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Das Stadtgespräch November 2017

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32 Das

32 Das Stadtgespräch WTV RUGBY-ABTEILUNG WTV RUGBY-ABTEILUNG »Wir brennen für diesen tollen Sport!« Rheda-Wiedenbrück Gütersloher Str. 18 Fon 0 52 42 - 94 56-0 Fax 0 52 42 - 94 56-19 Info@elektro-boerger.de Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 9:00 – 12:30 und 14:30 – 18:00 Sa. 9:00 – 13:00 HAUSHALTSGERÄTE KUNDENDIENST GESCHENKIDEEN www.facebook.com/elektroboerger (Kem) »Wir haben uns von der Begeisterung der Wiedenbrücker Rugger anstecken lassen«, gestand der Erste Beigeordnete Dr. Georg Robra im Sportausschuss. Eine Abordnung der WTV-Rugby- Abteilung und des Fördervereins Rugbyfreunde Wiedenbrück e. V. stellte mit Herzblut das von ihnen gemeinsam mit Architekt Frank Hurlbrink entwickelte Konzept einer Begegnungsstätte am Schulund Sportzentrum Burgweg vor. Der Beigeordnete sprach den Ausschussmitgliedern offensichtlich aus der Seele. Sie stimmten einmütig dem Antrag von Francesco Trifoglio (SPD) zu, die Umsetzung dieses Projekts zu begrüßen. Die Begegnungsstätte soll am Kopfende der vorhandenen Bauten entstehen. Im Blickpunkt des 159 Quadratmeter großen Anbaus steht ein relativ großer Versammlungsraum. Ein Sanitärbereich und ein Raum für Trainingsutensilien. Eine Terrasse zum Spielfeld rundet das Projekt ab. Die Rugger wollen das Domizil auch anderen Abteilungen zur Mitnutzung anbieten. Mit der Umsetzung des vom Förderverein getragenen Konzepts erfüllen sich die Rugger einen lang gehegten Wunsch: Die geplante Begegnungsstätte gibt ihnen einen Raum für die »dritte Halbzeit«, in der die gegnerischen Mannschaften und ihre Fans nach dem Spiel gemeinsam und in friedlicher Eintracht feiern. Dieses feste Ritual unterstreicht den fairen Geist dieses Sports, der sich damit von den Bräuchen rund um andere Ballspiele, wie Fuß- oder Handball weit unterscheidet. Rugby ist somit nicht irgendein Sport, sondern auch eine Lebensschule. Dieser sportliche Spirit findet sich in allen Facetten des Rugbys, berichteten Abteilungsleiter Klaus Niewöhner und sein Vize Jürgen Rubbel: »Bei uns kommen alle Spieler aus dem Ort und den umliegenden Dörfern. Meistens kommen sie mit dem Rad. Keiner von ihnen muss um seinen Platz fürchten. Alle Spieler kommen zum Einsatz, nicht nur die besten« erklärten sie. Und weiter: »Wir wollen zu dem Schulstress nicht noch weiteren Druck aufbauen. Wenn die Jugendlichen nachmittags um 16.30 Uhr nach Hause kommen, sollen sie beim Rugby Spaß am Spiel erleben. Das ist uns wichtig. Das Gewinnen um jeden Preis hat bei uns keinen Vorrang«, erklärten die beiden Sprecher der Rugby-Abteilung. Beim Spiel darf der Ball, aufgrund seiner Form auch »das Ei« genannt, mit der Hand nur nach hinten geworfen oder übergeben werden. Auf einen Verstoß dagegen folgt das »Gedränge«, bei dem sich die Stürmer der beiden Mannschaften in Formation gegenüber stehen und versuchen, durch Drücken und Schieben in Besitz des Balles zu gelangen. Das Kicken des Balles ist jedoch in alle Richtungen erlaubt. Die Mannschaft mit den meisten Punkten hat gewonnen. Dazu muss der Ball u. a. im gegnerischen Malfeld am Boden abgelegt werden. Ein britisches Sprichwort lautet: Fußball ist eine von Raufbolden gespielte Gentleman-Sportart, und Rugby ist eine von Gentlemen gespielte Raufbold-Sportart«. Will heißen: Rugby ist hart, kein Zweifel, aber trotzdem fair. Ein Verzicht auf Gewalt sind essentielle Bestandteile jeder Rugby-Partie. Respekt vor dem Gegner und dem Schiedsrichter sind selbstverständlich. Beispielsweise hatte der Malteser Hilfsdienst beim Horst-Lück-Turnier nichts zu tun. Außer ein paar Pflaster und ein paar Eisbeutel wurde nichts benötigt. Beschimpfungen des Schiedsrichters sind undenkbar. Wettkampf, Körperlichkeit und Emotionen gehören unleugbar zu

