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Das Stadtgespräch Mai 2019

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44 seniorenzeitung

44 seniorenzeitung Das Stadtgespräch Auf der Parkbank SIE Das muss ich dir erzählen, was ich in Düsseldorf in der Straßenbahn erlebte. Wie immer war sie überfüllt und demnach waren sämtliche Sitzplätze belegt. ER Das ist doch nichts Besonderes! SIE Das stimmt leider, doch aus dieser Situation heraus geschah das, was ich Dir mitteilen will. Ein Junge, so im Alter von circa 12 Jahren, erhob sich von seinem Sitzplatz und bot ihn mit einer freundlichen Handbewegung einem älteren Mann von circa 80 Jahren an, der gerade eingestiegen war. ER Das nenne ich gut erzogen, und sicherlich dankbar nahm der Ältere dieses Angebot an. SIE Keine Spur von Dankbarkeit! Ich konnte nicht umhin, das Gesicht des Jungen eine Weile lang zu studieren. Die Enttäuschung war offensichtlich. Was glaubst du, wie er beim nächsten Mal in einer ähnlichen Situation reagieren wird? ER Die Antwort darauf ist einfach: Er wird auf seinem Platz sitzenbleiben, so wie es alle anderen auch tun. Höflichkeit und Dankbarkeit sind leider inzwischen zu unbekannten Wörtern geworden. SIE In meiner Jugendzeit wurden wir auf besondere Höflichkeitsformeln hingewiesen, und die Anstandsregeln eines Freiherren von Knigge waren allbekannt. ER Ein »Danke-schön« ist schnell ...mitgehört und aufgeschrieben und komplikationslos ausgesprochen und verfehlt seine Wirkung nie, besonders dann, wenn man es auch ehrlich gemeint hat. SIE Darum ist es auch so einfach, sich daran zu gewöhnen und einmal mehr seinen Dank auszusprechen. Eltern, Vorgesetzten und besonders Älteren kommt dabei eine besondere Foto: eyetronic – Fotolia.com Verpflichtung zu, beispielhaft zu wirken. ER Dann fangen wir am besten bei uns selbst damit an: Danke, dass du mir diese Situation aus der Straßenbahn geschildert hast. Ich werde mich bemühen, immer dankbar zu sein und das auch auszusprechen. SIE Danke, dass du immer noch lernfähig bist! Erna und Berta »Neulich hab ich die Müllers mal wieder getroffen. Du glaubst nicht, wie ungeduldig die beiden miteinander umgingen.« »Naja, früher hatten beide ihren Beruf. Damit waren sie die meist Zeit des Tages getrennt unterwegs. Jetzt, im Rentenalter, haben Paare plötzlich viel mehr miteinander zu tun. Das ist ganz schön schwierig. Hilft er im Haushalt, macht er vieles nicht so, wie sie das gewohnt ist, hilft er nicht, ist ihr das auch nicht recht. Und andrerseits fühlt er sich in seinem Führungsanspruch nicht anerkannt. Das ständige Zusammensein kann ganz schön nerven, glaub ich.« »Aber trotzdem, denk mal, wie viele Freunde von uns schon nicht mehr leben. Da sollte man doch die, die man noch hat, liebevoll behandeln.« »Das sagst du so leicht. Und ich versuchs ja auch. Aber meinst du nicht, dass es einfach zu viel verlangt ist, mit allem, was einen schon immer aufgeregt hat, geduldig umzugehen? Schließlich sind wir doch leider nicht besser als alle anderen.« »Ja, wohl wahr, wir sind zwar alt aber nicht weise. Man ist einfach nicht so, wie man sich gerne hätte. Erzähl mir lieber noch einen von deinen Sprüchen.« »Hmh, der Hirschhausen hatte vor kurzem mal einen schönen: »Oben klar, und unten dicht, lieber Gott, mehr will ich nicht!