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Das Stadtgespräch November 2015

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

50 seniorenzeitung

50 seniorenzeitung Das Stadtgespräch Auf der Parkbank SIE Es ist eigentlich schade, dass unser Klavier so ungenutzt nur darauf wartet, dass du es wieder einmal bespielst. Kannst du das nicht oder willst du das nicht? ER Meine Finger sind inzwischen steif geworden, und wenn ich daran denke, wie gern und wie oft ich damals mit großem Vergnügen spielte, dann sollte ich mir einen Ruck geben und damit wieder anfangen. SIE Ich las kürzlich in der Zeitung, dass Klavierspielen neben Auswendiglernen eine der besten Methoden ist, altersbedingten Krankheiten wie Demenz Einhalt zu bieten. Wenn ich es in meiner Jugend gelernt hätte, Klavier zu spielen, dann würde ich es heute noch tun, so aus reinem Vergnügen aber auch zur Vorbeugung. ER Ich fürchte, dass ich total aus der Übung gekommen bin und dass dann mein Geklimper dich aus der Wohnung jagen wird. SIE Mache dir darüber keine Gedanken! Und sollte es mal unerträglich werden, dann kann ich immer noch einkaufen gehen und dich allein üben lassen. ER Stelle dir nur mal vor, mir gelingt es, meine steifen Finger wieder so gelenkig zu machen, dass ich anderen Menschen vorspielen und damit vielleicht auch ihnen eine kleine Freude bereiten kann! Das wäre für mich Motivation genug! SIE Unsere Kinder würden aus allen Wolken fallen und dir ungläubig bewundernd zuhören. ER Ich sah vor kurzem im Aufenthaltsraum unseres Seniorenheimes ein Klavier stehen. Ich werde die Leiterin fragen, ob ich nachmittags und einmal in der Woche dort vorspielen darf. Das wäre für mich die richtige Herausforderung, meine angestaubten grauen Zellen wieder in Schwung zu bringen! SIE Damit reihst du dich würdig in die Gruppe der Ehrenamtlichen unserer Stadt ein. Eine tolle Idee! Erna und Berta »Neulich hab ich aus der Reihe der »Gebrauchsanweisungen« das Buch »für die Türkei« gelesen. Da stand, …« »Was ist das denn? Gebrauchsanweisung für die Türkei?« »Das heißt wirklich so. Es gibt Gebrauchsanweisungen für viele Städte oder Länder. Meistens sind sie nett, manchmal lustig aber immer sehr informativ geschrieben. Jedenfalls, in diesem Buch stand neben vielem anderen, dass die Männer, bzw. Väter in der Türkei während ihres Berufslebens durchaus das Familienoberhaupt sind. Sobald sie aber nicht mehr für das Familieneinkommen sorgen, stehen sie vollständig unter der Fuchtel ihrer Frau.« »Ja und?« »Na, ich finde, dass das nicht nur in der Türkei so ist. Sobald bei uns die Jungs nicht mehr arbeiten gehen, laufen sie Gefahr, vom Oberhaupt der Familie zu deren Kaspar zu werden. Alles, was sie im Haushalt machen, ist nicht richtig und sorgt, wenn sie Pech haben, für ständige Witzeleien.« »Mann, da fällt mir ein, neulich hab ich was Ähnliches gehört. Im Zusammenhang mit den Berichten über die Flüchtlinge wurden zwei afrikanische Frauen vorgestellt, die trotz der Gewalt-Traumata während ihrer Flucht in der neuen Umgebung viel schneller Fuß fassen konnten als Männer. Und die das damit begründeten, dass sie, egal was sie beruflich gemacht hatten, immer auch fürs Kochen und Versorgen der Familie zuständig waren, was nahtlos weitergehen kann, während die Männer, sagten sie, sich erst mal von ihrer big-boss-Position verabschieden müssen.« »Da gabs doch mal diesen Spruch: ›Frauen lieben, Männer haben zwischendurch zu tun.‹ Abgewandelt könnte man sagen: ›Männer sind wichtig, Frauen haben zwischendurch zu tun.‹« ... wenn die Spucke wegbleibt ... Dieser Schutz fehlt bei jedem Fünften der über 60-Jährigen! Die von den Speicheldrüsen gebildete Flüssigkeit bewahrt Zähne und Schleimhaut auf vielfältige Weise vor Schäden, denn sonst steigt das Kariesrisiko um das 15-Fache, und eine zu trockene Mundschleimhaut führt außerdem oft zu schmerzhaften Infektionen und schlechtem Atem. Die Prothese sitzt nicht mehr so gut, und es drohen sogar Geschmacksund Appetitstörungen. Wenn die Zunge am Gaumen klebt, tre- ten zudem häufig Sprach- und Schluckprobleme auf. Viele Ältere nehmen diese Einschränkungen nicht ernst, weil sie glauben, diese gehörten zum Alter. Mundtrockenheit kann aber ein Begleitsymptom eines ernsten Grundleidens sein, das nur der Arzt feststellen kann. Diabetes, eine Störung des körpereigenen Abwehrsystems oder einfach nur zu weniges Trinken und bestimmte Medikamente kommen als Ursache in Frage. Auch gutes Kauen fördert den Speichelfluss sowie manchmal sogar auch Dosis und Einnahmezeitpunkt eines Medikamentes ändern. Zusammengefasst: - Speichel spült den Mund; - hält ihn feucht; - härtet den Zahnschmelz; - neutralisiert Säure; - wehrt Bakterien ab; - zerkleinert Speisen. Wer wünscht sich das nicht, dass einem wieder das Wasser im Mund zusammenläuft! Gelesen im Seniorenratgeber der Apotheke Impressum Seniorenzeitung Verantwortlich für den Inhalt ist der Seniorenbeirat der Stadt Rheda-Wiedenbrück. Ständige Mitarbeit: Christa- Maria Bank, Margret Kohler, Vroni Korsmeier, Hans Dieter Wonnemann Koordination: VHS Reckenberg-Ems, Arnold Bergmann

