Aufrufe
vor 2 Jahren

Das Stadtgespräch März 2019

  • Text
  • Rheda
  • Stadt
  • Ford
  • Beiden
  • Menschen
  • Berliner
  • Haus
  • Zudem
  • Lintel
  • Arbeit
  • Rhwd.de

26 Das

26 Das Stadtgespräch Miriam Von der Wöste und Stefan Bader 5 92 VOM ANBANDELN, PILLEPOPPEN UND SESSHAFT WERDEN Das künftige Pächterpaar des Ratskellers lässt tief blicken Der Ratskeller, seit 5 Generationen die gastfreundliche Wirkungsstätte von Familie Surmann und seit 150 Jahren das geliebte 2. Wohnzimmer von vielen Rheda- Wiedenbrückern, war stets erfolgreich und liebevoll geprägt durch das Motto: »Einfühlsam, Neues zu schaffen und das Alte zu bewahren«. Ab Ostermontag wird der Weg des Ratskellers von einem neuen Pächterpaar fortgeführt. Miriam Von der Wöste und Stefan Bader zieht es vom Starnberger See an den Emssee, um mit den Rheda- Wiedenbrückern zu verwachsen und den geschichtsträchtigen Ratskeller einfühlsam in die Zukunft zu führen. Ihnen zur Seite steht die von Familie Höner gegründete HVG-Verwaltungsgesellschaft. So gespannt, wie Miriam Von der Wöste und Stefan Bader auf ihre neue Heimat blicken, so neugierig schauen auch wir auf die neuen Betreiber des Ratskellers … Das Stadtgespräch: Liebe Frau Von der Wöste, sehr geehrter Herr Bader, erstmal herzlich willkommen in unserem liebenswürdigen Rheda-Wiedenbrück. Wir sind schon ganz gespannt, wer sich hinter dem, bereits auf den ersten Blick sympathischwirkendem Paar aus Starnberg verbirgt. Sie vereinen westfälische Bodenständigkeit mit bayrischem Temperament, in wieweit wird sich das auf den neuen Ratskeller übertragen? Miriam Von der Wöste (schmunzelt): Einen ist auf jeden Fall das treffende Wort. Meine Eltern haben sich vor vielen Jahren in Bielefeld kennengelernt, bevor sie zusammen nach Ulm zogen. Bevor Stefan und ich im April die Umzugskartons packen, werden wir im März heiraten, um als verbandeltes Paar nach Wiedenbrück zu ziehen. Die verlässlich westfälische Bodenständigkeit ist mir also durchaus vertraut und liebgewonnen. Und ich verspreche Ihnen, dass ich mich zukünftig mit keinem allzu bayrischen Akzent am Telefon melden werde. Stefan Bader: Ich bin in der Nähe von Stadthagen aufgewachsen und für meine Ausbildung nach Starnberg gezogen. Somit komme ich im April – zusammen mit meiner Frau – zurück zu meinen Wurzeln, um unseren langjährigen Traum von einem eigenen Hotel zu verwirklichen. Das Stadtgespräch: Fest im Wiedenbrücker Geschehen verwurzelt ist auch der Ratskeller mit all seinen gastfreundlichen Traditionen. Er gilt als ein typisches Stück Wiedenbrück. Hier sitzt man gesellig in der Stube zusammen, wird mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt und schläft unter historischem Gebälk. Hier werden zu Kirmes und Karneval famose Feten gefeiert und während des Christkindlmarktes genießt man ein heißes Pfläumchen an der Bude des Ratskellers oder lässt den Abend in der hauseigenen Marktschenke ausklingen. Welche Gepflogenheiten während der Brauchtumsfeste bleiben erhalten, welche Bereiche werden die Stammgäste künftig wiedererkennen und inwieweit werden Ihre Vorstellungen und Erfahrungen aus dem Münchner Hotelge-

27 schehen einfließen? Miriam Von der Wöste: In Familie Surmann haben wir sehr partnerschaftliche und ehrliche Berater gefunden. Natürlich werden wir auf ihren Rat hören, welche Gepflogenheiten für die Bevölkerung bedeutend sind und werden Surmanns Weg in diesem Sinne weiterführen. Stefan Bader: Dank des außergewöhnlichen Designanspruchs der neuen Inhaber, der HVG-Verwaltungsgesellschaft, weht nun ein moderner und warmherziger Wind durch die alten Räumlichkeiten. Um einen kleinen Einblick zu gewähren: Der Frühstückssaal wurde etwas beherzter modernisiert, Prachtstück ist hier die Fototapete mit einem Motiv der Langen Straße von 1910. Auch die moderne Farbgebung in edlem Grau und warmen Orange lässt nicht mehr viel an den alten Raum erinnern. Das Kaminzimmer, der Gastraum und der große Saal wurden hingegen sehr behutsam (v.l.) Stefan Bader, Sabine und Peter Surmann sowie Miriam Von der Wöste angefasst und renoviert, um den liebgewonnenen Charakter nicht zu zerstören. Die Bestuhlung und Beleuchtung wurden modernen Anforderungen angepasst, die gemütliche Holzvertäfelung wurde hingegen belassen und aufgefrischt. Im Sommer wird die Küche umfangreich saniert. Hier planen wir, dank der sehr guten Idee unseres Chef de Cuisine, Dirk Frankrone, einen Durchbruch zum Kaminzimmer, sodass die Gäste das Kochgeschehen live mitverfolgen können. Das Kaminzimmer trägt aufgrund seiner antiken blauweißen Kacheln nun den neuen Namen: Emsauenzimmer. Miriam Von der Wöste: Noch in diesem Jahr möchten wir, zusammen mit der HVG-Verwaltungs-

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

© 2020 lokalpioniere
Impressum / Datenschutz