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Das Stadtgespräch März 2019

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42 TIPPS

42 TIPPS Das Stadtgespräch das alles bewerkstelligen soll. Logisch, dass jede Menge komische Situationen entstehen, durch die Regisseur Rob Greenberg seine sympathischen Figuren jagt. Mehr wird natürlich nicht verraten, auch wenn es nicht wirklich schwer zu erraten ist, wie das Ganze endet. Keine Lust mehr, Kisten zu schleppen? SIE BESTELLEN BEQUEM - WIR LIEFERN BIS INS HAUS! Getränkemarkt • Firmenservice • Heimdienst Party-Getränkeservice • Partyzubehör Vollmer e.K. • Getränkefachhandel • Fritz-Burmann-Str.5 • Wiedenbrück Tel.: 05242 - 34183 • Fax: 05242 - 36012 • www.vollmer-getraenke.de Altenau GmbH Sanitär • Heizung www.altenau-gmbh.de Rietberger Straße 86 • Rheda-Wiedenbrück • 05242/ 20 08 JÜRGEN ELVERT »Europa, das Meer und die Welt« Eigentlich müsste ich dieses Buch, das den Untertitel »Eine maritime Geschichte der Neuzeit« trägt, ablehnen, hat es mich doch einer wunderbaren Geschichte beraubt. Und zwar der, dass Heinrich der Seefahrer im 15. Jahrhundert in Sagres, am südwestlichsten Punkt des europäischen Festlandes, eine Art Silicon Valley des ausgehenden Mittelalters errichtet hat. Forscher verschiedenster Disziplinen, unter ihnen auch Juden und Muslime, trugen dort im großen Fort die neuesten Erkenntnisse der Seefahrt zusammen, um die weltumspannenden Fernreisen der Karavellen und anderer Segelschiffe vorzubereiten, ja überhaupt erst zu ermöglichen. Doch Jürgen Elvert tut das, was ein Professor für Neuere Geschichte halt so tun muss, nämlich den Stand der Forschung wiederzugeben. Und der besagt, dass dieser Prinz Heinrich der Seefahrer eine Kunstfigur ist. Ich werde trotzdem wieder das Fortaleza in Sagres besuchen, wenn es mich irgendwann wieder an die Algarve verschlagen sollte, denn am windumtosten Kap Sao Vicente hat man schon das Gefühl, dass man am Ende der bekannten Welt stehen könnte. Prinz Heinrich und seine Zeitgenossen sind trotz der Mythen, die sich zum Teil um sie ranken, von entscheidender Bedeutung für uns. Die heutige europäische Zivilisation entwickelte sich in der Neuzeit, in einem ständigen Dialog mit den außereuropäischen Welten, die von Seefahrern, Entdeckern und Kaufleuten in den europäischen Horizont einbezogen wurden. Das Meer verband Europa und Außereuropa miteinander. Schiffe brachten mit den europäischen Gütern auch europäisches Wissen in die Welt. Gleichzeitig brachten sie Informationen aus der Welt nach Europa. Das neue Weltwissen wurde hier verarbeitet und sorgte so dafür, dass eine völlig neue Wissenskultur entstand, die eben nicht mehr nur vom Glauben abhing. Das mit großer Sorgfalt und toller Bebilderung hergestellte Buch, erschienen bei DVA (Hardcover, 591 Seiten, 45 Euro), ist für mich so eine Art »Die großen Entdecker« für Erwachsene, die bereit sind, ein differenziertes Weltbild nachzuverfolgen. Auf kluge und kenntnisreiche Art und Weise gelingt es dem Autor immer wieder, die Bedeutung der Seefahrt in vergangenen Epochen darzustellen und deren Auswirkungen auf unsere moderne Welt zu erläutern. Seiner Leserschaft beschert Elvert damit so einige Aha-Erlebnisse, wenn es etwa um Globalisierung oder die Probleme von Migration und Tourismus geht. Prädikat: sehr lesenswert! DANIEL MENDELSOHN »Eine Odyssee – Mein Vater, ein Epos und ich« Ebenfalls lesenswert und ebenfalls mit einem zunächst akademischen Ansatz ist Daniel Mendelsohns »Eine Odyssee«, erschienen bei Siedler, 349 Seiten, 26 Euro. Daniel Mendelsohn

