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Das Stadtgespräch Mai 2019

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16 Das

16 Das Stadtgespräch BÜRGERANTRAG Dringend notwendige Renovierung der Bahn unterführungen »Wir beantragen, dass die Bahnunterführungen Herzebrocker Straße und Pixeler Straße renoviert werden«. Diesen Antrag richteten jetzt Klaus Bartscher, Manfred Hegel, Ulrich Horn und Peter Kliche an Bürgermeister Theo Mettenborg. Sie beziehen sich auf den § 24 der Gemeindeordnung für das Land NRW. Dort heißt es: »Jeder hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Anregungen oder Beschwerden in Angelegenheiten der Gemeinde an den Rat zu wenden«. Die vier engagierten Männer sprechen mit ihrer Auffassung den Mitbürgern aus dem Herzen: »Zu einem positiven Erscheinungsbild für die Bürger dieser Stadt und auch für Besucher ist es erforderlich, diesen Schandfleck, der seit Jahrzehnten besteht, zu beseitigen. Wir wissen, dass es nicht allein am guten Willen der Stadtverwaltung liegt, sondern dass der Eigentümer, die Deutsche Bahn, auch in die Pflicht genommen werden muss. Die Antragsteller sehen drei machbare Alternativen bei der Renovierung: Eine Verkleidung der Brücken-Wände mit Paneelen oder den abgenommenen Alucobond- Platten der Gesamtschule auf einer Unterkonstruktion. Auch eine ansprechende Wandgestaltung mit Graffity-Kunst halten sie für möglich. Die vier engagierten Bürger loteten zudem eine Finanzierung des Projekts mit Sponsoring aus: Sie sprachen potentielle Spender auf die Unterstützung im Falle der Projekt-Umsetzung an. Durchweg erhielten sie positive Rückmeldungen. Die von ihnen beantragten Renovierungsarbeiten müssten somit nicht zwangsläufig den städtischen Haushalt belasten. Die von ihnen kontaktierte Bahn ließ durchblicken, dass sie dem Projekt unter Einhaltung einschlägiger technischer Bedingungen grünes Licht geben würde. Sie selber hat zwischenzeitlich die gesamte obere Brückenkonstruktion in einen Top-Zustand versetzt. Auf die Erfolgsaussichten des Antrags in der Presserunde angesprochen, sagte Klaus Bartscher zuversichtlich, dass »bisher alles was wir angepackt haben, geschehen ist«. Als Plan B sah Manfred Hegel auf eine weitere Nachfrage die Möglichkeit die Bürger einzubeziehen. Absolut wichtig ist den vier auf jeden Fall eine sachliche Zusammenarbeit mit der Stadt. Kommentar: Schwarze Löcher Schwarze Löcher wirken bedrohlich: Im Weltraum und in Rhedas Bahnunterführungen. Der Unterschied: Die schwarzen Löcher im Weltraum können wir nicht beseitigen. Die schwarzen Löcher in Rheda hätten schon längst beseitigt sein können. Wenn man nur gewollt und die Schönheit der Stadt vor die Zuständigkeit der Bahn gestellt hätte. Aber in Rheda-Wiedenbrück geht es auch anders. Das belegen zwei Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit. Bei der Gesamtschul-Fassade in Rheda und der Emstreppe bestimmte ein Maximum an gefälliger Gestaltung die Handlung. Bei den dadurch anfallenden höheren Kosten zeigte man sich nicht zimperlich. Die beiden Projekte wurden trotz immenser Kosten beschlossen. Diese überschreiten im Übrigen erheblich die Kosten für eine Renovierung der beiden

17 Bahnunterführungen. Es gab schon mehrere vernünftige Anläufe für die Beseitigung der schwarzen Löcher von Rheda: Denken wir nur an die Initiativen der UWG und der FDP. Diese verschwanden aber aus dem Tagesgespräch, als hätten die schwarzen Löcher sie verschluckt. Im Oktober 2005 griffen die Ratsherren Walter Brentrup (CDU) und Manfred Hegel (FDP) gemeinsam das Thema auf. Sie legten Angebote über vorgehängte Platten in Höhe von 40.000 Euro bzw. über aufgetragene Farbe in Höhe von 47.000 Euro vor. Das Duo hatte erfolgreich Sponsoren angesprochen und von der Bahn das Einverständnis erhalten. Im Stadtrat fiel das Projekt trotzdem durch. Die CDU war dagegen. Uwe Henkenjohann äußerte zur Begründung, dass man sich um andere Dinge kümmern müsste und Heinz-Peter Woste lästerte, dass die Drecklöcher zur Historie unserer Stadt gehören. Für die Renovierung der Bahnunterführungen setzen sich (v. l.) Ulrich Horn, Klaus Bartscher, Peter Kliche und Manfred Hegel ein. Alte Zeitungsnotizen belegen diese Haltung. Jetzt sollte es nun wirklich mit der Beseitigung der schwarzen Löcher in Rheda klappen. Sie stehen ja auch bei dem ISEK auf der To-Do- Liste. Und zudem hat die Initiative der vier engagierten Mitbürger alles bestens eingestielt. Ach ja: Die Diskussion um die Abwehr dieser Initiative mit dem Argument, die Stadt sei nicht zuständig, sollten wir uns schenken: Zum einen sind die Argumente bekannt. Zum anderen führen sie nicht weiter, da die Bahn selber nichts für die Renovierung der Wände in den Unterführungen unternimmt. Zudem ist diese Arbeit eine Aktion für die Bürger dieser Stadt: Sie sind es, die sich an den Anblick ansprechend gestalteter Bahnunterführungen täglich erfreuen würden. Raimund Kemper MEHR FUN, MEHR LEISTUNG, MEHR SCHUTZ Fuß- oder Knieschmerzen? Sportbrillen in Ihrer Glasstärke Vereinbaren Sie einen Termin für einen kostenlosen Fuß-Check im Mai 2019! 30-minütige Beratung zu Möglichkeiten der Versorgung 3D-Fußscan und digitale Fußdruckmessung Einlagen – 100% nach Maß für Sie Bildquelle: Sziols Über 30 Jahre Erfahrung Filiale Rheda-Wiedenbrück Ringstraße 120 33378 Rheda-Wiedenbrück Telefon 05242 5794322 info@mitschke24.de www.mitschke24.de WWW.OPTIK-KESSNER-HEIMANN.DE TEL. 05242 / 4 31 01 | BERLINER STR. 42 | RHEDA-WIEDENBRÜCK TEL. 02583 / 22 66 | SCHÜRENSTR. 1 | SASSENBERG

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