018

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30 Das Stadtgespräch TROCKENE SOMMER Wie sicher ist unsere Versorgung mit Trinkwasser? (Kem) »Wir können ausschließen, dass die Vereinigte Gas- und Wasserversorgung GmbH (VGW) trocken läuft. Das wird nicht passieren. Aber wir sind gefragt. Wir müssen auf die Trockenheit reagieren«. Das sagte auf unsere Nachfrage nach der Sicherheit der Trinkwasserversorgung in Rheda- Wiedenbrück der Betriebsleiter der VGW, Carsten Behlert. Wenn in den vergangenen trockenen Hitzemonaten Juli und August die Haushalte mehr oder weniger gleichzeitig am Abend ihre Gärten bewässerten, wirkte sich das auf die Wasserleitungen sehr schlagartig aus, fast wie ein Rohrbruch. Manche Haushalte spürten dann schon Mal einen leichten Druckabfall in den Wasserleitungen. Wasserspeicher Um diese Erscheinung in Zukunft auszuschließen, plant die VGW die Errichtung eines Speichers, einen sogenannten »Pufferbehälter«, auf dem Gelände des VGW-Wasserwerks an der Bielefelder Straße. Sein Wasser soll zu Spitzenzeiten beim Wasserverbrauch die Versorgungssicherheit verbessern. Gleichzeitig appelliert der Betriebsleiter an die Bevölkerung, mit dem Der Betriebsleiter der VGW, Carsten Behlert, auf dem Gelände des Wasserwerks an der Bielefelder Straße Wasser achtsam umzugehen – insbesondere bei lang anhaltender Trockenheit, alleine schon aus ökologischen Gründen. Aabach-Talsperre nicht vollgefüllt Bemerkenswert ist der gesunkene Wasserstand der Aabach-Talsperre bei Wünneberg. Sie ist einer der Lieferanten von Trinkwasser der VGW. Die Regenmengen im Winter reichen schon seit mehreren Jahren nicht mehr aus, um die Vollfüllung der Talsperre zu garantieren. Es ist nicht auszuschließen, dass sich bei anhaltend trockener Witterung und regenarmen Wintern die Situation weiter verschärft. Langfristige Klima- und Wetterstudien gehen davon zumindest aus. Die Talsperren können aber ihr Stauziel nur im Winter erreichen. Dann benötigt die Vegetation aufgrund der abgefallenen Blätter selber nicht mehr das komplette Regenwasser. Der Aabachverband hat zwischenzeitlich Überlegungen angestellt, um in Zukunft wieder zuverlässig Wasser liefern zu können. Ausgleich Aktuell kann die VGW aus der Aabach-Talsperre nicht mehr die ursprünglich vereinbarte Wassermenge beziehen. Diese liegt 20 % darunter. Die VGW hat damit aber kein spürbares Problem: Sie gleicht die fehlende Wassermenge über das ihr zur Verfügung stehende Verbundnetz mit weiteren Wasserversorgern aus, u. a. mit der Wasserversorgung Beckum und die Stadtwerke Bielefeld. Die eigenen Wasserwerke an der Bielefelder Str. und in Verl (Im Mühlengrund) können nur begrenzt einspringen. Ihre Förderkapazitäten sind gedeckelt: Sie stehen im Einklang mit der Grundwasserneubildung, um ökologische Schäden zu vermeiden. Jubiläum Kürzlich feierte die VGW ihr fünfzigjähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür sowie Animationen für die Kleinen. Über 1000 Interessierte nutzten das Angebot, um sich in dem Wasserwerk an der Bielefelder Straße umzuschauen. Bei zahlreichen Besuchern stand auch die Sicherheit der Versorgung mit Trinkwasser im Fokus. Die Mannschaft der VGW freut sich über die hervorragende Resonanz dieses Tages.

