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Das Stadtgespräch November 2017

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56 GESCHÄFTLICHES

56 GESCHÄFTLICHES Das Stadtgespräch anzeigen VW T1 mit »Camping-Box« WER HAT’S ERFUNDEN? WoMo-Trend aus Rheda-Wiedenbrück Bei der Zahl 66 klingeln vielen die Ohren: Harleyfahrern auf der Route 66, beim Gesang von Udo Jürgens »mit 66 Jahren...« und Bulli-Sammlern beim unlängst in der Eifel gefundenen Modell T1-Samba Baujahr 1951, dem wohl ältesten Samba-Bulli der Welt. Fans auf der ganzen Welt zahlen 200.000–500.000 Euro für solche Sammlerstücke. Erst recht, wenn es mit der sogenannten »Camping Box« zum »Camping-Bulli« aufgemöbelt wurde. Die gibt es nur noch für Liebhaberpreise. Und echte Fans würden ihren Schatz für nichts in der Welt hergeben. Sie haben ihren fahrbaren Traum über Jahrzehnte hinweg gepflegt und gehegt, inzwischen sind sie zu individuellen Raritäten gereift... Vor 66 Jahren, da fing das Reisen an Von der Firma »Westfalia« wurde 1950 schon die Idee vom Campingbus geboren: die »Camping-Box«, eine Box für den VW T1, durch die im Transporter alles transportsicher verstaut werden konnte, so dass man alles dabei hatte, was man zum Camping urlaub brauchte. Ab 1952 kam sogar noch das Vorzelt dazu. Mobilität, Unabhängigkeit, Spontaneität – nicht zuletzt auch Sparsamkeit waren die Argumente für den Urlaub im Campingbus. Mit steigendem Wohlstand der Bundesbürger stiegen auch die Ansprüche und der Komfort des Ferienzimmers auf vier Rädern wurde immer größer. Die Campingbox wurde in den 60er Jahren schließlich abgelöst von komplett umgerüsteten Wohnmobilen. Und zwar nicht nur für VW. Auch Fiat- und Mercedes-Transporter wurden hier in Campingfahrzeuge verwandelt.... aus einem flächigen Ladefahrzeug wurde ein Reisemobil. 1976 hatte man im »James Cook« bereits ein kleines Badezimmer an Bord. Mit dem VW »Joker« kam 1978 das Erfolgsmodell aller Zeiten auf den Markt, denn der Name war Programm! Ein Auto für alle Zwecke, das für den Alltag ebenso wie für den Urlaub taugte, so dass die Anschaffung sich lohnte. 1985 kam durch die Zusammenarbeit mit Ford der »Nugget« zum Zuge, der mit Spirituskocher als PKW gefahren werden darf. Wendiger Komfort zum Mitnehmen Seitdem ist der Trend zum Wohnen auf vier Rädern ungebrochen: Einsteigen, losfahren, zum Übernachten oder Picknicken einfach stehen bleiben, wo es einem gefällt – oder schlicht nach der Party gleich im Anreise-Auto in sein Bettchen fallen. In all den Jahrzehnten passten sich die Modelle Ansprüchen und Moden an, ohne Ein aktueller Westfalia »Joker« die inneren Werte aus der Gründerphase jemals zu verleugnen: handlich, praktisch, pflegeleicht. So wurden Campingbullis der Renner auf den Straßen der Welt und das Wohnen auf dem fahrbaren Untersatz auch: Heute heißt die Nachfolge-Idee »Wohnmobil« und kommt vor euroschwerem Luxus oft nicht mehr durch die engen Gässchen von Südeuropa, wo sich der Westfalia-Bulli immer noch wendig manövrieren lässt. »Die Westfalia Mobil GmbH ist ein Pionier des Reisemobilbaus«, verkündet der Hersteller aus Rheda-Wiedenbrück auf seiner Facebookseite, in der sich Fans aus aller Welt stolz posten, sobald sie ihr neues Schätzchen in Empfang genommen haben: »Columbus, Club Joker, Amundsen oder James Cook sind Produkte, die Maßstäbe setzen.