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Das Stadtgespräch November 2015

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

52 Das

52 Das Stadtgespräch (V. l.) Bei der Vorstellung des Preisträgerentwurfs: der Jury-Vorsitzende Professor Friedrich Schmersahl, Sieger-Architekt Martin Uwe Balhorn, Fachbereichsleiterin Stadtplanung Inga Linzel, Pfarrer Marco Beuermann »ARCHITEKTUR-WERK-STADT« GEWANN WETTBEWERB ZUM UMBAU DER KREUZKIRCHE Beginn der Bauarbeiten 2016 (Kem) Endlich ist es soweit: der Architektenwettbewerb zum Umbau der Kreuzkirche zu einem multifunktionalen Gemeindezentrum, »zu einer Kirche für alle Tage.«, wie es Pfarrer Marco Beuermann sagt, liefert dem Gemeinde-Bezirk Wiedenbrück sieben pfiffige Entwürfe. Die 21-köpfige Jury sprach das Preisgeld von 5000 Euro der Gewinnerin »architektur-werkstadt« aus Paderborn aus. Martin Uwe Balhorn stellte am 28. September 2015 bei der Eröffnung der Ausstellung der Wettbewerbs- Entwürfe in der Servicehalle der Kreissparkasse an der Wasserstraße die Konzeption der Preisträgerin vor. Diese überzeugt bereits im Außenraum durch eine gelungene Akzentuierung der markanten Eingangssituation mit einem ansprechendes Betonband, das den Vorplatz des zukünftigen Gemeindezentrums mit dem Anbau für Funktionsräume im hinteren Bereich (u. a. Küche, Büro, Lagerflächen, WC) gleich einer Pergola verbindet und dabei den Kirchturm und das zwischen dem Turm und dem Anbau gelegene neu entstehende Foyer umschließt. In den Innenbereich führen links und rechts vom Kirchturm zwei Eingänge in den nach dort verlegten Erschließungskern mit Treppenhaus und Plattformlift für eine barrierefreie Nutzung. Der westlich gelegene Eingang wird durch einen Windfang geschützt und führt durch den Kirchturm direkt zu dem neu projektierten Gruppenraum unterhalb der Empore (heute Foyer, Treppenhaus, hintere Reihen des Kirchenraumes). Hier soll künftig die Gemeindearbeit »unter der Woche« (Konfirmandenarbeit, Kinderkirche, Frauenhilfe, Sitzungen…) stattfinden. Bodentiefe Fenster kennzeichnen sowohl den Gruppenraum als auch den durch eine flexible Trennwand abteilbaren anschließenden Kirchenraum als Schmuckstücke zur Wasserstraße und zum Parkplatz. Die durch das im Kirchturm gelegene Treppenhaus erreichbare Empore bietet weiterhin Platz für die Orgel und den Chor. Sie ist ebenfalls als Besprechungsraum nutzbar. Die Seitenempore fällt weg. Vom Foyer aus gelangt man direkt in den Kirchenraum und zum zweiten Eingang in das Treppenhaus, das auch vom Kirchenraum

53 3 D-Animation des zukünftigen Gotteshauses: Blick auf den Altar aus zugänglich ist, sowie zu dem Anbau. Das Foyer verknüpft die Innen- und Außenräume somit optimal. Die Ausrichtung der Küche zum Foyer und zum Außenraum fördert die flexible Nutzung des Gebäudes – ohne den Kirchenraum zu stören. Der Preisträgerentwurf schafft keinen komplett neuen Kirchenraum. Er wird kleiner und strahlt durch den Verzicht auf die Seitenempore eine klare Struktur aus. Die Kassettendecke soll erhalten bleiben. Die Bänke werden durch Stuhlreihen ersetzt. Eine ansprechende Aufwertung sehen die Planer für den Chorraum vor. Er sorgt für eine warme indirekte Beleuchtung des um eine Stufe erhöhten und nunmehr großzügig gestalteten Altarbereichs mit abgesetzter Rückwand, höher positionierter Kreuzigungsgruppe und der von drei Seiten umschließenden Bestuhlung. Die erhöhte Ebene des Altars schafft optimale Sichtbeziehungen – schränkt aber die Flexibilität für andere Nutzungen ein. Der Kirch-Innenraum dient der Feier der sonntäglichen Gottesdienste oder Amtshandlungen wie Trauungen oder Taufen. Bei Großveranstaltungen wie bei Konfirmationen, zu Weihnachten oder bei Konzerten soll der gesamte Innenraum genutzt werden. Das Konzept bietet eine optimale Grundlage, um die Gemeinde für die nächsten Jahrzehnte zukunftsfähig aufzustellen und nur noch Räume vorzuhalten, die für die Gemeindearbeit erforderlich sind. Bereits 2006 hatte das Presbyterium den Grundsatzbeschluss dafür gefasst. Die Versöhnungskirchengemeinde veranschlagt für das Projekt ein Volumen von rund einer Million Euro. Marco Beuermann kündigte an, dass sie Ende des Jahres den vorerst letzten Gottesdienst in der Kreuzkirche feiert. Danach ziehe man in das Gemeindehaus in der Wichernstraße 2 um. Beuermann rechnet mit dem Abschluss der Arbeiten 2017. Der Erlös aus dem angedachten anschließenden Verkauf des Gemeindehauses soll mit in die Deckung der Umbaukosten fließen. Der Pfarrer: »Klar ist aber schon jetzt, dass die Kirchengemeinde den Neubau damit alleine nicht finanzieren kann. Daher hat sich das Presbyterium das Ziel gesetzt 100.000 Euro durch Sponsoren, Spendengelder und Einnahmen aus besonderen Benefiz-Projekten zu sammeln. Wer das Projekt gerne unterstützen möchte, kann eine Spende auf folgende Konten überweisen: Volksbank Bielefeld- Gütersloh, BIC: GENODEM1GTL, IBAN DE97 4786 0125 0042 0996 01, Betreff; »Kirche. Alle Tage«. Kreissparkasse Wiedenbrück, BIC: WELADED1WDB, IBAN: DE68 4785 3520 000 0059 59, Betreff: »Kirche. alle Tage«.

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