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Das Stadtgespräch November 2017

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54 Das

54 Das Stadtgespräch Das Kloster thront über Melk. Dürnstein entspricht, sei einmal dahingestellt, aber jedenfalls hat die Donau im Laufe der Jahrtausende eine Flusslandschaft geschaffen, die das Herz eines jeden Romantikers höher schlagen lässt. Ein mildes Klima und fruchtbare Lößböden haben dafür gesorgt, dass diese Gegend schon in der Altsteinzeit besiedelt war, also vor rund 30.000 Jahren. Eine Top-Sehenswürdigkeit ist das weltberühmte Kloster Melk. Der grandiose Barockbau liegt auf einem 60 Meter hohen Bergrücken. Die Besichtigung lohnt vor allem wegen der Bibliothek, die jedem Büchernarren das Herz höher schlagen lässt. Die Kirche erstrahlt in prachtvoller Üppigkeit mit jeder Menge Gold und feiert so das Jenseits wie das Diesseits. Auch die Außenanlagen belohnen den Besucher, vor allem der Klostergarten im verspielten Stil des Rokokos. Wein und Mirabellen, die besonders in gebrannter, flüssiger Form schmecken, sind Souvenirs, die man unbedingt mitnehmen sollte. Solche Mitbringsel haben den Vorteil, dass sie nicht verstauben, sondern genussvoll konsumiert werden können. Als Perle der Wachau wird Dürnstein bezeichnet, das man am besten früh morgens besuchen sollte, denn dann sind die engen Gassen noch leer. Im Lauf des Tages wird es immer rummeliger, wodurch die Atmosphäre natürlich leidet. Schon von weitem sieht man den blau-weißen barocken Kirchturm des Städtchens. Auch geschichtlich hat der Ort eine Rolle gespielt, wurde hier doch Richard Löwenherz auf dem Rückweg aus dem Heiligen Land gefangen genommen und in die neu errichtete Burg Dürnstein gesperrt, die heute als Ruine über dem Ort thront. Der Legende nach hat der Sänger Blondel seinen Herren befreit – die Wahrheit dagegen sah etwas profaner aus, denn Richards Mutter, Eleonore von Aquitanien, zahlte ein horrendes Lösegeld für den Kreuzfahrer, der eigentlich von seinem österreichischen Mitstreiter Herzog Leopold nicht hätte festgesetzt werden dürfen – Kreuzfahrer genossen in allen christlichen Ländern Immunität. Doch schon damals litt die Moral offenbar, wenn eine Menge Geld im Spiel war und eine Menge Eitelkeit. Richard hatte in Palästina nach der Eroberung Akkons Leopolds Banner in den Abwassergraben werfen lassen – schließlich war Leopold im Gegensatz zu Richard und dem französischen Herrscher eben kein König. Als Richard dann später heimlich nach England zurückkehren wollte, wurde dummer Weise in Leopolds Gebiet aufgegriffen. Wien nur du allein Wien, Wien nur du allein, sollst stets die Stadt meiner Träume sein, sang schon Peter Alexander. Der Grund dafür, so das Lied, sind die alten Häuser und die lieblichen Mädchen. Die gibt es auch heute noch zu sehen. Wien kann man natürlich auf eigene Faust erkunden. Für Wien- Neulinge empfiehlt sich allerdings eine Stadtrundfahrt, zumal der Schiffs-Anlieger anders als in den meisten anderen Häfen nicht direkt in der Stadt liegt, sondern in der Nähe des Praters, also außerhalb. Der U-Bahnhof ist jedoch nicht weit und so gelangt man schnell in die Innenstadt. Bequemer ist es natürlich mit Stadtführer im Rahmen einer Bustour. Wenn der dann auch noch ein echter Ureinwohner ist, der seine Stadt liebt und nirgendwo anders leben möchte, dann lohnt die Führung besonders. Dann darf man sich auf Wiener Schmäh freuen. Die ehemalige Kaiserstadt beeindruckt mit dem Stephansdom, der drei Stil-Epochen zu einem beeindruckenden Ganzen mischt, mit der Staatsoper, dem Schloss Belvedere, dem Hundertwasserhaus und, wenn es zum Schiff zurück geht, mit dem berühmten Prater in der Nähe des Anliegers. Selbstverständlich kann eine Besichtigung Wiens im Namen der Romantik auch per Fiaker geschehen. Preise bewegen sich dabei um die 50 Euro für eine kleine Rundfahrt. Ein Stunde Fahrt nach individuellem Wunsch kostet inklusive einer Flasche Schampus dann gerne mal das Dreifache. Natürlich ist Wien keineswegs nur rückwärts gewandt, obwohl die Geschichte schon eine Rolle spielt. Man kann aber auch Modernes sehen wie die ab 1996 neu entstandene Donau City, die interessant, aber keineswegs unumstritten ist. Der Donau City Tower 1 fällt allein schon durch seine Größe (220 Meter hoch) und seine eigentümliche Form auf. Donau City liegt auch direkt gegenüber des Anliegers und während die Sonne untergeht und die Lichter eine Spur von Manhattan schaffen, kann man so richtig an Deck entspannen. Fluss mehr als Meer Entspannung ist auch eindeutig ein großer Vorteil einer Flusskreuzfahrt. Denn während man auf dem Meer in allererster Linie Wasser sieht, gleitet man auf einem Fluss die ganze Zeit durch die Landschaft, man bekommt immer eine Menge schon unterwegs zu sehen. Auf der Donau ist das meist Idylle pur, bis auf die Vororte der Großstädte vielleicht. Dörfer, die direkt einem Sissie-Film entsprungen sein könnten, wechseln sich ab mit langen Kilometern, in denen man nur Grün zu sehen bekommt. Die einzigen Zweibeiner am Ufer sind Fischreiher. Auch wildes Camping direkt an der Donau ist recht beliebt – also Zelten, wie es ursprünglich mal gedacht war: mitten in der Natur und ohne jeden Luxus. Immer mal wieder fährt man an Leuten vorbei, die einem munter zuwinken. Ein weiterer Vorteil ist, dass es keinen Seegang gibt, denn das Schiff ist länger als ein Fußballfeld und das Wasser ruhig. In den Kabinen kann man die Motoren nicht hören, sodass man bei offener Balkontür nur das Rauschen des Flusses wahrnimmt, während das Panorama an einem vorbei zieht. Das ist fast wie Segeln, nur bequemer! In der nächsten Ausgabe verlassen wir den deutschen Sprachraum und die Eurozone. Außerdem wird klar, was wir mit dem Fernsehen zu tun hatten…

