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Das Stadtgespräch November 2017

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36 Das

36 Das Stadtgespräch (V. l. Vorsitzender Celal Davulcu, Ersin Davulcu, Mücahit Yilmaz, Stv. Vorsitzende Zübeyde Davulcu, Imam Mehmet Yilmaz, Frauenbeauftragte Necla Yanaz, Sekretär Ümit Kahraman, Kadir Kapuco TAG DER OFFENEN MOSCHEE Kein Besuch aus Rat und Stadtver waltung (Kem) Nur einige Rheda-Wiedenbrücker nahmen die Einladung zum »Tag der offenen Moschee« der DITIB-Gemeinde wahr, berichtete uns der Sekretär Ümit Kahraman. Es waren weniger Besucher als in den letzten Jahren. »Wir hätten uns gefreut, wenn mehr Gäste gekommen wären«, fügte er an. Imam Mehmet Yilmaz war besonders traurig, dass erstmals keine Vertreter aus der Stadtverwaltung und dem Stadtrat hereingeschaut und auch keine Nachricht hinterlassen hatten. Sie hatten persönliche Einladungen der Moschee-Gemeinde erhalten. »Schade«, sagte Ümit Kahraman, »wir wollen und brauchen den Dialog, müssen einander zuhören«. Gespräche sind der einzige Weg zum gegenseitigen Verstehen, ist er überzeugt. »Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder mehr Gäste begrüßen können«, fügte er mit einem optimistischen Blick in die Zukunft an. Sein Dank galt allen, die gekommen waren. Die Gäste wurden von den Vereinsmitgliedern mit Tee, Kaffee sowie Gegrilltem und Gebäck begrüßt. Sie führten die Besucher durch die Räu- me der Moschee und hatten ein offenes Ohr für alle Fragen. Die Vorstandsmitglieder und Imam Mehmet Yilmiz, der zwischenzeitlich ein respektables Deutsch spricht, gaben kompetent Auskunft, erklärten religiöse Bräuche, Ausstattung und Dekoration der sakralen Räume. Die Interessierten aber, die Mehmet Yilmaz kennen, bedauerten es, dass er am 15. November in Trabzon am Schwarzen Meer eine neue Wirkungsstätte als Imam erhält. Seit 1997 werden am deutschen Nationalfeiertag in vielen Moscheen die Türen geöffnet, um Begegnungen und Gespräche zu ermöglichen. Nur so kann Vertrauen entstehen.

37 EMSRADWEG BALD KOMPLETT Emsbrücke schwebte ein Die Installation der neuen Emsbrücke macht den Emsradweg komplett. (Kem) Einer der größten mobilen Kräne Deutschlands balancierte mit seinem mehr als 50 Meter langen Ausleger die neue Emsbrücke in Höhe des Ratsgymnasiums vorsichtig an den hohen Bäumen vorbei. Nach gut 90 Minuten hatte die monströse Stahlkonstruktion ihre vorgesehene Position auf den Widerlagern der beiden vorher gegossenen mächtigen Betonpfeilern erreicht. Diese ruhen auf neun Meter tiefen Betonbrückenpfeilern. Das spannende Manöver lockte zahlreiche Schaulustige an. Das 32 m lange und drei Meter breite Bauwerk wiegt 65 Tonnen. Es optimiert gemeinsam mit einer Lichtsignalanlage über den Nordring und einer komplett asphaltierten Wegeverlängerung den Emsradweg zwischen Doktorplatz und Altstadt Wiedenbrück auf dem Teilstück zwischen Nordring und Adenauerplatz. Zudem macht sie die rückwärtige Zuwegung zum Ratsgymnasium komfortabler und sicherer. In Höhe des Gymnasiums gibt es eine deutlich sichtbare Abgrenzung zwischen dem neuen Teilstück des Radschnellweges und dem Schulgelände mit Winkelsteinen und einer Hecke. Ebenfalls »das Problem Oldenzaalbrücke« ist jetzt gelöst. Die Fußgänger und Radfahrer brauchen nicht mehr den relativ steilen Südzugang zu der Brücke benutzen. Sie können zukünftig die neue Verbindung barrierefrei wählen. Mit einer Steigung von maximal sechs Prozent ist sie darüber hinaus behindertengerecht. Die über 50 Jahre alte Vorgängerbrücke über die Ems war abgängig. Aufgrund der geringen Breite von 1,70 Metern und des sehr niedrigen Geländers entsprach sie nicht den heutigen Sicherheitsstandards. Die insgesamt 800.000 Euro teuren Kosten für das komplette Bauprojekt bezuschusst das Land NRW zu fünfzig Prozent. Bis spätestens Mitte November will die Flora Westfalica alle Arbeiten abschließen.

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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