seniorenzeitung 51 Pfefferpotthast Pfefferpotthast nach Henriette Davidis, einer gebürtigen Westfälin: Hierzu werden hauptsächlich die sogenannten kurzen Rippen genommen, die in ½ handgroße Stücke gehauen, mit Wasser und nicht zu viel Salz aufgesetzt und gut abgeschäumt werden. Dann fügt man hinzu: reichlich kleingeschnittenen Zwiebeln, etwas Pfeffer und ungestoßenen Nelkenpfeffer, einige Lorbeerblätter und, wenn das Fleisch fast ganz weich geworden ist, in Butter gelbgeschwitztes Mehl. Einige Fleischklößchen allein gekocht, beim Anrichten ins Ragout gelegt, machen dies Gericht noch angenehmer. Die Soße muss recht gebunden, aber nicht gar zu dicklich sein. Es werden Kartoffeln dazu gegeben. Zutaten für 4 Personen: 1 kg Hesse oder Bug vom Rind (Hesse ist ein uralter Ausdruck, Seniorenhandys heute würde man Bug oder Brustfleisch sagen. Ich nehme immer Rindergulasch dazu, dann habe ich keine Schneidarbeiten mehr.) 50 g Schmalz Salz frisch gemahlener Pfeffer 1 kg Zwiebeln 2 Lorbeerblätter 2 Nelken 2 Pimentkörner Pfefferkörner schwarz 2 EL Kapern 2 EL Zitronensaft etwas abgeriebene Schale von 1 Zitrone 2 EL Semmelbrösel Das Fleisch würfeln und von allen Seiten im Schmalz kräftig anbraten, salzen, pfeffern und aus dem Topf nehmen. Die Zwiebel in Ringe schneiden und in den Topf geben. Im Bratenfett so lange braten, bis sie glasig sind. Das Fleisch, die Lorbeerblätter, Nelken, Piment- und Pfefferkörner zu den Zwiebeln geben und mit ungefähr 1 l Wasser oder Brühe soweit auffüllen, bis alles leicht bedeckt ist. Zum Kochen bringen, auf milder Hitze etwa 1 ½ Stunden garen. Kapern, Zitronensaft und –schale sowie die Semmelbrösel unterrühren, wieder aufkochen lassen. Dann noch einmal scharf pfeffern. Den Pfefferpotthast etwas im offenen Topf ziehen lassen, vor dem Servieren die Lorbeerblätter entfernen. Diese westfälische Gulasch-Version wird im Sommer mit Salzkartoffeln und Salat gegessen, im Winter mit Gewürzgurken und einem Rote-Beete-Salat. Jede Familie hat ihr Spezialrezept, es kann aber nicht schaden, wenn man den Pfefferpotthast zum Schluss mit einem Schuss Bier abschmeckt. »Hast« oder »Harst« kann mit »geschmort« übersetzt werden. Das heißt, der Pfefferpotthast ist ein Pfefferschmorfleisch. Streiflicht Nimm dir Zeit Nimm dir Zeit zum Arbeiten – es ist der Preis des Erfolges. Nimm dir Zeit zum Denken – es ist die Quelle der Kraft. Nimm dir Zeit zum Spielen – es ist das Geheimnis ewiger Jugend. Nimm dir Zeit zum Lesen – es ist der Brunnen der Weisheit. Nimm dir Zeit zum Träumen – es bringt dich den Sternen näher. Nimm dir Zeit zu Lieben und geliebt zu werden – es ist der wahre Reichtum des Lebens Nimm dir Zeit zum Lachen – es ist die Musik der Seele. Nimm dir Zeit, freundlich zu sein – es ist der Weg zum Glück. Nie hast du Zeit – für dieses nicht, für jenes nicht, doch die Zeit ist alle Zeit bereit, sie wartet auf dich, nimm sie dir einfach, und sie gehört dir. (nach einem alten, irischen Gebet) ›Stiftung Warentest‹ nahm sich vor längerer Zeit dieses Themas an, um festzustellen, welche Vorteile Seniorenhandys der Zielgruppe liefern und was das Besondere an diesen Geräten ist. Als Prüfer wurden Personen mit Sehschwäche bei der Bewertung von Display und Beschriftung verpflichtet. Um Ähnliches ging es bei Hörschwäche in Bezug auf Störgeräusche und Laut- stärke und bei Motorikschwäche und Größe und Druckpunkt der Tasten. Wichtig ist, dass alle Geräte im Test eine Notruftaste aufwiesen. Mehr oder weniger waren alle Seniorenhandys bestens für die Zielgruppe geeignet, weil sie nützlich und gut sind und weil sie im Gegensatz zu smartphones nicht mit Funktionen überladen und in ihrer Handhabung einfach sind. In der Zeitung war neulich ein Bild vom Hohen Dom zu Paderborn und dazu die Unterschrift: »Bistum Paderborn besitzt 4 Milliarden und ist damit reicher als das Bistum Köln, das bisher als das reichste deutsche Bistum galt.« Da könnte einem katholisch erzogenen Menschen doch ein Gleichnis einfallen, das er oft gehört hat: »Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes kommt.« Halte dir jeden Tag 30 Minuten für deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. Abraham Lincoln Ein anderes Wort Caritas!

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