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Das Stadtgespräch November 2016

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46 seniorenzeitung

46 seniorenzeitung Das Stadtgespräch Auf der Parkbank ER Was gibt es denn heute zum Mittagessen? SIE Etwas, das du besonders gern magst: Eintopf! ER Als Suppe? Und was ist drin? SIE Auf jeden Fall keine aus der Tüte oder aus Maggi-Würfeln und schon gar nicht eine fertige aus der Dose. Ich habe mir richtig Arbeit damit gemacht und bin überzeugt, dass sie dir schmeckt. ER Und wie heißt sie dann? SIE In Grunde ist sie eine Gemüsesuppe, sehr leicht und gesund mit nur wenig Fleisch, mit frischen Kräutern und mit knusprigem Vitalbrot zum Eintauchen dazu. ER Es ist mir aufgefallen, dass es schon erstaunlich viele Fachgeschäfte gibt, die Bio- Eintöpfe anbieten, sozusagen als ›Imbiss-Kultur‹ mit dem hausfraulichen Hinweis auf Frisch- und Selbstgemachtes. Und das steht dann ganz im Gegensatz zu den meisten fettlastigen fast-food-Gerichten. SIE Ich erinnere mich noch an die Zeiten, wo man noch Mark und Knochen auskochen musste, um eine ordentliche Fleischbrühe, die Bouillon, zu bekommen, das ist heute nicht mehr nötig. Im Restaurant findet man auf den Speisekarten nur noch sehr wenige Suppenangebote. Anscheinend lohn sich das nicht mehr und man bietet dafür mehrheitlich aufwendige Vorspeisen an. ER Eintöpfe sucht man dort vergeblich. Wie froh bin ich deshalb, dass in vielen deutschen Haushalten der traditionelle Eintopf noch gekocht und geschätzt wird. In meiner Kindheit wurde vielfach und besonders am Samstag aus Zeitersparnis ein Eintopf aufgetischt, aber auch, um eine große Familie zu sättigen. SIE Es freut mich, wenn dir meine Eintöpfe schmecken! Und wie sagte es schon Wilhelm Busch in den Max-und-Moritz-Geschichten: »Eben geht mit einem Teller Witwe Bolte in den Keller, Daß sie von dem Sauerkohle Eine Portion sich hole, Wofür sie besonders schwärmt, Wenn er wieder aufgewärmt.« Foto: farbkombinat – fotolia.de Erna und Berta »Weißt du, diese ganze Aufregung und Eifersucht der Politiker über die Erfolge der Angstmacher für Denkfaule – wie zum Beispiel die AfD – geht mir echt auf den Keks. Was war das schön, in einem Kommentar zu lesen, dass ja schließlich bei der Wahl in Mecklenburg- Vorpommern – wie auch dann in Berlin – mehr als 85% der Wähler die Populisten nicht gewählt haben.« »Ja, alle Parteien überschlagen sich, bloß nicht aufgeschlossen zu wirken. Oder gar mit der Aussage der Kanzlerin und ihrem »Wir schaffen das« einverstanden zu sein. Dabei gibt es anscheinend genauso viele Leute, die bei der Aufnahme von Flüchtlingen helfen wollen, wie solche, die jede Hilfestellung ablehnen.« »Genau! Wer spricht für die Hilfsbereiten? Ich versteh ja das Geschrei, dass man wissen muss, wer ins Land kommt und dass es so ungeordnet wie im letzten Jahr nicht funktioniert. Aber ich meine schon mal gehört zu haben, dass trotz vorhandener Grenzzäune oder Einwanderungsobergrenzen überall in den wohlhabenden Staaten unzählige Menschen legal oder illegal einwandern. Und es ist doch klar, wenn ich zwischen totgeschossen und totgebombt wählen muss, kann ich doch nur stiften gehen.« »Und was das Chaos hier betrifft, die Flüchtlinge können doch nun wirklich nichts dafür, dass die Bundesländer es nicht schaffen, sich datenmässig miteinander zu verständigen.« »Und außerdem, wenn du mal auf die europäischen Nachbarländer siehst – Holland, Frankreich, England – hier haben die Leute durch die ehemaligen Kolonien schon lange Probleme mit Zuwanderern. Und überall gibt es diese Angstmacher, die die Urängste der Menschen vor dem möglicherweise gefährlichen Fremden ausnutzen, um an Macht, damit an Geld sprich an Geltung zu kommen. Was solche Leute veranstalten, wenn sie tatsächlich regieren, haben wir, das heißt unsere Altvorderen, doch vor nicht sehr langer Zeit erfahren.« Wahl zum Seniorenbeirat Am 9. November ist der Stichtag für alle Seniorinnen und Senioren in Rheda-Wiedenbrück – dann wird die Wahl für den neuen Seniorenbeirat der Stadt Rheda-Wiedenbrück abgeschlossen. Aufgestellt sind Kandidaten in 5 Wahlkreisen (Rheda, Wiedenbrück, Lintel, Batenhorst und St. Vit). Insgesamt haben sich 16 Personen – 5 Frauen und 11 Männer – zur Wahl gestellt. Alle Wahlberechtigten sind von der Stadt Rheda-Wiedenbrück benachrichtigt worden und haben die Wahlunterlagen enthalten, die unter anderem auch die Profile der Kandidaten für ihren Wahlbezirk enthalten. Die Unterlagen erläutern ausführlich, wie die Wähler vorgehen müssen, um ihre Stimme abzugeben. Die Stimmabgabe erfolgt bis zum 9. November 2016, 12 Uhr ausschließlich per Briefwahl: der Stimmzettel wird in den roten Wahlbriefumschlag gegeben, der Umschlag verschlossen und die Deutsche Post AG befördert den Umschlag kostenlos zum Rathaus. Wer noch keine Wahlbenachrichtigung erhalten haben sollte, möge sich im Rathaus melden. Wählen darf jede Seniorin und jeder Senior, der bis am 9.11.2016 das 60. Lebensjahr vollendet hat und seit wenigstens drei Monaten in Rheda-Wiedenbrück wohnt. Die Auszählung der Stimmen erfolgt am 9. November ab 14.00 Uhr in der Kantine Rathauses Rheda und ist öffentlich. Keine Straße ist lang mit einem Freund an deiner Seite. Aus Japan