33 Mannschaftsgeist: Beim »Gedränge« drücken jeweils acht Stürmer gegeneinander, um den Ball zu erobern. unserem menschlichen Wesen. Rugby hilft aber, diese kontrollieren zu lernen und innerhalb der Regeln eines Spiels bei der Rauferei um das »Ei« auszuleben. Die Spieler halten sich in klarer Organisation aneinander fest und stemmen sich in gebeugter Haltung gegen die Konkurrenten, um das »Ei« zu erhaschen. Der CDU-Mann Heinz-Georg Großerohde lobte auf der Sportausschusssitzung die Rugger aus Wiedenbrück aus eigener Erfahrung als Vater: »Sie sind ein exzellentes sportliches Vorbild. Besser geht es nicht. Mich begeistert darüber hinaus die gelebte familiäre Gemeinschaft und die Art wie Sie die Eltern in den Sport mit einbeziehen«. Dass dieses Engagement etwas Ansteckendes hat, beweist ein Blick in die Statistik: »Mit 263 Mitgliedern stellen die Rugger die drittgrößte Abteilung beim WTV. Davon sind rund 50 % Kinder und Jugendliche, die regelmäßig an dem wöchentlichen Training teilnehmen. »Wir freuen uns, dass wir so viele Sportler für diese Randsport begeistern können«, resümierte Klaus Niewöhner im Sportausschuss. Im Größen- Ranking der deutschen Rugby- Clubs steht Wiedenbrück auf dem 17. Platz. Die 1970 von Horst Lück gegründete Rugby-Abteilung stellt heute in jeder Altersklasse ein Team, worauf die Abteilung sehr stolz ist. Insgesamt konnte die Rugby Abteilung bislang 2 Nationalspieler, 5 Nationalspielerinnen und 12 Jugendnationalspieler stellen. Gruppen- und Ligaspiele sowie die Teilnahme an verschiedensten Wettbewerben und die jährliche Organisation des zu Ehren des Vereinsgründers ausgerichteten Horst Lück-Turniers haben die Abteilung in Deutschland bekannt gemacht. Dr. Georg Robra schwärmte: »Die Jungs brennen für ihren Sport. Das Miteinander funktioniert. Wir wünschen der Rugby-Abteilung des WTV und seinem Förderverein, dass ihr großartiges Begegnungsprojekt erfolgreich sein wird«. Die Entlassschüler der Ernst-Barlach-Realschule von 1967 feierten jetzt ein Wiedersehen. SEKTEMPFANG ZUM UNTERRICHTSBEGINN Klassentreffen wurde Rentnertreff (Kem) 1967 wurden 62 Schüler der Ernst-Barlach-Realschule – 31 aus der Mädchenklasse mit Lehrer Harry Schmidt und ebenso viele aus der Jungenklasse mit Lehrer Paul Dütting – ins Leben entlassen. »Kaum zu glauben, aber wahr – Schulentlassung war vor 50 Jahr«, so lautete es jetzt entsprechend in der Einla- dung des langjährigen Klassensprechers Rudolf Kretschmer an seine ehemaligen Mitschüler. Sie trafen sich im »Klassenraum« »Gasthof Ems-Aue«. Die Wiedersehensfreude war groß, waren doch 25 Ehemalige in die Emsstadt gekommen, um an dem mittlerweile neunten Klassentreffen teilzunehmen. Es wurde zum ersten Rentnertreff. Keiner der Ehemaligen war noch berufstätig. Sie kamen bis aus Meckenheim, Herzogenrath-Straß und Friedrichsdorf im Taunus angereist. Eine Mitschülerin lebt seit 2011 in Ägypten. Sechs Mitschüler sind zwischenzeitlich verstorben. Die beiden noch lebenden Lehrkräfte Werner Meier und Brigitte Wilkening konnten aus gesundheitlichen und anderen Gründen nicht an dem Treffen teilnehmen. Sie übermittelten dem Klassensprecher Grußworte für die Teilnehmer. Wer unentschuldigt fehlte, erhielt einen Eintrag ins Klassenbuch. Das Wiedersehen startete »zum Unterrichtsbeginn« mit einem Sektempfang. Ein reichhaltiges Buffet schloss sich an. Die Stunden vergingen viel zu schnell. Es gab so viel zu erzählen, hatte man sich doch seit 2007 nicht mehr gesehen. Bei der Verabschiedung war man sich einig: Herbstzeit Grünkohlzeit Hausgemachter Grünkohl mit Kassler, Mettendchen und Bratkartoffeln (um Voranmeldung wird gebeten) 11.11.2017 – ab 18 Uhr 5.Jahreszeit Hier wird gefeiert ... Start in die Birnstr. 4 • Telefon: 05242-8483 33378 Rheda-Wiedenbrück

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