« Suche nach Glück »Wer ständig nach Glück strebt, wird unglücklich«, behaupten Forscher der Universität Toronto. Glück lässt sich nicht erzwingen, und wer ihm verkrampft nachrennt, gerät in eine Spirale des Scheiterns. Weil diese Anstrengungen einen noch immer nicht in einen Zustand entrückter Seligkeit versetzt haben, muss eben noch verbissener daran gearbeitet werden. Aber wann soll das auch noch in den so vollbepackten Alltag passen? Die kanadischen Psychologen vergleichen die Dynamik der Unzufriedenheitsspirale mit den inneren Kämpfen eines Mitglieds eines Fitness-Clubs: Die guten Vorsätze sind vorhanden, aber heute hat es wieder nicht geklappt, zum Training zu gehen. Aber statt endlich loszulassen, nimmt sich der Sportmuffel auf dem Sofa vor, morgen endlich kräftig im Studio zu schwitzen – und scheitert abermals. Nach dem gleichen Prinzip scheitern Suchende, wenn sie glücklich werden wollen und sich vornehmen, hart daran zu arbeiten. Angeblich soll Glück erlernbar sein, so das Credo von Glücks-Coaches. Das klingt vielversprechend, sorgt aber recht sicher für die nächste Enttäuschung. Wissenschaftliche Belege beweisen, dass die krampfhafte Suche nach dem Glück die Menschen zuverlässig unzufriedener macht. Das Glück erreicht nur jene selten, die laut nach ihm rufen. Nun also, was sollen Glückssuchende demnach machen? Loslassen, dann kommt das Glück unter Umständen von allein, wenn man nicht mehr danach sucht. Impressum Seniorenzeitung: Verantwortlich für den Inhalt ist der Seniorenbeirat der Stadt Rheda- Wiedenbrück. Ständige Mitarbeit: Karl-Josef Büscher, Margret Kohler, Vroni Korsmeier, Carola Linnemann, Hans Dieter Wonnemann, Koordination: Arnold Bergmann Übrigens: Leserzuschriften erwünscht! Rathausplatz 13, 33378 Rheda-Wiedenbrück, E-Mail: seniorenbeirat@rh-wd.de, Schreiben Sie uns, wir antworten bestimmt Das Gestern ist Geschichte, das Morgen ist ein Rätsel, das Heute ist ein Geschenk.

seniorenzeitung 45 Seniorenbeirat AKTIV Die Arbeitsgruppe »Freie Fahrt« des Seniorenbeirates ist in unserer Stadt unterwegs und schaut sich kleinere und größere Barrieren an Straßen und Geh- / Radwegen an. Gerne werden Anregungen und Tipps von allen anderen Bürgern angenommen. Durch die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung können diese Barrieren oftmals zeitnah beseitigt werden. Verkehrsinsel (Überquerungshilfe) Hauptstraße in Höhe Geschäfte Bening und Poco: Die Verkehrsinsel wurde im September 2016 entfernt. Betroffene haben den Seniorenbeirat angesprochen, warum das notwendig war und ob die Insel wohl wieder an dieser Stelle eingebaut würde. In einem Gespräch in der Straßenbauabteilung der Stadt wurden bauliche Mängel genannt, die zu einer Beseitigung der Insel geführt haben. Die Wiederherstellung der Insel solle jedoch zeitnah erfolgen. Nunmehr liegen 3 von der Straßenunterhaltung im Juni 2018 erarbeitete Vorschläge zum Wiederaufbau dieser Überquerungshilfe auf dem Tisch. Welcher dieser Vorschläge den Vorrang erhält, entscheidet das Fachamt! Dem Seniorenbeirat ist sehr daran gelegen, dass diese für ältere und behinderte Menschen so wichtige Hilfe zur Querung der dort breiten Hauptstraße noch im Sommer 2019 wieder zu nutzen ist. Der Seniorenbeirat freut sich über eine positive Rückmeldung zur baldigen Umsetzung An der Bushaltestelle