TIPPS 43 ist einer der führenden Intellektuellen in den USA – ja, die gibt es tatsächlich noch trotz Trump! In seinem neuesten Buch beschreibt er, wie Jay Mendelsohn, pensionierter Mathematiker und 81 Jahre alt, eines Tages spontan beschließt, den Uni-Grundkurs seines Sohnes Daniel zum Thema »Odyssee« zu besuchen. Zunächst ahnen beide Männer nicht, dass dies der Beginn einer ganz eigenen Familien-Reise ist. Vater und Sohn beschließen, auf einer Schiffsroute den Spuren des homerischen Epos zu folgen. Das Werk, das fast dreitausend Jahre alt ist und sich auf einen noch viel älteren Mythos bezieht, hat alles, was im menschlichen Dasein noch heute von Bedeutung ist: Liebe, Treue, Rache, Leidenschaft, Freundschaft, schließlich Familie, Heimat und nicht zuletzt die Suche nach der eigenen Identität. Im Angesicht der eigenen Sterblichkeit überwinden Vater und Sohn schließlich ihr gegenseitiges Schweigen und finden wieder zueinander. Und trotz der nicht immer leicht verdaulichen Themen gelingt es Mendelsohn mit einer gehörigen Prise Humor, »Homers Epos in unserer Fantasie zum Leuchten zu bringen«, wie die New York Times zu Recht so wohl formuliert schreibt. WOLFGANG BURGER/ HILDE ARTMEIER »Gleißender Tod« Akademiker sind die beiden Autoren Wolfgang Burger und Hilde Artmeier ebenfalls. Burger ist promovierter Ingenieur und Hilde Artmeier studierte Biologin. Doch für ihre akademischen Meriten sind die beiden nicht bekannt, sondern für Krimis. Krimis der Extraklasse mit exotischen Schauplätzen und Themen, die nicht nur in Krimis von Bedeutung sind. Dabei gibt das Schreiber-Ehepaar durchaus zu, dass sie den Krimi auch à la Karl May recherchiert haben. Will sagen, dass sie sich wie der geistige Vater von Winnetou auf Reiseberichte verlassen haben. Das erklärt, warum ihr neuester Roman so echt klingt, basiert er doch zum Teil auf Erfahrungen von Leuten, die die Reise in das unsichere afrikanische Land Nigeria tatsächlich gewagt haben. Ein Konvoi mit wertvoller Fracht gerät in Nigeria in einen Hinterhalt – ein Fahrer stirbt, zwei Männer verschwinden. In einem Flugzeug von Lagos nach Frankfurt sitzt ein Passagier, der verletzt ist und sich offenkundig auf der Flucht befindet. Von seiner Sitznachbarin Linda, einer ebenso schönen wie redseligen Rothaarigen, ist er zunächst nur genervt. Als sie in Deutschland jedoch immer wieder seinen Weg kreuzt, steigen Zweifel in ihm auf: Welche Rolle spielt Linda wirklich – gehört sie in Wahrheit zu seinen Verfolgern? Eine atemlose Jagd quer durch Europa beginnt, bei der am Ende niemand gewinnen kann. Nach und nach entwickelt sich der spannende Thriller um Korruption und dunkle Machenschaften zu einem Krimi, den man nur ganz schwer aus der Hand legen kann. »Gleißender Tod« ist gerade erschienen bei Knaur, 398 Seiten, 9,99 Euro. Ihr Fachbetrieb für Fenster und Haustüren Fenster & Haustüren für Neu- / Altbauten NEU: ift-zertifizierte Montage Sicherheit Nach- und Umrüstung Rollläden | Wartung | Reparatur Insektenschutz aus eigener Herstellung ZERTIFIZIERT Wir sind Mitglied im Netzwerk »Zuhause sicher«. Am Woestekamp 6 · Rheda-Wiedenbrück · 0 52 42 / 4 66 12 · www.fechtelkord-fenstertechnik.de Wir beraten und versorgen Sie von Mensch zu Mensch GmbH Pflegedienst Andreas Stanke Häusliche Kranken-und Seniorenpflege Rheda - Wiedenbrück und Umgebung Wasserstraße 13 • 33378 Rheda-Wiedenbrück Telefon (05242) 90 64 40 Telefax (05242) 9 07 98 59 Vertragspartner aller Pflege- und Krankenkassen www.pflege-sofort.de • info@pflege-sofort.de

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