« Pionier der »Mitnehm«- Tradition Der Erfolg von Westfalia kommt nicht von ungefähr: Mit dem Bau von Fahrzeugen und Transportuntersätzen hat Johann Bernhard Knöbel bereits 1844 begonnen. Und der Erfindergeist der Brüder Wilhelm und Franz setzte sich 1917 in zwei getrennten Firmen fort. Westfalia entwickelte sich unter Franz Knöbel zu einem führenden Unternehmen für PKW-Anhänger, die 1932 durch die Erfindung der modernen Kugelkopf-Anhängerkupplung noch handlicher wurden. Schon vor 1950 wurden mobile Küchen, Lastwagenkarosserien, Anhänger und Wohnmobile hergestellt. Danach kam noch der LKW-Kabinenbau für den Unimog dazu. Ebenso spektakulär wie die Idee des Auto-Umbaus verlief die weitere Firmengeschichte. In den 90er Jahren mussten die Beschäftigen mobil machen gegen den drohenden Konkurs. Drei Manager aus der Region – unter ihnen der »Bertelsmann« Mark Wössner – griffen in ihre Privatkassen, um das Unternehmen zu erhalten. Mit Erfolg, 2001 hatte man die halbe Million voll: Bei Westfalia rollt das 500.000ste Freizeitfahrzeug vom Band. Nach internationalen Beteiligungen kaufte 2010 die französische Rapido-Gruppe das Unternehmen. Es heißt seit Februar 2015 Westfalen Mobil GmbH. Das Motto der letzten 60 Jahre ist geblieben: »mobile Leidenschaft«.

GESCHÄFTLICHES anzeigen 57 (V. l.) Referent Jörg Riepe von der Screen GmbH für die VW AG, Gerd Hoppe, Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative Kreis Gütersloh, Gastgeber Jürgen Macke, Geschäftsleiter der Auto-Zentrale Thiel in Rheda-Wiedenbrück, Albrecht Pförtner, Geschäftsführer von pro Wirtschaft ELEKTROMOBILITÄT DER ZUKUNFT Chancen und Heraus forderungen (Kem) »Ich kenne keinen Autofahrer, der bei seiner ersten Fahrt mit einem E-Mobil keine Lächeln zeigt. Jörg Riepe von der Screen GmbH, Referent des Unternehmertreffens 2017 im Rahmen der Mitgliederversammlung der Wirtschaftsinitiative Kreis Gütersloh e. V. fügte an, die Fahrer müssten nur erst mal die Hemmungen überwinden, in ein E- Mobil einzusteigen. Die Botschaft des im Auftrag der Volkswagen AG deutschlandweit referierenden Fachmannes mit dem Schwerpunkt Elektromobilität an die 150 Gäste der Veranstaltung in der Auto- Zentrale Karl Thiel GmbH & Co. KG war klar: Den Blick zu öffnen für die Zukunft der Mobilität. Die heißt Elektromobilität. Sie ist die preiswerteste umweltfreundliche Mobilität. Ein Auto mit Brennstoffzelle ist beispielsweise wesentlich teurer. Der Endpreis für den Käufer eines E-Mobils liegt derzeit bei Berücksichtigung aller Prämien gleichauf mit dem Preis für einen entsprechenden Verbrenner. Auch die Reichweite überzeugt zwischenzeitlich den Durchschnittsfahrer. Dieser ist erwiesenermaßen täglich 51 km mit seinem Kfz unterwegs. Der e-Golf mit einer Reichweite von 300 km deckt diesen Bedarf sehr gut ab. Für längere Fahrten bietet VW als einzige Marke dem E-Mobilist eine zweijährige Ergänzungsmobilität mit einem Verbrenner. Die Fahrer eines neuen E-Fahrzeugs von VW können an 30 Tagen pro Jahr ein Volkswagenmodell mit Verbrennungsmotor mit einer