der Linie 76, »St. Vinzenz Hospital« von Rheda-Bhf. nach Rietberg, ist die Situation für ältere, aber besonders für behinderte Menschen äußerst schwierig. Es befindet sich dort nur ein ca. 1,20 m breiter, mit Betonplatten befestigter Streifen zwischen dem Geh-/Radweg und dem Haltepunkt des Busses. Hierüber kann jedoch nur der Einstieg erfolgen. Will ein Fahrgast aussteigen, hat er keinen Punkt, der mit einer Befestigung versehen ist. Nein, er muss in eine Rasenfläche treten. Man kann sich vorstellen, wie sich alte Leute in dieser Situation fühlen. Besonders bei schlechtem Wetter. Aber für behinderte Menschen ist diese Haltestelle quasi unbenutzbar. Menschen, die den öffentlichen Personennahverkehr in unserer Stadt nutzen und Verwandte oder Freunde im Krankenhaus besuchen wollen, sind auf diese Haltestelle angewiesen! Die Bitte des Seniorenbeirates zur Herrichtung einer den heutigen Ansprüchen entsprechenden, behindertengerechten Linienbushaltestelle wurde in 2018 an die Stadtverwaltung getragen, leider ist bis heute nichts erfolgt. Deshalb erinnert der Seniorenbeirat nochmals auf diesem Wege an seine Bitte und würde sich über eine zeitnahe Umsetzung freuen! Die »lieben« Falten Guten Morgen liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da – habt ihr auch so gut geschlafen – na dann ruft doch laut HURRA! Mit dem Lachen und den Sorgen kommen sie, die Fältchen. Männer gelten, was das Alter angeht, ja immer interessanter – doch es gibt auch die Spezies FRAU und die fühlt sich oft dann nicht ganz so wohl. Doch wir sollten sie nicht verstecken, denn sie sind ein Teil unseres Lebens. Ob wir wollen oder nicht, auf die ersten Fältchen, grauen Haare und Pigmentflecken ist Verlass. Je älter wir werden, um so mehr treten die Altersanzeichen in Erscheinung. »Alt werden will jeder, alt sein nicht«, ein doch bekannter Spruch. Schönheit im Alter – wer sieht sie? Falten allein sind nicht ausschlaggebend ob ein Mensch schön ist. Es kommt oft auf die Persönlichkeit, die Ausstrahlung an, ob ein Mensch als schön empfunden wird. Lebenserfahrung und Energie begleiten oft den älteren Menschen. Diese Erfahrung von uns wird doch immer wieder gern angenommen, man muss sie nur passend verkaufen. Falten sind nicht hässlich, sie zeugen von einem Leben mit Höhen und Tiefen, mit Lachen und Weinen. Gerade diese Mischung gilt als wichtigste Charaktereigenschaft. Das ist ein Grund mehr sich über seine Falten nicht zu ärgern und deshalb öfter zu lächeln. Gönnen sie sich das selbst und ihren Mitmenschen. Kohlrabi- Tomaten-Salat Man nehme: Zutaten · 600 g Kohlrabi · 200 g Tomaten · 2 kleine Zwiebeln (wer mag) · 2 Gewürzgurken · 100 g Joghurt (wahlweise auch heller Balsamico-Essig) · 4 EL Olivenöl oder Sonnenblumenöl · Salz und Pfeffer · 1 Prise Zucker oder ½ TL Honig · Schnittlauch und oder Petersilie Zubereitung Kohlrabi schälen und in feine Streifen schneiden. Tomate klein schneiden. Zwiebeln und Gewürzgurken in kleine Würfel schneiden, Schnittlauch und oder Petersilie ebenfalls. Alle Zutaten miteinander vermengen und abschmecken. Mindestens 1 Stunde durchziehen lassen. Abussreinigung Kupferstraße 6 | Rheda-Wiedenbrück Tel. 05242-93750 | 24-Stunden Notdienst

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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