31 ABFALLGEBÜHREN Rheda-Wiedenbrück ist Spitze Wer hat Angst vor …dem »Bund der Steuerzahler«? Rheda-Wiedenbrück nicht, zumindest wenn es um die Abfall- und Abwassergebühren geht. Beim Fassadenskandal der Gesamtschule ist das schon anders, aber das steht auf einem anderen Blatt, beziehungsweise in einem speziellen Artikel, den der Steuerzahlerbund der RhWd-Steuerverschwendung gewidmet hat. Grund zur Freude gibt es bei den Gebühren Beim Abfall ist Rheda-Wiedenbrück Spitze! Nicht weil wir in dieser Stadt so viel von dem, meist stinkendem Zeug, produzieren, sondern weil die Entsorgung so preiswert ist. In keiner anderen Stadt oder Gemeinde im Kreis Gütersloh kostet das Abholen des Mülls so wenig wie bei uns! In Zahlen liest sich das für einen »Musterhaushalt« so: Vier Personen, 120 Liter-Tonne, Leerung alle vier Wochen. Dazu gehören auch Bio- und Altpapier-Tonne. Gebühr in Rheda-Wiedenbrück: jährlich 172,50 Euro! Unsere Nachbarn zahlen mehr Deutlich teurer als bei uns sind da die Gebühren in Langenberg mit 210 Euro. In Harsewinkel sind 226 Euro fällig und Verl sogar 265 Euro. Landesweiter Durchschnitt für den Musterhaushalt sind 204,67 Euro. Die Nachbargemeinde Herzebrock- Clarholz oder Städte wie Gütersloh und Rietberg sind nicht vergleichbar. Dort wird die Restmülltonne alle zwei Wochen geleert. Herzebrock-Clarholz zum Beispiel liegt bei der Gebühr für die zweiwöchige Leerung mit 318 Euro aber deutlich über dem Landesdurchschnitt von 261 Euro. Ursachen Die Städte und Gemeinden rechnen über die Müllgebühren unterschiedlich Kosten ab. So können die Entsorgungskosten von »wildem Müll« und die Entleerung der Müllbehälter im öffentlichen Raum in die Gebühren einfließen. Unterschiedlich hoch sind die Transportkosten aus den Kom- munen zu den Müllumladestationen. Vor dort wird der Müll dann zur Verbrennungsanlage gefahren. Bei aller Freude über die niedrigen Gebühren in Rheda-Wiedenbrück: Interessant ist, dass die Entsorgung bzw. Wiederverwertung des Biomülls höhere Gebühren verursacht, als die Entsorgung Regenwasser: Gebühren gesenkt des Restmülls. Die Gebühren können auch sinken, wenn die Stadt z.B. den Erlös aus dem Verkauf des gesammelten Altpapiers in die Kalkulation einrechnet. In Rheda-Wiedenbrück ist das so: Der Wert des Altpapiers wird eingerechnet. Dazu schreibt uns die Stadtverwaltung: »Derzeit decken die Erlöse die Transportkosten ab, so dass aktuell keine Abfallgebühr für Papiertonnen in Rheda-Wiedenbrück erhoben werden muss«. Super, weiter so! Gebühren gesenkt! Gut gemacht! Gut steht Rheda-Wiedenbrück auch bei den Abwassergebühren da. Gegenüber letztem Jahr sanken die Gebühren für Schmutzund Niederschlagswasser in dieser Stadt um 11,4 Prozent! Der Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 200 Kubikmetern Frischwasser und einer versiegelten Fläche von 130 Quadratmetern zahlt pro Jahr 479 Euro, das sind 61,80 Euro weniger! Weiter so! Die Tabelle des Bundes der Steuerzahler zeigt, Rheda-Wiedenbrück steht im Vergleich gut da. Nur Schloß Holte, Verl, Harsewinkel und Gütersloh entsorgen Schmutz- und Niederschlagswasser günstiger. Neben der für diese Stadt recht guten Bilanz hat der Bund der Steuerzahler auch noch einige Tipps, wie wir die Kosten im Entsorgungsbereich selbst senken können. Wer selbst kompostiert, kann die Biotonnen abmelden. Vorausgesetzt, man hat ein entsprechend großes Grundstück. Antrag ausfüllen, abschicken und Geld sparen. Auch die Saisonbiotonnen bieten Sparmöglichkeiten. Sie wird nur im rasenschnittreichen Sommer geleert. Einsparpotential bietet auch der Umstieg auf eine kleinere Restmüll- oder Biotonne.

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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