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Das Stadtgespräch Mai 2018

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28 Das Stadtgespräch Mein Tipp als Gesundheitsexperte: Vorteile clever kombinieren. Gesetzlich versichert – privat behandelt. BestMed Kombitarife zur GKV. Zusatzversicherung für gesetzlich Versicherte. Einfach anrufen: 05242 35095 Oder vorbeikommen: ommen: Wolfgang Opitz DKV Deutsche Krankenversicherung AG Hauptstraße 2-4 33378 Rheda-Wiedenbrück Ich vertrau der DKV Dr. Edgardo Mallari Navarro bei den wartenden Eltern mit ihren Kindern. HILFE STATT RUHESTAND Früherer Vinzenz-Arzt engagiert sich für die Ärmsten der Armen auf den Philippinen (Kem) Der bis vor einigen Jahren in der Intensivabteilung des St. Vinzenz-Hospitals tätige Arzt Dr. Edgardo Mallari Navarro hat wieder armen, jungen Menschen auf den Philippinen geholfen, die an einer Lippen- und Gaumenspaltung leiden. Ihre Gesichter sind oft schrecklich entstellt, so dass sie von ihrem Umfeld gemieden werden. Bei einer vollständigen Lippen-Kiefer- Gaumenspaltung leiden sie ihr Leben lang an Ess- und Sprachstörungen und leben ein Leben als Außenseiter der Gesellschaft. Ihre Eltern verfügen nicht über das Geld, um eine operative Beseitigung bezahlen zu können. Eine Krankenversicherung steht ihnen nicht zur Verfügung. Die Freude der Betroffenen ist grenzenlos, wenn sie erfahren, dass Dr. Navarro sich anbietet die anspruchsvollen Operationen kostenlos durchzuführen. Der Arzt stellt sein medizinisches Können seit vielen Jahren gerne in den Dienst der selbstlosen Nächstenliebe. Die Hilfsbedürftigen und ihre Angehörigen nehmen die weitesten Fußmärsche in Kauf, um zu dem ehrenamtlich arbeitenden Arzt aus Deutschland zu gelangen. Dr. Navarro weist keinen ab. Solange seine Konstitution es zulässt, will der Einundsiebzigjährige in seinem Geburtsland Hilfe für die Ärmsten der Armen leisten. Doch was treibt Navarro an? Immerhin musste er während seiner festen Beschäftigung als Anästhesist und Intensivmediziner beim Vinzenz-Hospital Urlaub nehmen, den Flug selber zahlen und manchmal auch das benötigte Operationsequipment sowie Medikamente mitbringen. Zudem sind die Non-Stopp-Operationen sehr anstrengend. Aber der Inselstaat und insbesondere die Menschen liegen dem gebürtigen Filipino einfach am Herzen. Mindestens einmal im Jahr muss er dort hin. Er sieht es als ein großes Glück an, den jungen Menschen helfen zu können. Insbesondere die Dankbarkeit und das Lächeln der zufriedenen Patienten motivieren ihn immer wieder aufs Neue zu helfen. Es sind Menschen, die nichts haben und unsäglich leiden. Ihre gelassene, klaglos akzeptierende Art wiegt alle Anstrengungen auf. »Und wenn wir uns verabschieden, bedanken sie sich überschwänglich«, erzählt der Arzt. Bei seiner jahrzehntelangen Tätigkeit fragt er sich immer wieder, warum es in der ältesten Demokratie Asiens, einem so ressourcenreichen Land nicht möglich ist, die Kluft zwischen Arm und Reich zu verringern und viele Menschen gezwungen sind, ein Leben ohne ausreichende soziale Absicherung – z. B. Kranken- und Sozialversicherung – zu führen. In diesem Jahr war es der Gouverneur der Provinz Albay, Al Francis Bichara, der den Arzt aus Dülmen zur Wahrnehmung seiner ehrenamtlichen Tätigkeit einlud. Er stellte ihm für die Durchführung der Operationen das in der Provinzhauptstadt Legazpi City liegende Bicol Regional Training And Teaching Hospital zur Verfügung. Es liegt auf dem halben Weg zwischen dem Pan Philippine Highway und dem Hafen der 200.000 Einwohner zählenden Universitäts- und Hafenstadt. Für die Übernachtung stellte ihm der Gouverneur ein kleines

29 Das Bicol Regional Training And Teaching Hospital in Legazpi Dr. Edgardo Mallari Navarro konnte durch seinen ehrenamtlichen Einsatz 20 jungen Menschen von ihrem Leiden an der Lippen- und Gaumenspaltung und Lippen-Kiefer- Gaumenspaltung erlösen. Hotel in der Nähe der Klinik zur Verfügung. Die Ressourcen des Krankenhauses erfüllten alle Voraussetzungen, die Dr. Edgardo Navarro für die Durchführung der komplizierten Operationen benötigte. In eineinhalb Tagen konnte das Team um Dr. Navarro 20 Kinder von ihrem Leiden befreien. Er hatte seinen ehrenamtlichen Einsatz mit einem längeren Aufenthalt in der nördlichen Nachbarprovinz Camarines Sur verbunden. Beide Provinzen gehören zu der Region Bicol, tief im Süden der Hauptinsel Luzon. Bisher führten ihn die ehrenamtlichen Einsätze in die Landeshauptstadt Manila und insbesondere in den Norden der Insel. Die Fahrt von Manila nach Legazpi City legte er mit dem Bus zurück. Die Überlandfahrt für die gut 300 km lange Strecke dauerte über 13 Stunden. Begleiter seines Aufenthalts in Legazpi war der überall sichtbare 2460 Meter hohe Mayon. Er gehört zu den schönsten und aktivsten Vulkanen auf dem Planeten. Und er ist gefährlich: Jederzeit kann er unvorhergesehen ausbrechen. Und genau das erlebte Dr. Edgardo Navarro mit. Schon Wochen vorher hatte der Vulkan das Unheil mit einer dicken Rauchwolke angekündigt. Jetzt schleuderten die Lavafontänen in Episoden hoch. Immer wieder rumorte der Berg laut hörbar bis in das 17 km entfernt liegende Legazpi. Über 40.000 Menschen flüchteten aus der Umgebung des gefährlichen Vulkans. Dr. Edgardo Mallari Navarro verließ Legazpi nach seinem ehrenamtlichen Engagement in allergrößter Dankbarkeit für die Zusammenarbeit mit den Mitar- beitern des Bicol Regional Training And Teaching Hospitals. Er freut sich schon auf den nächsten ehrenamtlichen Einsatz auf den Philippinen. Wer die selbstlose Arbeit des Arztes unterstützen möchte, kann das für die medizinischen Verbrauchsmittel benötigte Geld auf das Spendenkonto Bank im Bistum Essen, IBAN DE 31 3606 0295 0020 158018, BIC GENO- DED1BBE – Stiftung »Navarro- Mallari (Herz für Kinder), Steuer-Nr. 312-5718-1075 FA Coesfeld, überweisen.

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