Gesamtkilometerleistung von 4000 km nutzen. Der Referent unterstrich, dass derzeit mit Nachdruck an dem Ausbau der Infrastruktur mit Ladestationen gearbeitet wird. Das 300 Mio Euro umfassende Förderprogramm der Bundesregierung für den Bau von 15000 Ladestationen ist dabei eine wichtige Voraussetzung. Von nicht öffentlicher Seite forciert beispielsweise ALDI die Errichtung von kostenfreien Stromtankstellen an seinen Niederlassungen. An Schnellladesäulen werden je nach Wagentyp etwa 30 Minuten benötigt, um das Fahrzeug wieder aufzuladen. Zuhause kann eine private Ladestation (Wallbox) für kurze Ladezeiten sorgen (10mal schneller als über die Haushaltssteckdose). Enjoy the silence Im Gegensatz zu Autos mit V- Motoren erzeugen E-Autos keinen Lärm. Sie stoßen zudem keine Schadstoffe aus. Mit ihrer Nutzung ist somit eine deutliche Reduktion der gesamten CO2-Belastung verbunden. Vor diesem Hintergrund hat London in der Innenstadt nur E-Pkw erlaubt. Autofahrer, die mit Verbrennern in die City fahren wollen, zahlen eine Maut von 18 Euro pro Tag. Der Referent prognostizierte, dass entsprechende Eingriffe in den Straßenverkehr ebenfalls in deutschen Städten zu erwarten sind. Beispielsweise werden in Stuttgart und Berlin die zulässigen CO2-Grenzwerte deutlich mehr als 35mal pro Jahr überschritten. Der Referent verwies des Weiteren auf die geringen Wartungskosten. Für 2019/20 erwartet er eine neue Generation von E-Fahrzeugen. Sie werden dem Halter durch eine Verlegung der Achsen nach außen und der Motoren an die Achsen viel mehr Platz bieten als die Verbrenner. Jörg Riepe erinnerte daran, dass die Flockenmaufaktur bereits 1888 – zwei Jahre nach der Premiere des ersten V-Motors – den ersten E- Pkw vorstellte. 1900 fuhren in den USA bereits 34.000 E-Autos. 1912 brach der E-Markt ein, weil der Kraftstoffpreis fiel, die Reichweite der Wagen mit Verbrennungsmotor stieg und der Wegfall der Kurbel beim Anlassen der Wagen mit Verbrennungsmotor ihre Bedienung bequemer machte. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits über 500 E-Marken weltweit auf dem Markt. Eine facettenreiche Diskussion schloss sich an, die unter ökonomischen, sozialen und ökologischen Gesichtspunkten geführt wurde. Gern stellt die Auto-Zentrale Karl Thiel in Rheda-Wiedenbrück allen Interessierten den e-Golf von Volkswagen für eine Probefahrt zur Verfügung. Jürgen Macke, Geschäftsleiter der Auto-Zentrale Thiel in Rheda-Wiedenbrück freute sich, dass er die Gäste zu dem Unternehmertreffen begrüßen und ihnen sein Haus vorstellen konnte. Vorsitzender Gerd Hoppe berichtete über die zurück liegende Arbeit der Wirtschaftsinitiative und Geschäftsführer Albrecht Pförtner gab einen informativen Einblick in Aktivitäten von pro Wirtschaft. Ihr Westfalia-Freizeitmobilhändler in Rheda Wiedenbrück. Auto-Zentrale Karl Thiel GmbH & Co. KG Karl-Thiel-Str. 1, 33378 Rheda-Wiedenbrück Stephan Dallmeyer Verkaufsberater Freizeit- und Nutzfahrzeuge +49 5242 5905-640 stephan.dallmeyer@thiel-gruppe.de www.thiel-gruppe.de Michael Casale Verkaufsberater Freizeit- und Nutzfahrzeuge +49 5242 5905-641 michael.casale@thiel-gruppe.de

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