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Das Stadtgespräch März 2019

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10 Das

10 Das Stadtgespräch (V. l.) Burkhard Ellefred, Angelika Ellefred, Wilfried Brösecke, Daniel Schlottmann, Jens Dreischalück, Julia Kirschnick, Detlef Ellefred, Merle Kirschnick, Michael Berhorn, Ralf Külker, (vorne v. l.) Tilda, Charlotte, Juno VERLORENES VERTRAUEN Enttäuschung am Kiefernweg »Wir vier Kinder im Alter von 13 bis 18 Jahren wohnen hier seit unserer Geburt und möchten den Ausblick und die Vorteile dieser Landschaft gerne behalten. Da man auf den Wiesen wunderbar spielen und im Wald mit den Hunden spazieren gehen kann«, klagen Mario, René, Sina und Matteo dem Bürgermeister ihren Kummer. Und die kleine Charlotte bittet: »Lassen Sie es nicht zu, dass die Hallen gebaut werden. Ich fahre immer mit dem Fahrrad zur Schule. Aber wenn da immer die Lkws fahren, bin ich immer im toten Winkel. Ich möchte nicht, dass Mama mich mit dem Auto fährt«. Aus für Kinderparadies Dass die Stadt ihnen dieses Paradies für Kinder und Tiere eines Tages zerstören wird, war den Großen bewusst: Städtische Mitarbeiter hatten die Anwohner in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass die Stadt die südliche Hälfte des Kiefernweges als Gewerbegebiet überplanen will. Sie erfuhren dabei, dass hier wohnbegleitetes Kleingewerbe einen Standort bekommen soll. Klar, dass da die Menschen an das Kleingewerbe nach der Art der Fuggerstraße dachten. Sie waren darum geschockt, dass jetzt die gesamte Freifläche überplant wird und Produktionsstätten entstehen sollen, die bis zu 15 m hoch sowie mehr als 50 m lang sein können. Kettensägenwahnsinn Nachdem die Stadt schon vor einem Jahr die Idylle am Kiefernweg beseitigt hatte, heißt es nun: Tabula rasa an der Emser Landstraße. Arbeiter legten Ende Januar die alten Eichen (Durchmesser bis 1 m, Umfang bis 3 m) und dazwischen wachsende Sträucher entlang der renaturierten Straße flach. Als die entsetzten Anlieger die Arbeiter nach dem Grund der Aktion befragten, erklärten sie, dass die Wurzeln der Bäume die hier verlaufende Gasleitung beschädigen und von den Bäumen bei starken Stürmen eine Gefahr für die Spaziergänger ausgehen könnte. Die beiden Argumente überzeugen natürlich nicht: Zum einen ist es unglaubwürdig, dass die Wurzeln der alten Bäume gerade jetzt erst die Sicherheit der Gasleitung beeinträchtigen. Andererseits hatten die Eichen alle Stürme der letzten Jahrzehnte in bester Verfassung überstanden. Klar, dass die Anlieger jetzt rätseln, wer hinter der Fäll-Aktion steckt. Ihnen drängt sich der Verdacht auf, dass der Kahlschlag die Anweisung des Gewerbegebiets erleichtern soll. Ihr Vertrauen in die Stadt bekam noch einen weiteren Knacks: Durch die unbeabsichtigte Veröffentlichung einer Ergänzung des Verkehrsgutachtens zum Kiefernweg-Projekt auf der städtischen NEU EINGETROFFEN! SANDKNOP . BERLINER STRASSE 40 . RHEDA WWW.SANDKNOP-MODE.DE . FACEBOOK