seniorenzeitung 47 100 Jahre alt? Chancen oder Last, das ist die Frage. Die Zahl der Hundertjährigen nimmt explosionsartig zu: 1975 waren es in Deutschland 716, 2015 genau 5523, und in knapp 50 Jahren kann man bei uns eine ganze Kleinstadt mit 100-Jährigen füllen. Sie leben im eigenen Haushalt, weisen höhere geistige Fähigkeiten auf und regeln ihre Finanzangelegenheiten selbst. Veränderte Lebens- und Ernährungsgewohnheiten sowie Fortschritte in der Diese gesetzliche Regelung gibt es nicht erst seit gestern. Beantragt ein Versicherter eine Leistung und reagiert die Kasse drei – ab Einschalten des medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) fünf – Wochen danach immer noch nicht, gilt der Antrag als genehmigt. Eine Kasse hatte das nicht beachtet und meldete Bayrische Reibeknödel Zu fettem Schweinebraten Gänse- oder Entenbraten, Wildbraten oder beliebigem anderen Fleisch mit Soße 1 kg rohe Kartoffeln, 500 g gekochte Kartoffeln 4 Semmeln, Salz, ca. 1/8 l Milch Rohe Kartoffeln schälen, waschen Medizin sorgen für diese weiter zunehmende Langlebigkeit. Wir können länger beschwerdefrei leben und werden uns nicht weiter von Medizin und Medien »krankschreiben« lassen. Es deutet sich eine Rückbesinnung auf frühere Generationenbeziehungen des 17. bis 19. Jahrhunderts an, die auf emotionalen Bindungen beruhten und die wichtiger sind als Partnerbeziehungen und oft ein Leben lang halten. Ein besonderer Nebeneffekt: Ältere Menschen, die sich um Kinder und Krankenversicherung: Schweigen ist Bewilligung sich erst nach sechs Wochen bei ihrem Mitglied. Das erkannte die Ablehnung nicht an und besorgte sich die Leistung (hier ging es um psychiatrische Behandlung) selbst. Die Kosten von 2200 Euro muss die Kasse erstatten, auch wenn sie die Leistung selbst günstiger erhalten hätte. (BSG, Az.: 1 KJR 25/15 R). und reiben, gut auspressen, mit den geriebenen (oder durch den Fleischwolf gedrehten) gekochten Kartoffeln und den in dünne Scheiben geschnittenen, mit der heißen Milch übergossenen Semmeln und etwas Salz zu Knödelteig verarbeiten. Mit angefeuchteten oder bemehlten Händen Knödel formen; in kochendem Wasser (leicht salzen) bei mittlerer Hitze garen. Enkelkinder kümmern, verlängern ihre Lebenszeit. Das 20. Jahrhundert, geprägt durch die Unverbindlichkeit des Lebens in den Wohlstandszeiten, wird abgelöst von einer neuen Solidarität der Generationen. Jetzt sehnen sich die Menschen wieder nach Verlässlichkeit und sozialer Geborgenheit. Die Generationen finden wieder zueinander, und das führt zu einer gelebten Solidarität: Wir helfen euch, damit auch ihr uns helfen könnt. Leben im Alter birgt Qualitäten, Um wegen dieser Regelung Recht zu bekommen, muss es nicht bis zum Bundessozialgericht gehen. Ähnlich entschied zum Beispiel das Sozialgericht Dortmund in folgendem Fall: Leidet ein Mann nach einem Unfall an schweren chronischen Schmerzzuständen und beantragt bei seiner gesetzlichen Krankenkasse (hier: Barmer GEK) die Übernahme der Kosten für ärztlich verordnete Medizinal-Cannabisblüten, so muss die wenn wir es richtig gestalten und vorbereiten durch ein lebenslanges Lernen, durch das Erhalten einer robusten körperlichen und geistigen Fitness sowie durch eine ständige Neugier auf Neues und noch nicht Dagewesenes. Um den notwendigen Lebensstandard erhalten zu können, ist aber auch eine rechtzeitige Vorsorge nötig, denn dann »lohnt« es sich, nicht nur lange, sondern auch gut zu leben! Nach Vorlage von Prof. Dr. Horst W. Opaschowski »Langsame« Krankenkasse muss Spezialtherapie zahlen Impressum Seniorenzeitung Verantwortlich für den Inhalt ist Kasse zahlen, wenn sie über den Antrag nicht binnen fünf Wochen (längere Frist, weil die Kasse den MDK eingeschaltet hatte – der den Anspruch ablehnte) entscheidet und keine Gründe nennt, warum sie die Frist verstreichen ließ. Damit trete eine Genehmigungsfunktion ein, Und die sei unabhängig davon, ob innerhalb dieser Zeitspanne die Krankenkasse tatsächlich leistungspflichtig sei (SG Dortmund, Az.: S 8 KR 435/14). der Seniorenbeirat der Stadt Rheda-Wiedenbrück. Ständige Mitarbeit: Christa-Maria Bank, Margret Kohler, Vroni Korsmeier, Hans Dieter Wonnemann Koordination: VHS Reckenberg- Ems, Arnold Bergmann Ein anderes Wort Caritas!

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