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Das Stadtgespräch März 2018

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62 GESCHÄFTLICHES

62 GESCHÄFTLICHES Das Stadtgespräch anzeigen FRIEDERIKE WEHT NACH Dachdecker im Großeinsatz (CL) Von Ruhe nach dem Sturm können die hiesigen Dachdeckerfirmen noch nicht einmal im Ansatz träumen. Die Nachwehen des Sturmtiefs Friederike halten die Handwerker immer noch mächtig auf Trab. Wir freuen uns, dass sich Georg Effertz, trotz des immensen Arbeitsdrucks, einen Moment Zeit genommen hat, um mit uns über die Ausnahmesituation zu sprechen. Das Stadtgespräch: Herr Effertz, wir ahnen, dass Ihre Telefone nicht stillstehen und Ihre Mitarbeiter an die Grenzen der Belastbarkeit stoßen. Können Sie uns trotzdem etwas zur Lage nach Friederike berichten? Georg Effertz: Danke, der Nachfrage. In der Tat haben unser Team und auch unsere Dachdeckerkollegen alle Hände voll zu tun, um die Schäden so schnell wie möglich zu beheben. Leider haben wir mit der aktuellen Witterung und auch mit lang zurückliegenden politischen Entscheidungen zu kämpfen. Bedingt durch die niedrigen nächtlichen Temperaturen, frieren die Ziegel fest und wir können sie nicht lösen, ohne Gefahr zu laufen, diese kaputt zu brechen. Hinzu kommt, dass wir unsere Mitarbeiter nicht auf gefrorene Dächer steigen lassen. Das wäre verantwortungslos. Sicherheit steht auch bei prall gefüllten Auftragsbüchern an erster Stelle. Leider verbietet ein Gesetz, dass wir uns Mitarbeiter von Kollegen »ausleihen«, Leiharbeiter beschäftigen oder uns an Zeitarbeitsfirmen wenden. Ich glaube, dass ich für alle Dachdeckerbetriebe spreche, wenn ich sage, dass wir mit allen Kräften versuchen, den Spagat zwischen Sturmschäden und laufenden Bauvorhaben gleichzeitig zu stemmen. Glücklicherweise werden seit ca. 30 Jahren unter die Dächer sogenannte Unterspannfolien verlegt. Somit ist gewährleistet, dass der Regen, trotz weggeflogener Ziegel, nicht in das Haus eindringen kann. Leider hatten wir bei einem sehr alten Haus auch schon den Fall, dass der Regen bis ins Schlafzimmer vorgedrungen ist. Solche Fälle haben absolute Priorität. Das Stadtgespräch: Wie sieht es denn seitens der Industrie aus? Sind bei so vielen Schäden genügend Dachziegel vorhanden? Georg Effertz: Da sprechen Sie tatsächlich ein massives Problem an. In den letzten 20 Jahren passte sich die Industrie neuen Anforderungen an Ziegelform und Farbe an. Es fand ein regelrechter Design wandel statt und das Angebot ist enorm gewachsen. Das macht das Handwerk sicherlich spannend und abwechslungsreich, doch auf der Kehrseite der Medaille bedeutet es, dass alte Ziegel zum großen Teil nicht mehr vorhanden sind oder – sofern möglich – langwierige Bestellwege auch im Ausland in Kauf genommen werden müssen. Es muss regelrecht recherchiert werden, wie der Ziegel heißt, aus welchem Jahr er stammt und ob er auch in Kleinstmengen noch lieferbar ist. Stoßen wir bei dieser langwierigen Detektivarbeit auf negative Ergebnisse, müssen in diesen Fällen die Versicherung und die Gutachter einen Weg finden, um das jeweilige Dach dicht zu bekommen. Manchmal müssen auch andere Ziegel genutzt werden. Das macht den Kunden nicht immer glücklich. Das Stadtgespräch: Können Sie schon einen zeitlichen Rahmen absehen, in dem die kaputten Dächer neu gedeckt bzw. repariert werden? Georg Effertz: Leider ist der gesamte Schadensumfang auch heute noch nicht erkennbar. Von unten bzw. von der Straße aus betrachtet, sieht ein Schaden häufig nicht so dramatisch aus, wie bei einer Begutachtung auf dem Dach. Ein exaktes Bild des kompletten Reparaturausmaßes können wir auch erst nach Begehung abgeben. Damit verbunden dauern Reparaturarbeiten häufig länger, als vorab angenommen. Einen nicht unerheblichen zeitlichen Faktor nimmt auch die Dokumentationspflicht in Anspruch. Leider kann ich Ihnen diese Frage daher nur mehr als vage beantworten. Das Stadtgespräch: Können Sie mir verraten, welche Dächer auf der Prioritätenliste ganz oben stehen? Georg Effertz: Am Anfang galt: Genau dort, wo akute Gefahr in Verzug und Schäden an Personen zu erwarten war. Also sämtliche Dächer in den Innenstädten, an denen Ziegel drohten herunterzufallen. Danach haben wir uns sofort um alte Gebäude gekümmert, deren Dächer noch nicht mit einer Unterspannbahnfolie versehen waren. Und nun arbeiten wir die Reparaturen in der Reihenfolge der Eingänge ab. Das Stadtgespräch: Hätten Sie jetzt einen Wunsch frei, wie würde dieser lauten? Georg Effertz: Aus tiefstem Herzen: Verständnis von den Kunden für unsere Situation auf dem Dach und im Büro. Das Stadtgespräch: Möchten Sie Ihren Mitarbeitern noch etwas mit auf den Weg geben? Georg Effertz: Unsere Mitarbeiter lassen die Hände nicht ruhen und geben alles. Ich möchte ihnen gerne meinen tiefsten Dank und meine hohe Anerkennung aussprechen. Ihr leistet so außerordentlich viel! Gerne möchte ich auch allen Dachdeckerkollegen für ihre Einsatzbereitschaft danken, angefangen am frühen Morgen und bis in die Dunkelheit hinein, egal ob in der Woche oder am Wochenende. Interview vom 7.Februar 2018 geführt mit Georg Effertz, Geschäftsführer des gleichnamigen Dachdeckerbetriebs, Obermeister der Dachdeckerinnung Kreis Gütersloh und stellvertretender Kreishandwerksmeister Gütersloh über die Situation der Dachdecker nach dem Orkan.