11 Vor und nach der Schaffung vollendeter Tatsachen am Kiefernweg (2018): Es wurden der Hof Zimmermeier abgerissen, die Obstbaumwiese gerodet und die Bäume am Weg gefällt. Homepage erfuhren sie von einer Einbeziehung des Waldes östlich der Emser Landstraße in das geplante Gewerbegebiet. Nach einigen Tagen hatte die Stadt ihr Missgeschick auf dem Server wieder gelöscht. Die Empörung der Leute vom Kiefernweg über die Botschaft der Veröffentlichung konnte der Bürgermeister natürlich selbst durch seine mantraartige Beteuerung »Der Wald bleibt unangetastet« nicht so einfach von 180 auf Null herunter fahren. Salamitaktik Verständlich: Die Bewohner zwischen Holunderstraße und Gütersloher Straße haben in der Vergangenheit schon wiederholt leidvolle Erfahrungen mit der Salamitaktik von Stadtrat und Stadtverwaltung gemacht. Die Verantwortlichen verwandelten landwirtschaftliche Flächen und selbst die Ausgleichsfläche für das Autobahnkreuz von Bedürfnis zu Bedürfnis in Gewerbeflächen. Die Sorgen der Anwohner links und rechts der Schiffheide nahm man nicht ernst. Dies gilt ebenfalls für ihre Bedenken zur Verkehrsführung: Beispielsweise ist die Verkehrssituation auf der Lindenstraße schon heute manchmal schwierig. Sie würde bei einem neuen Gewerbegebiet sicherlich noch prekärer durch zusätzlichen 40-t- Verkehr. Die Schiffheide wird bei Messen häufig als vermeintlicher Zufahrtsweg genutzt. Ihr würde durch die geplante Umwandlung des Kiefernweges in eine Sackgasse ein Ausfluchtsweg genommen. Gleichzeitig würde hier eine Quelle für Rückstaus geschaffen, sind die Anlieger überzeugt. Auch der Schutz der Natur scheint den Verantwortlichen egal zu sein. Sie reden die Schutzwürdigkeit der Wiesen und die funktionale Einheit von Wiesen und Wald einfach klein. Es wirkt auf die Anwohner so, als gäbe es für ihre Sorgen um die Zukunft der hier lebenden roten Waldameisen nur ein müdes Lächeln. Wirrwarr Rätsel gibt ihnen zudem ein Blick in andere Baugebiete auf: Die Gewerbegebiete »Pflug« und »Breitestraße« hat die Stadt in Wohngebiete umgewandelt, obwohl sie händeringend Standorte für Handwerksbetriebe & Co. sucht. Der für Wohnzwecke ideal geeignete Kiefernweg aber wird nahezu parallel dazu als Gewerbegebiet ausgewiesen. Das verstehe wer will. Das Maß ist voll Klar, dass die Menschen links und rechts der Schiffheide sauer sind. Anfang Januar versammelten sich am Kiefernweg über 600 Leute, um gegen die Pläne von Stadtverwaltung und Stadtrat zu protestieren. Eine Anwohnerin sammelte an einem Tag über 400 Namen von Personen, die eine Initiative gegen die Pläne am Kiefernweg unterstützen würden. Und 132 Bürgerinnen und Bürger gaben zu dem Bebauungsplan »Gewerbegebiet Kiefernweg« ihre Einwendungen und Anregungen in der Stadtverwaltung ab. Zwischenzeitlich forcieren die Bürgerinnen und Bürger ihre Initiative. Sie wollen sich nicht einfach mit dem städtischen Vorhaben abfinden. Raimund Kemper Die krane Glasaktion Einstärken 119,- pro Paar Basic 79,- • Leicht und bruchsicher • Vollrandfassung geeignet Gleitsicht pro Paar Alle Gläser mit Superentspiegelung Hartschicht Plus • Dünn & Leicht • Mit UV-Schutz 199,- 299,- Basic 139,- • Verträglichkeitsgarantie • Stufenlos in Nah & Fern Comfort • Optimierte Abbildung • Sehr gut bei hohen Dioptrien • Nano-Beschichtung Comfort 499,- • Extragroße Sehbereiche • Hohe Spontanverträglichkeitt • Nano-Beschichtung Plus • Sanfte Übergänge • Ausgewogene Sehbereiche Alle Preise in € pro Paar. Nur im Aktionszeitraum bis 20.04.2019. Nicht mit anderen Aktionen/Rabatten kombinierbar. Der Optiker DAS SEH- UND HÖRZENTRUM IN RHEDA-WIEDENBRÜCK LANGE STR. 59-61 · T: 0 52 42-5 79 96 90 · KRANE-BRILLEN.DE

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