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Das Stadtgespräch März 2017

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48 Das

48 Das Stadtgespräch Spanien ist gefragt, aber nicht billig. Reisetrends für 2017 Die Ferienzeit ist längst noch nicht angebrochen, aber die Reisetrends sind schon klar, schließlich sind die ersten Wochen im neuen Jahr die buchungsintensivsten. Aber wir leben in gefährlichen Zeiten. Auch wenn die Gefahr, in einem Urlaubsland durch einen Verkehrsunfall zu Tode zu kommen, 170 Mal höher ist als durch einen Terroranschlag, zählt vor allem das Gefühl. Und wenn ich das Gefühl habe, Terroropfer werden zu können, dann vermeide ich das jeweilige Land als Urlaubsland. Ägypten und mittlerweile auch Tunesien und aktuell ebenfalls die Türkei wissen ein Lied davon zu singen. Trotz massiver Preisermäßigungen sind die Urlauberzahlen dramatisch eingebrochen. Und selbst wenn auf Touristikmessen auf vorsichtige Aufwärtstrends in diesen Ländern hingewiesen wird – schließlich sind die Angebote wirklich günstig -, buchen Urlauber doch andere Destinationen für die schönsten Wochen des Jahres. Die Gewinnerländer Zu den eindeutigen Gewinnern der Saison 2017 wird Spanien zählen. Angebot und Nachfrage regeln den Preis – der ist bei gestiegener Nicht nur in Italien liegen Städtereisen im Trend. Nachfrage meist nicht wirklich günstig. Aber die touristische Infrastruktur Spaniens ist natürlich perfekt, egal ob auf dem Festland, den Balearen oder den Kanaren. Und das Wetter ebenso. Das ist nämlich bei aller Differenziertheit der Urlaubswünsche nach wie vor ein superwichtiges Kriterium. Auf Sonne und Strand möchten wir verständlicher Weise einfach nicht verzichten. Sonne und Strand reichlich hat natürlich auch Griechenland, das wieder voll angesagt ist. Vergessen sind die Euro- Querelen oder spielen zumindest im Urlaub keine Rolle mehr. Und willkommen waren deutsche Urlauber in Griechenland selbst in Zeiten der größten Merkel-Wut. Ebenfalls willkommen sind die Deutschen natürlich im Land, wo die Zitronen blühn, sprich Italien – spätestens seit Goethe Sehnsuchtsland der Teutonen. Dort gilt die Formel Sonne und Strand und Sicherheit natürlich genauso wie in Portugal. Allerdings liegt Portugal am Rande Europas, sodass Flugzeiten von zwei Stunden nicht ausreichen, mit dem Auto ist man auch nicht flott da, kann ich selbst bestätigen, denn rund Dreitausend Kilometer sind dann doch ein Stück. Dennoch ist die Algarve hoch gefragt. Dann ist zu hören, dass der irische Billigflieger Ryanair die Azoren als neues Trendziel an-

49 Der Kreuzfahrt-Trend ist ungebrochen. fliegt. Ob sie dabei genug recherchiert haben? Oder vielleicht ging es ihnen wie mir, denn mein vierwöchiger Azoren-Aufenthalt (ich war jung und hatte die Zeit!) war damals vor allem durch Regenwetter gekennzeichnet. Das berühmte Hoch entsteht zwar über den Azoren, aber Azorenhoch bedeutet keineswegs, dass das Wetter ständig schön ist. Vielmehr sollte sich der Reisende fragen, warum die Inseln so wunderschön grün sind. Außerdem sind die Azoren (wie übrigens Madeira auch) keineswegs reich an Stränden, schon gar nicht an Sandstränden. Wenn man dann Sandstrände findet, sind sie schwarz – da ist es dann günstig, dass die Sonne nicht so brennt. Wer viel Ruhe und noch mehr Gegend zum Wandern sucht, der ist hier allerdings goldrichtig. Angesagt: Exotik und Heimat Wem die 3.090 Kilometer zwischen Ostwestfalen und Ponta Delgada, dem Hauptort der Azoren, nicht reichen, der kann sich natürlich noch auf ganz andere Destinationen stürzen. Exotische Fernreisen werden auch 2017 wieder reichlich angeboten. Karibik, Dubai oder die Inseln im Indischen Ozean sind seit Jahren Renner, wenn auch nicht immer besonders preisgünstig. Auch nach Indonesien (vor allem Bali) zieht es wieder viele Urlauber. Die TUI hat Thailand, die Dominikanische Republik und die USA als Top-3-Fernreiseziele angegeben – allerdings bevor Trump richtig losgelegt hatte. Ob sich da noch etwas ändern wird? Selbstverständlich gibt es auch jede Menge sogenannte Geheimtipps wie Myanmar, also das ehemalige Burma. Und wen lange Flüge nicht schocken (es sind mehr als 18.000 Kilometer), der kann auch nach Neuseeland düsen, um die fantastische »Herr der Ringe«-Natur live zu erleben. Camping wird immer beliebter. Aller Exotik zum Trotz ist das absolute Lieblingsland der Reisenden aus Deutschland aber nach wie vor Deutschland. Nicht nur ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und kurze Anreisewege sprechen dafür. Bemerkenswerter Weise hat sich das Interesse der Urlauber etwas von Süd nach Nord verschoben. War Bayern früher das erste Ziel der Inlandstouristen, so sind es heute die Küsten und Inseln von Nord- und Ostsee. Städtereisen voll im Trend Natürlich sind nicht nur die zwei, drei Wochen Sommerurlaub von Interesse, denn sehr viele Reisende wollen auch etwas zu sehen bekommen. Dafür sind Städtetrips ideal. Ob selbst organisiert oder pauschal gebucht, Städtereisen sind attraktiv. Dabei werden heimische Städte ebenso angesteuert wie Städte im Ausland. Und Städte bieten dem Urlauber einiges. Hamburg hat den Reigen schon eröffnet mit der Einweihung der Elbphilharmonie, im Herbst wird die Berliner Staatsoper Unter den Linden wieder eröffnen. Mit dem Hauptstadtflughafen dagegen wird es noch bis nächstes Jahr dauern – wenn nichts dazwischen kommt. Aber auch so hat die Hauptstadt ja einiges zu bieten. Klassiker wie London, Paris oder Rom sind ebenso angesagt wie Ziele, die erst in den letzten Jahren bekannter geworden sind, etwa die Städte im Baltikum oder Polen. Für 2016 erhielt Lyon den World Travel Award für das beste Städtereiseziel Europas. Und der internationale Reisebuch-Gigant Lonely Planet hat Bordeaux auf Platz 1 der Trendziele für 2017 gesetzt. In schnöden Zahlen ausgedrückt verzeichneten Städtereisen im vergangenen Jahr ein Plus von 15 Prozent. Schiff ahoi Ordentliche Zuwachsraten gab es 2016 auch für Kreuzfahrten und

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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