GESCHÄFTLICHES anzeigen 55 Foto: skalar® Kommunikationsdesign, Andree Wendel MEHR ALS DAS »SELBSTVERSTÄNDLICHE« KFZ-Meister werkstatt Michael Pakulla Als markenunabhängige Werkstatt repariert die KFZ-Meisterwerkstatt Pakulla Fahrzeuge aller Art – egal ob alt oder neu, ob VW, Mercedes oder Opel. Die Überprüfungen richten sich streng an die Vorgaben des Herstellers, um im Garantie-Fall eine lückenlose Wartung nachzuweisen. Dabei werden alle Arbeiten sauber dokumentiert und Verschleißteile ausschließlich durch Originalteile ersetzt. Die hochmodernen Diagnosegeräte werden regelmäßig mit aktuellen Daten gefüttert, sodass selbst neueste Modelle mit komplexen Elektronik- oder Infotainment-Komponenten problemlos gewartet werden können. Wenn Ihr eigenes Auto streikt, können Sie sich auf den Leihfahrzeuge-Fuhrpark der KFZ-Meisterwerkstatt verlassen. Vor allem Firmen, die Termin- oder Liefergeschäfte zu erledigen haben, wissen diesen Service zu schätzen. Die Miet-Fahrzeuge können aber auch für private Zwecke wie Wochenend-Fahrten oder ähnliches ge- liehen werden. Im Fall eines Unfalls bietet die KFZ-Meisterwerkstatt neben Abschlepp-Service, Karosserie- Arbeiten, Reparatur mit Originalteilen sowie Leihwagen-Service auch das ganze »Drumherum« an und wickelt den Schadensfall direkt mit der Versicherung ab. Dabei wird das Unfallfahrzeug durch anerkannte Prüfer begutachtet. Unser Service: · professionelle, termingerechte Reparaturen mit Originalteilen · transparente Kalkulation & Abrechnung · Notfallservice/Abschleppdienst · bei Unfallschaden direkte Abwicklung mit Ihrer Versicherung · Hol- und Bring-Service · Leihwagen-Service KFZ-Meisterwerkstatt, Michael Pakulla, Batenhorster Str. 48, 33397 Rietberg-Bokel, Tel.: 0 52 42. 25 67 info@kfz-pakulla.de www.kfz-pakulla.de

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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