GESCHÄFTLICHES anzeigen 63 STEIGENDE MITGLIEDERZAHLEN UND VIELE ZUSATZLEISTUNGEN: AOK NORDWEST senkt Beiträge Ostwestfalen-Lippe. Gute Nachrichten zum Jahreswechsel für die mehr als 630.000 Versicherten der AOK NORDWEST in Ostwestfalen-Lippe: die AOK NORDWEST hat ihren Zusatzbeitrag um 0,2 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent gesenkt. »Damit setzen wir unsere erfolgreiche Geschäftspolitik fort und werden mit unseren vielen Mehrleistungen und dem abgesenkten Zusatzbeitrag jetzt noch attraktiver für die gesetzlich Krankenversicherten«, so Matthias Wehmhöner, neuer Leiter der AOK-Serviceregion Ostwestfalen- Lippe. In der Region entschieden sich allein in 2017 mehr als 17.000 Menschen erstmalig für die AOK. Insgesamt konnte die AOK NORD- WEST im gleichen Zeitraum mehr als 60.000 neue Versicherte begrüßen. Die AOK NORDWEST ist mit einem Marktanteil von 30 Prozent die größte Krankenkasse der Region. Der neue Gesamtbeitrag der AOK NORDWEST in Höhe von 15,5 Prozent setzt sich aus dem bundesweit für alle Krankenkassen gültigen allgemeinen Beitragssatz in Höhe von 14,6 Prozent und dem kassenindividuellen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent zusammen. »Wir haben in den vergangenen Jahren stets vorausschauend und erfolgreich gewirtschaftet. Deshalb können wir jetzt den Zusatzbeitrag absenken und unsere Mitglieder finanziell entlasten«, so Wehmhöner. Der Leiter der Gesundheitskasse kündigte an, dass die AOK NORDWEST auch künftig ihren Versicherten ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis mit vielen Zusatzleistungen und einen kundennahen Service biete. In den vielen Umfragen und Krankenkassenvergleichen punktet die AOK vor allem auch mit speziellen Gesundheitsangeboten und den Mathias Wehmhöner vielen Mehrleistungen wie bei der Schwangerenvorsorge, Haushaltshilfe, zusätzlichen Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern und Jugendlichen, Osteopathie, Reiseimpfungen oder der speziellen Hilfe bei Behandlungsfehlern. STRICKMIT! NICOLE STEICHELE – UND DEM NEUEN WOLLFACHGESCHÄFT »Wolle ist Wellness und Stricken das neue Yoga!« (CL) So lautet das Motto von Nicole Steichele, Inhaberin des Wollfachgeschäfts strickmit! vormals Rita Frankenfeld. Dank dieser entspannten Einstellung findet die Ur-Wiedenbrückerin nach 21 Jahren zu ihren Wurzeln zurück und übernimmt das über die Grenzen hinaus bekannte Wollgeschäft an der Marienstraße. Damit erfüllt sich Nicole Steichele einen Kindheitstraum, denn bereits mit ihrer Oma besuchte sie vor vielen Jahren das Geschäft von Frau Frankenfeld, um Wolle für selbstgemachte Schals und Mützen zu kaufen. Das qualitätsvolle Angebot um LanaGrossa und Lang bleibt weiterhin fester Bestandteil des Sortiments. Ergänzt wird die Wollpallette um den heimischen Anbieter Atelier Zitron, Schoppel aus dem Hohenlohe’schen und den österreichischen Hersteller Ferner und aus England Rosy Green. Die Wolle von Manos del Uruguay ist fair trade hergestellt und für einen Faden der beson- deren Art sorgt das feine Garn ITO aus Japan. Ergänzt wird die gut sortierte Auswahl um ausgefallene Union Knöpfe und witzige Accessoires von strickimicki. Das gewohnt fachkundige und stets hilfsbereite Beratungsteam von Rita Frankenfeld wird übernommen, sodass sich nach wie vor Strick-Anfänger und -Profis mühelos an die Nadel wagen und mitstricken können. Strickmit! Nicole Steichele – Marienstraße 9 – 33378 Rheda- Wieden brück – Telefon: 05242- 2657 – www.strickmit.de (V.l.) Inhaber Nicole und Michael Steichele mit Mutter Gerda Humann, Ingrid Daut und Ulrike Juurmaa; nicht auf dem Foto: Birgit Kleinau-Südbrock

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